Weihnachtspost. Und ab morgen werden die Tage wieder länger.

Schutzengel in der Weihnachtspost

Der Postbote hatte heute gut zu tun bei mir. Weihnachtspost kam und auch zwei Päckchen von Freunden. Ich bin froh, dass ich Freunde haben, die mich so wahrnehmen, wie ich nun mal bin.

drei Schutzengel in der WeihnachtspostIn der Weihnachtspost waren allerlei Dinge für mich, Stricknadeln, feinste selbstgemachte Seife und ein Wollengel. (Danke Marion aus Niedersachsen).
In dem anderen Paket aus Mügeln im Landkreis waren Äpfel aus dem Garten (die schmecken besonders gut), die äußeren Schalen von Walnüssen (extra fein getrocknet für mich und meine Färbeversuche), leckere Plätzchen und die drei Schutzengel auf dem Bild. Sie haben einen Ehrenplatz bekommen, weil sie auf mich aufpassen und weil ich die mit Kindern demnächst basteln werde. (Danke Familie S. aus Lüttnitz bei Mügeln)
Weihnachtspost war auch gekommen, von Blogfreunden.

Ich danke euch allen sehr. Ihr habt mir eine große Freude gemacht.

Meinen Sohn erreichte heute eine traurige Nachricht. Ein junger Mann, der Schwager einer Freundin, hat sich das Leben genommen. Ich weiß nicht, was ihn dazu getrieben hat, aber mir tut es so unendlich leid, wenn ein Mensch geht, einfach so. Und deshalb habe ich beschlossen, noch mehr auf die aufzupassen, die mir lieb und teuer geworden sind. So, wie auch auf mich aufgepasst wird, dass ich mich geborgen fühlen und an meinen Träumen festhalten kann. Zuneigung zu zeigen mit ein paar netten Worten, zuhören, sich gegenseitig achten – das alles kostet nur ein bisschen Zeit.

Wie oft reden wir uns heraus, dass wir genau das nicht haben: Zeit. Wir müssen rackern, schreiben gerne darüber, wie lange und intensiv wir uns mühen und zeigen dann, wie um uns selbst zu beruhigen und Recht zu geben, unsere Autos, gute Kleidung, das Zuhause, feinstes Essen. Es ist uns sehr wichtig.
Mir sagt das alles gar nichts, weil ich den Menschen schätzen und achten will, nicht sein Auto.

Im Päckchen aus dem Landkreis waren Schleifen gebunden mit selbstgesponnener Wolle. Hach, ja, das wäre etwas. Das muss ich auch mal probieren. Liebe Eva, wenn es mir wieder besser geht, nehme ich die Einladung zu euch an. Und ich bringe das Spinnrad mit. Ich freue mich darauf, mit dir ein Spinnstündchen zu haben.

„Es gibt keinen Menschen, der nicht irgendeinen Traum hat, irgendetwas, was tief in ihm drin ist“, zitiert das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen den Unicef-Botschafter Alexander Gerst. „Und ich denke auch, dass es wert ist, jedem Traum eine Chance zu geben.“ Ja, so ist es. Jeder sollte an seinen Träumen festhalten, immer und unter allen Umständen. Dass ich mir meine Träume bewahren kann, das verdanke ich denen, die mir immer wieder Mut machen: meinen Freunden.
Ich werde wieder weiter schreiben an meinen Erlebnissen mit den Hütehunden und den Schafen. Mir hat die Begegnung mit ihnen vor Jahren das Leben gerettet, als ich glaubte, nichts geht mehr weiter. Ich möchte Mut machen, die Träume im Kopf wieder auszukramen oder neue, ungeahnte, entstehen zu lassen. Lebensmut und Lebensfreude liegen dicht neben einander.

Danke für alle Weihnachtspost. Ich danke euch von ganzem Herzen.