Neue Wolle von den Leineschafen und Gudrun im Glück.

neue Wolle von den Leineschafen

Auf den Tag habe ich mich die ganze Woche gefreut. Mit meiner Freundin war ich heute beim Nabu im Naturschutzgebiet Kulkwitzer Lachen. Ich durfte mir Wolle von den Leineschafen aus der diesjährigen Schur holen.

Meiner Freundin bin ich sehr dankbar, dass sie mich hingefahren hat nach Kulkwitz. Unter anderen Umständen hätte ich den Wollsack auf den Hackenporsche gebunden, aber weit wäre ich bestimmt nicht gekommen. Das Laufen fällt schwer. Meine Freundin hat dafür gesorgt, dass ich mich weiter mit Wolle beschäftigen kann und allem, was damit zusammen gehört. Ich kann zum Kindertag wieder Wolle mit  nach Wyhra nehmen.

Die Nabu-Mitarbeiter mal wieder zu sehen war auch gut. Sie sind so freundlich und nett, dass es gut tut, ihnen zu begegnen. Die Männer haben uns die Wollsäcke auch noch zum Auto getragen. Wieder habe ich Heimweh nach dem Landkreis. Die Freundlichkeit der Menschen und das Für-einander-Dasein ist einfach wohltuend. Ich überlege, was ich für sie mal tun kann.

An der Wolle sieht man, dass es den Schafen gut geht. Auch haben sie die Dürre im letzten Jahr ganz gut überstanden, weil man sich sehr gut um sie gekümmert hat. Im Moment ist das Gras auf den Wiesen sehr saftig. Die Lämmer kamen in diesem Jahr zeitig und sind schon mit ihren Müttern auf der Sommerweide. Sie sorgen mit dafür, dass die Wiesen im Naturschutzgebiet fein kurz und gepflegt sind.

Meine Freundin möchte sich einen Teppich aus Schafwolle machen und hat mich gefragt, ob ich ihr die Wolle spinnen kann. Na klar, sie bekommt ihre Wolle. Sie hat mir schon so oft geholfen, jetzt helfe ich. Am Mittwoch machen wir einen Plan, wie die Wolle aussehen soll. Mal sehen, ob sie den Teppich knüpfen oder weben möchte. Auf alle Fälle machen wir etwas zusammen. Und wir wollen auch zusammen Weben lernen.
Es wird Zeit, über Projektarbeit nachdenken. 

Die neue Wolle von den Leineschafen ist sehr schön. Nein, ich kann diesmal nicht „Dreckspatzwolle“ sagen, denn sie ist schön sauber und auch gut geschnitten. Es gibt kaum Verschnitt.
Wieder zu Hause habe ich mich gleich an die erste Wollwäsche gemacht. Zupfen, auslesen, waschen – es war mir ein Vergnügen. Jetzt trocknen die ersten Weihnachtsmannbärte schon auf dem Balkon. Ich möchte die Wolle diesmal kämmen. Wenn die Wolle trocken ist, kann ich damit beginnen.

neue Wolle von den Leineschafen