Vorsätze für das neue Jahr. Schafe, Wolle und viel Gelassenheit.

Vorsätze für ein neues Jahr
  • Der Weihnachtsbaum ist weggeräumt
  • der letzte Stollen aufgegessen
  • und ebenso das letzte selbstgemachte Sauerkraut
  • das Quittenbrot trocknet immer noch
  • und ich überlege, wie ich im neuen Jahr mein Leben gestalte. Vorsätze – ja.

Vorsätze für das neue Jahr? Hab ich!

Foto Dietmod Klauss zur Hofweihnacht im Volkskundemuseum Wyhra

Das neue Jahr hat begonnen und ich habe sogar Vorsätze.
Ich möchte wieder richtig Laufen können und dafür trainiere ich eisern. Bewegungsübungen auch unter Schmerzen, Sehnen dehnen, Muskelaufbau. Tag für Tag sich aufzuraffen und das durchziehen, das ist mein Vorsatz, den ich allerdings auch im alten Jahr schon hatte. Ob das Laufen wieder besser wird, weiß ich nicht, denn im Moment habe ich große Schmerzen und das Treppe steigen ist eine Tortour.

Die Silvesterballerei haben wir gut überstanden. Penny mit ihrem sonnigen Gemüt hat da ganz gute Nerven. Trotz wenig Panik wollte die Katze in dieser Nacht mit in mein Bett. Das durfte sie auch.Eine Zumutung ist der Lärm und der Dreck aber allemal und ich wäre schon für ein offizielles Feuerwerk in der Großstadt und ansonsten für Ruhe. Aber nach mir geht es nicht. Bei anderen Dingen leider auch nicht.

Vorsätze, ja, doch, ich habe welche.
Ich lese in dem Buch über die Schäferin in Island und erwische mich immer mal, wie ich vor mich hin nicke. In der NDR-Mediathek gibt es ein Filmchen, „Animalisch – das Tier und wir: Das Schaf.“ (Man kann es suchen.) In dem Film habe ich mich wieder gefunden. Schafe haben mir einst mit ihrer Art das Leben gerettet und mich auf den Weg gebracht, den ich jetzt gehe. Im vergangenem Jahr gab es wieder unvorhergesehene Veränderungen und ich überlege nun, wie ich einige Steine aus dem Weg räumen kann.

Die Geschichte von mir und den Schafen möchte ich gerne erzählen, um anderen Mut zu machen. Es gibt immer etwas, was Licht ins Dunkle bringt. Ich hatte schon mal angefangen, das alles aufzuschreiben, was ich mit „meinen“ Schafen erlebt hatte, mit den Schafen, den Hütehunden, einem hinterlistigen Ganter … Vielleicht habe ich den Mut, weiter zu schreiben. Ich möchte gerne von den Tieren erzählen und was ich von ihnen gelernt habe.

Die Liebe zu den Schafen

Schafe kann ich nicht mehr haben. Dabei hätten die in Grünaus Innenhöfen genug zu fressen, würden Landschaftspflege betreiben ohne den Dauerkrach von Rasenmähern und -trimmern. Blumen würden stehen bleiben auf der Wiese und Dünger gäbe es noch obendrauf. Zum Schwatzen und Streicheln könnte jeder kommen und ich möchte wetten, dass es allen gut tun würde. Die Ruhe, die die Schafe ausstrahlen und ihre freundliche Art tun einfach gut.
Die Wolle ist so ein genialer Rohstoff. Und wir werfen sie weg! Wolle ist biologisch abbaubar. Sie verschmutzt nicht den Ozean und unser Grundwasser auch nicht. Ein Räumchen möchte ich haben, Wolle verarbeiten, spinnen, weben, knüpfen …  und jeden, der es will, mitmachen lassen. Ich weiß nicht, wie es gehen soll. Ich hirne noch und werde dran bleiben. Mal sehen, was mir einfällt und was das neue Jahr mir bringen wird.

Vorsätze hin oder her, aus der Ruhe lasse ich mich nicht mehr bringen.
Ach ja, in dem oben erwähnten Filmchen sagte eine Schäferin, dass schon die Menschen in der Steinzeit beruhigt über den Winter kommen konnten, wenn sie einige Schafe hatten. Darüber sollten wir mal nachdenken. Man muss nicht alles haben, aber das Richtige in Maßen.