Vorbereitungen für die Hofweihnacht im Volkskundemuseum.

Fasern richten

Morgen fahre ich zur Hofweihnacht nach Wyhra, vielleicht zum letzten Mal.
Mein Spinnrad wartet auf den Abtransport, die Klamotten sind gebügelt, der Korb ist gepackt.Draußen ist es grau und windig. Vielleicht ist das einfach der Grund, warum ich heute ein bisschen traurig bin.

Vorbereitung für die Hofweihnacht

Im Sommer, zum Oma-und-Opa-Tag hatte ich in Wyhra mit den Kindern Wolle gewaschen. Die waren mit einem solchen Eifer dabei, dass die Wolle gerade so reichte. Morgen wollen wir genau diese Wolle verarbeiten, kardieren und filzen.
Zum Socken stricken reicht leider die Zeit nicht. Ich würde ja gerne so etwas machen. Also hab ich schon mal etwas Kleines ausprobiert. Je nach Ausdauer und Alter der Kinder werden wir Lesezeichen filzen, einen Schneemann oder einfach ein Engelchen. Das Letztere bekommt jeder hin und dann mit nach Hause.

im Sommer wurde die Wolle gewaschen und jetzt wird sie verarbeitet

Geschichten werde ich natürlich auch wieder mit haben, wie die von der Hexe und dem Butterfass. Witzig ist, dass ich Küchenmensch auch in der alten Bauernküche sein darf. Und da steht doch tatsächlich ein Butterfass. :)
Kennt ihr „Nero Corleone“? Nein. Diese Geschichte von Elke Heidenreich, von einem schwarzen Kater, der auf einem Bauernhof lebt, habe ich auch mit in den Korb gepackt. Und vielleicht schaffen wir es auch noch, einer Museumsmitarbeiterin zu zeigen, was im Butterfass rappelt.

Es wird viel los sein zur Hofweihnacht in Wyhra und wie ich mich kenne, werde ich danach wieder ganz schrecklich müde sein. Vorsorglich werde ich mich heute noch fein ausruhen und  wünsche mal jetzt schon einen schönen zweiten Advent.