Ich liebe Schafe. Woran man das merkt?

Ich liebe Schafe und andere Tiere auch

Ich liebe Schafe und das merkt man daran, dass ich ihre Wolle wasche. „Ach ja, was ist denn da so Besonderes dran?“ Oh, eine ganze Menge, denn eine saubere Angelegenheit ist das nicht und es duftet auch nicht gerade nach Lavendel.

Zuerst setze ich mich hin und zupfe alles aus der Wolle, was nicht hineingehört.

  • Da gibt es ganz arge Verschmutzungen, die auch ordentlich „duften“ oder
  • ganz feine Reste von Futter und Einstreu, die pieksen würden in der Wolle,
  • Kletten, die ich ganz besonders hasse und gewissenhaft entferne,
  • jede Menge Dreck.

Schön ist das nicht gerade, denn es dauert nicht lange, dann habe ich fettige und unglaublich schmutzige Hände. Ich dufte dann wahrscheinlich auch. Und da denke ich mir immer, ich liebe Schafe wirklich, sonst würde ich das nicht auf mich nehmen.

Nein, meine Waschmaschine nehme ich nicht. Ich mag den Dreck und das Fett nicht da drin. Also geht es jetzt mit Handwäsche weiter. Und mit zig Spühlungen, bis die Wolle schön sauber ist und auch genau so riecht. Dann kommt sie auf die Leine und kann in aller Ruhe trocknen.

Diesmal hatte ich ein Vlies dabei mit Körnern drin. Die habe ich auch heraus gezupft und anschließend in ein Töpfchen mit Erde verbracht. Ich habe mir vorgestellt, wie das Schäfchen sich gleichmal auf das Kraftfutter draufgelegt hat. Was man hat, das hat man! Und eben dann auch in der Wolle.
Es hat gar nicht lange gedauert, da spitzte Grün in meinem Töpfchen. So passiert es auch, dass Schafe in ihrer Wolle irgendwelchen Samen von A nach B schleppen.
Meine Penny wird sich freuen. Die darf die Getreidespitzen dann abfressen. Ich weiß, dass sie das mag.

Ich liebe Schafe und andere Tiere auch
In meinen Insekten- Unterkünften ist übrigens Hochbetrieb.
Eine ganze Menge Löcher im Holz und in den Bambusstöcken sind schon fein säuberlich zugeschmiert. Da werde ich wohl im nächsten Jahr Nachwuchs erwarten können, ich Insekten-Oma.
Ein ganz dicker Brummer mit feinem Haarkleid auf dem Körper besucht mich regelmäßig an meinem Wollwaschplatz. Lange umkreist  mich das Insekt und  bleibt dann vor mir in der Luft stehen. Es fehlt bloß noch, dass es sich mir auf die Schulter setzt. Das dürfte es allerdings auch, denn meine „Flugobjekte“ mag ich natürlich auch.

Für heute ist alle Dreckbrühe weggekippt. Ich bin fertig und werde mich gleich selber schrubben. Ein ganz klein wenig duftet es noch nach Schaf, aber ich sagte es ja schon: Ich liebe Schafe.