Die Liebe zu den Kindern. Sie war immer da und sie wird bleiben.

Schafwolle verarbeiten - auch aus Liebe zu den Kindern

Nun ist auch das letzte Kind wieder abgereist.
Ich freue mich immer sehr auf Weihnachten, weil es bei uns Brauch ist, dass meine Kinder mich besuchen, wenn es irgendwie möglich ist. Wir haben oft Kontakt, aber wenn man sich gegenüber sitzt, ist es einfach etwas ganz Besonderes. Zum Abschied muss ich dann auch immer weinen. Meine Liebe zu den Kindern ist eben groß.


Mütze stricken - die Anprobe Ich weiß, ich sehe etwas müde aus. Auch bin ich ungeschminkt, denn das ist mir nicht immer wichtig. Aber, ich bin sehr froh. Ich bin froh, dass meine Kinder mich besucht haben, dass wir uns so gut verstehen, dass sie mich gut kennen und akzeptieren und dass sie mir helfen.
Inzwischen habe ich die Mütze fertig. Der Deckel ist drauf und die Nadeln sind raus, der Rand sitzt ordentlich und Fäden hängen auch keine mehr. Hier, auf dem Bild, musste ich nur mal sehen, wie weit ich bin.

Im Moment zerrt sowohl mein Rheuma als auch das Medikament dagegen arg an mir herum. Manchmal versucht sich der Gedanke einzuschleichen, dass ich nur noch Ruhe haben will. Ich weiß, dass das nicht gut ist.
Mit meinem Sohn habe ich einen Trainingsplan besprochen. Klar, es wird wieder weh tun, aber nein, es wird noch nicht aufgegeben! Ich schaffe das, aus Liebe zu den Kindern.

Vielleicht kann ich im nächsten Jahr wieder in den Norden fahren zum jüngsten Töchterchen. Wenn sie mir Fotos schickt, steht da immer dabei: „Kuck mal, deine Nordsee.“ Ja. Irgendwie ist das so.
Wenn ich wieder besser laufen kann, will mir mein Sohn sein Berlin zeigen. Ich werde mich nicht drücken.

Jacquardmuster strickenNatürlich stricke ich auch wieder. Ich möchte mir einiges selber machen, auch weil ich weiß, dass die Schafwolle mir gut tut. Als ich das Biologika zum ersten Mal gespritzt hatte, habe ich die Stunden danach so gefroren, dass ich mit Schafwollmütze ins Bett gegangen bin. Na und? Es war warm, ich fühlte mich geborgen und alles war dann gar nicht mehr so schlimm.

Im Moment übe ich mich im Stricken von Jacquardmuster. Das klappt schon ganz gut, ich verfranze mich nicht mehr und kann den zweiten Faden auf der Rückseite gut mitnehmen, ohne das es ein heilloses Durcheinander ist. Nun werde ich mich wohl mal an ein größeres Kleidungsstück wagen.

Es gibt also Pläne auch für das nächste Jahr. Mein Filzbuch will ich weiter schreiben, Wolle färben und verspinnen und möglichst vielen Großen und Kleinen zeigen, was für ein toller Rohstoff das ist. Ich muss das einfach ausbauen.
Meine Kinder müssen sich keine Sorgen um mich machen. So lange ich Schafwolle zwischen den Fingern bewegen kann, geht es mir gut. Und ich werde noch viel bewegen, auch aus Liebe zu den Kindern.