In meiner Wichtelwerkstat fühle ich mich gerade sehr wohl.

in der Wichtelwerkstatt

Kurzerhand habe ich (m)eine Wichtelwerkstatt eröffnet. Ich verschenke gerne und vielleicht kann ich die eine oder andere Freude machen.
Geduld soll ich haben, mit mir, meinen Sehnen und Gelenken und dem Medikament. Oh, das fällt mir nicht immer leicht. Wenn ich mich aber beschäftige und darüber die Zeit vergesse, dann geht es so leidlich.

Habe ich schon erzählt, dass ich den besten Rheumatologen der Welt habe?
Am Sonntag werde ich zur Hofweihnacht nach Wyhra fahren und noch immer zerrt es an meinen Sehnen herum. Und wie! Manchmal liegen dann auch die Nerven blank. Klar, das neue Medikament ist kein Schmerzmittel und bis es auch an den großen Gelenken voll wirken kann, dauert es. Meinen Rheumatologen konnte ich anrufen und geduldig hat er mit mir nach einer Lösung gesucht. Er ist genau so, wie ich mir einen Arzt vorstelle. Ich bin sehr froh, dass ich bei ihm in Behandlung sein darf. Und nun freue ich mich auf die Hofweihnacht.

in der Wichltelwerkstatt

Ich hatte noch dunkelbraune Wolle übrig. Ein großes Projekt muss ich damit nicht angehen wollen. Dafür reicht die Wolle nicht mehr. Aber für kleine Weihnachtssocken reicht es allemal. Bei der Gelegenheit fiel mir ein, dass man an den kleinen Söckchen das Sockenstricken erklären und üben kann. Hier muss noch nichts passen. Es geht nur um die Stricktechnik und um die Bummerangferse,  die keine Stricklöcher haben darf.
Beim Stricken und Nähen in meiner Wichtelwerkstatt hatte ich das Gezerre an meinen Sehnen fast vergessen.

eine Wichtelsocke aus der Wichtelwerkstatt

In der Zwischenzeit sind alle Socken fertig. Ich freue mich, denn sie sind ganz hübsch geworden.

Die Zeit jetzt mag ich sehr, die Ruhe und Besinnlichkeit. Manchmal hört man bei mir nur das Klappern der Stricknadeln oder das Surren des Spinnrades. Ich habe es warm, ich habe Lichter an und bei mir gibt es Tee.

Froh bin ich, dass ich nicht in die Innenstadt renne und den Einkaufswahn mitmache. Heute hatte ich doch tatsächlich mal kurz einen Regionalsender im Radio an. Nach zwei Minuten habe ich erschrocken ausgemacht, denn es geht nur um Schnäppchen und Preisgeschenke. Kaufen, Kaufen, Kaufen, ein Kinderspielzeug von L*go z.B. für NUR schlappe 650 Euro.
Ich bin immer noch der Meinung, dass man Zeit schenken sollte, Familienzeit zum Spielen (es geht auch ohne das star-wars-Dingens von L*go) und Vorlesen, zum Kuscheln und Zuhören.
Zack, war das Radio aus und nun klappern wieder nur die Stricknadeln.