Schöne Momente erleben lassen besser denken.

schöne Momente

Es war mal wieder ein bisschen still bei mir, einfach weil ich eine ganze Menge zu verarbeiten hatte, sowohl im Persönlichen als auch im großen Drumherum. Das alles auszuwalzen ist nicht mein Ding und wenn es gerade so stark ist, dass es alle anderen Gedanken übertönt, dann bin ich halt mal still. Schöne Momente, an denen ich mich freuen kann, suche ich mir schon. Freunde und Familienmenschen, die mich gut kennen, helfen mir dabei.

Was Zweige aus dem Garten mit der EU zu tun haben

schöne Momente: den Frühling ins Haus holen

Einen Spaziergang in den Garten machen, das fällt mir gerade schwer. Demzufolge brachte mir ein Freund Zweige nach Hause. Ach, wie habe ich mich gefreut, als sich die Blüten zeigten. Das satte Gelb erinnerte mich an die Sonne und an Wärme, an grünes Gras und Vogelgezwitscher. Wenn man lächeln kann aus dem Bauch heraus, aus ganz tief Drinnen, dann spürt man richtig, dass es nicht einfach nur Fassade ist. Darüber hinaus denkt es sich auch viel besser.

Vor Jahren habe ich eine Weiterbildung gemacht zum EU-Referenten. Der Binnenmarkt kam, vieles musste sich neu gestalten und ich hatte mal die Hoffnung, dass ich das mit tun kann. Nun ja, die Posten waren auch da schon wieder längst verteilt, aber den Glauben, was ein geeintes Europa bewirken kann, der blieb. Um so mehr stößt mir jetzt der zunehmende Nationalismus auf. Niederdrücken wird er mich nicht, weder das, was gerade in GB geschieht und auch nicht das Gelaber eines Orban und Konsorten.
Dass ich in großer Ruhe mich damit befassen kann, liegt daran, dass ich alle Aufgeregtheiten beiseite legen kann.

Wolliges gegen Hiobsbotschaften

Vor allem wenn eine Hiobsbotschaft mal zu heftig wird, im Privaten oder auch darüber hinaus, dann vergrabe ich meine Hände in Wolle. Das Weiche, Warme, Mütterliche tröstet ungemein. Feine Sachen lässt es auch noch entstehen.

Socken für den Gastjungen

Meine Socken für den kleinen Gastjungen sind fertig. Der kleine Junge fand Wollsocken schön warm und kuschlig. Am Wochenende hat er Geburtstag und bekommt deswegen seine eigenen Socken. Mit denen kann er auch schon mal ohne Schuhe durch die Wohnung flitzen. Bestimmt kommt, wie zum Nikolaus, wieder etwas rein in die Socken, Buntstifte zum Beispiel.

Schöne Momente sind auch, wenn ich etwas gefertigt habe und verschenken kann.
Nur das Schaf habe ich nicht geschoren, aber die Wolle verlesen, gewaschen, kardiert, versponnen und verstrickt schon. Gefärbt hatte ich sie auch, mit Walnusschalen (Kaltfärbung). So langsam arbeite ich die Liste der gewünschten Socken ab. Zu Weihnachten hatte ich ein Handarbeitskörbchen geschenkt bekommen. Da sind schon wieder eineinhalb Socken für das nächste Geschenk drin.

Ach, wenn ich schon über schöne Momente schreibe: Ich bekam gestern ein Päckchen. Darin war auch ein Heftchen, welches eine Freundin bei einem Weihnachtsflohmarkt für mich erstanden hatte. Der Titel ist: „Wos sich de Leite su orzohl’n“. Und warum ich dann gestern laut lachend in meinem Sessel saß, das „orzohl“ ich euch morgen. :)