Starke Familienbande, Mittelalter-Zeug und Rosmarin.

Familienbande

Heute kam ein Päckchen für mich an von meinem Töchterchen. Hach habe ich mich gefreut, denn es war ganz viel drin, alles solche Dinge, über die ich mich riesig freue. Meine Kinder kennen mich gut. Ich glaube, bei uns gibt es eine starke Familienbande.

Schöne Geschenke für mich. weil die Familienbande sehr eng ist
In dem Beutelchen ist eine Nascherei. Das muss halt auch mal sein und deshalb hat die Tochter auch noch Kekse gebacken und eingepackt. An Tee dazu hat sie natürlich auch gedacht. Wie das duftet!

Mit dem Schnitzmesser kann ich die Runen fertig stellen und in der Mitte, das ist ein Notitzbuch. Ich werde das alles an meinen Gürtel hängen, wenn ich wieder in Wyhra bin. Im Notitzbuch wird ein Geheimnis stehen für die Kinder. Oh nein, das erfährt nicht jeder!
Den Erwachsenen erzähle ich, dass da die Schuldscheine drin sind. 🙂

Ich wollte mir schon einen Gürtel aus Leder kaufen, aber irgendwie ist das für mich nicht richtig. Also werde ich einen aus Wolle machen, mit der Nadel binden. Ich werde mich nicht mehr drücken.

Das muss alles an den Gürtel
Im Päckchen war auch Rosmarin. Der wächst bei meiner Tochter am Haus. Im Sommer hatte ich mir etwas mitgenommen, aber das ist natürlich längst verbraucht. Und weil ich so gerne Rosmarinkartoffeln esse und überhaupt gerne damit würze, hat mir meine Tochter abgegeben vom dem, was sie getrocknet hat. Familienbande eben.

Der Kalender von Battle Merchant (die Tochter arbeitet da) habe ich schon aufgehängt, so, dass ich ihn sehen kann. Die Fotos darin sind schön und regen mich zum Geschichten ersinnen an. Wenn ich an meinem Arbeitsplatz hocke, kann ich ab und zu aufschauen und die Welt sehen, aus der ich die Handarbeitstechniken probiere.
Ich bin nicht unbedingt der Mittelalterfan, aber ich finde es erstaunlich, was unsere Vorfahren vor vielen Jahren produziert haben. Die haben eben einfach probiert und gemacht. Manches ist so einfach und doch gut, und auch noch ohne Strom und WLan.

Es ist sehr schön, dass wir uns in der Familie so respektieren wie wir nun mal sind, annehmen und dadurch auch lieben können. Wir sind sehr verschieden, wohnen weit auseinander. Letzteres bedauere ich manchmal auch sehr. Aber die Verbundenheit ist da und bleibt auch immer. Das ist ein ein großer Kraftquell, der mich auch aufrichtet, wenn es mal nicht so gut geht.
Für die Familienbande ist es nun wieder ganz gut, WLan zu haben. Einen reitenden Boten könnte ich mir nicht leisten.