Eine Mutmachgeschichte. 62.269 Wörter habe ich schon geschrieben.

Der Pappelwald in meiner Mutmachgeschichte

Gestern habe ich mal die Wörter gezählt, die ich für meine ganz persönliche Mutmachgeschichte schon geschrieben habe. 62.269 Wörter waren es, mit Leerzeichen. Ich schätze, dass es die Hälfte von dem ist, was in mein Buch soll.

 

Ja, ich schreibe wieder, nicht, weil ich mich selber feiern möchte oder von Ruhm und Reichtum träume. Die jetzt übliche Selbstloberei geht mir auf den Geist. Ich schreibe das auf, weil ich anderen sagen möchte, dass so allerlei Unangenehmes im Leben passieren kann, an dem man nicht selbst Schuld ist. Das ist schlimm, das wirft einen zurück, das erfordert großen Kampf. Aber, es gibt auch immer genug, weshalb es Wert ist zu leben, es zu erkunden,  etwas zu tun, sich freuen zu können. Man muss es nur sehen und finden. Deshalb schreibe ich.

Ich hatte unglaubliches Glück. Als ich glaubte, alles nicht mehr ertragen zu können, ging ich los in ein Wäldchen in der Nähe, mit der Absicht, nicht wieder zu kommen.Vorsorglich hatte ich meinen Schlüssel zuhause gelassen.Und dann traf ich meine Asta, einen total verlotterten Hütehund, von dem ich glaubte, dass er meine Hilfe brauchte. Ich traf Schafe und Ziegen, die mir freundlich gesonnen waren. Ich hatte das Gefühl, sie nahmen mich bereitwillig in die Herde auf, hatten Vertrauen zu mir. Und das, obwohl ich nicht immer eine gute Figur machte.
Das hat mir so viel Kraft gegeben, meinen Weg weiter zu gehen, Regelungen zu treffen, auch wenn sie unangenehm waren.

Die Liebe zu den Schafen ist geblieben, auch wenn ich nicht mehr auf der Weide mit ihnen herumziehen kann. Ich verarbeite wahnsinnig gern ihre Wolle, eines kommt zum anderen. Es wird nie langweilig und es gibt mir Kraft.
Gerade habe ich mit der Nabu in den Kulkwitzer Lachen gesprochen. Ich darf wieder Wolle bekommen von den Leineschafen und freue mich sehr, weil ich es für sehr kostbar halte, was ich da bekomme. Wenn ich zum Kindertag ins Volkskundemuseum Wyhra fahre, dann nehme ich gleich Rohwolle mit und meine neuen Wollkämme kommen so auch zum Einsatz.

62.269 Wörter sind es also schon von meiner Mutmachgeschichte. Ich glaube, es wird eine ganz gute Sache, keine die traurig macht. Zum Grünauer Kultursommer werde ich die eine oder andere Geschichte lesen dürfen. Auch darauf freue ich mich sehr.

Es ist alles gut wie es ist.

meine Schaf- und Mutmachgeschichte