Gartenparadies. Meine kleinen Pfanzen ziehen aus in den Garten.

Gartenparadies- meinen kleinen Pflanzen müssen in den Garten.

Meine zu Hause gezogenen Pflanzen mussten ins Gartenparadies. Also habe ich die Kleinen fein verpackt, mir die Tasche an die Krücke gehängt und bin los.

Die kleinen Pflänzchen hatten sich prächtig entwickelt. Es wurde Zeit, dass ich mein Fensterbrett wieder frei bekomme und die Kleinen ins Gartenparadies umziehen. Dort haben sie Platz, Sonne und werden auch regelmätig gegossen. Ich freue mich schon sehr, ernten zu können, denn wenn man am Entstehungsprozess des Gemüses direkt beteiligt war, ist es etwas ganz Besonderes. Was stört es mich, wenn eine Möhre nicht kerzengerade gewachsen ist?

Die Wasserlilien blühen im Gartenparadies

Ich bin so gern im Garten, aber dahin zu kommen fällt mir verdammt schwer. Früher bin ich die Straße entlang gehirschelt, ohne mir Gedanken darüber zu machen, und ruck zuck war ich da. Jetzt brauche ich ewig, immer bemüht, meinen Rhythmus mit den beiden Krücken nicht zu verlieren. Gestern klappte das alles gar nicht gut, auch das Herumgelaufe und das Bisschen Arbeit im Garten war keine Glanzleistung. Und dann gab es Tränen.
Ich kann mich einfach nicht mit dieser Mistkrankheit abfinden und arrangieren und so liegen die Nerven besonders blank. Ich komme mir manchmal so unnütz vor. Dabei müsste ich mich doch bloß umstellen auf all das, was geht.

Schön war es dennoch im Gartenparadies.
Was es da alles zu entdecken gibt, wenn man sich die Ruhe dafür nimmt:

  • Die Wasserlilien blühen gerade und viele andere Blumen auch.
  • Ich freute mich über die erste Rose und dass es meinem Borretsch so gut geht.
  • An dem noch winzigen Apfelbaum hängen fünf kleine Äpfelchen. Wir werden eine Stütze bauen.
  • Ein Spatz sammelte Blattläuse im Garten und stopfte sie seinem laut bettelnden und aufgeregt flatternden Nachwuchs auf dem Zaun in den Schnabel. (Schade, dass ich das nicht fotografieren konnte. Das schafft mein Objektiv nicht.)
  • Am Gartenteich wohnen ganz viele kleine Libellen.
  • Allen schon vorher Gepflanzen geht es prächtig.
  • Das extra für mich gebaute Hochbeet erleichtert mir die Arbeit sehr.

Vorbereitungen für eine Veranstaltung, draußen im Gartenparadies

Morgen fahre ich zum Kindertag in das Volkskundemuseum Wyhra. Meine Freundin fährt mich mit dem Auto hin, Freunde tragen mein Spinnrad und den restlichen Krempel zum Auto.
Vorbereiten konnte ich meine Veranstaltung gestern im Gartenparadies. Ach, das hat mir sehr gefallen.
Im vorigem Sommer haben wir Wolle gewaschen. Morgen können wir kämmen und spinnen. Und ein Märchen aus dem Land derTrolle gibt es als Belohnung obendrauf. Ich freue mich sehr auf die Kinder, möchte aber auch die Museumsmitarbeiter mal wieder sehen. Sie sind mir allesamt sehr ans Herz gewachsen.

Gestern war also Wollwaschpause. Heute habe ich mich wieder über die Schmutzwolle her gemacht. Langsam ist ein Ende in Sicht. Komisch, mit der Wolle habe ich so viel Geduld. Ich zupfe, wasche im warmen Wasser ohne Zusätze fast jedes Haar einzeln. Nur mit mir selbst habe ich so wenig Geduld.