Den Ist-Zustand akzeptieren und trotzdem nach Lösungen suchen.

nach Lösungen suchen - Tomatendünger stelle ich selber her

So. Über Krankheiten schreibe ich nicht mehr. Damit bin ich durch und es ist auch schrecklich langweilig und unkonstruktiv. Ich werde den Ist-Zustand akzeptieren und trotzdem nach Lösungen suchen. Das betrifft nicht nur meine kleine Welt, das betrifft auch die „Große“ und meine Rolle darin.

Dieses nach Lösungen suchen brauche ich einfach. Ich möchte nicht allem, was mich umgibt hilflos gegenüberstehen und erleben, dass diese Hilfslosigkeit mich langsam erdrückt. Und von einigen Ansätzen will ich heute schreiben.

  • Jeder, der mich gegenwärtig besucht, muss eine Flasche Wasser mit hinunter nehmen. Ich hatte im Grünen vor dem Haus ein Behältnis aufgestellt, in welches ich Wasser für die Tiere gegossen habe. Nun komme ich ganz schlecht die Treppe hinunter und muss deshalb andere bitten, das für mich zu erledigen.
    Gestern schickte mir ein Freund, dem ich die Wasserflasche mitgegeben hatte, ein Handyfoto. Vögel sitzen an meiner Wasserstelle und es geht ihnen gut. Wisst ihr, wie sehr ich mich gefreut habe!
  • Meine finanziellen Mittel sind sehr begrenzt, manchmal zu sehr, was mich ärgert. Ich möchte z.B. mal zu den Berliner Philharmonikern. Das kann ich nicht, aber das Abschlusskonzert auf der Berliner Waldbühne habe ich mir gestern im Fernsehen angesehen. Und ich habe es sehr genossen. Ich liebe die Musik Prokofjews sehr.
  • Mich stören schon lange die Wachstumsbeschwörungen in der Wirtschaft. Und weil wir angeblich Wachstum und nochmal Wachstum brauchen, wird kaum noch etwas repariert und viel zu wenig selber gemacht. Kaufen – Wegwerfen – Kaufen – ein elender Kreislauf, der immer krassere Dimensionen annimmt und unübersehbare Schäden hinterlässt.
    Tomatendünger z.B. Kauft man den, weiß man eigentlich nicht, was man in seine Blumentöppe kippt und die Plastikflasche hat man auch noch an der Backe. Sucht man nach „Tomatendünger selber machen“ stellt man fest, dass man die „Zutaten“ schon zu Hause hat und als Abfall wegwerfen würde. Warum also kaufen?
  • Weichspüler kaufe ich auch nicht mehr, nicht erst nachdem ich gelesen habe, was da drin ist und was es mit meiner Waschmaschine macht. Auch da gibt es Rezepte und Lösungen. Das Selbermachen schont den Geldbeutel, das Grundwasser und meine Waschmaschine auch noch. Ich will sie so lange wie möglich erhalten. Nix also mit Wachstum.

  • Lösungen gegen die Hitze
    Gegen die Sonnenbestrahlung auf dem Balkon musste ich mir etwas einfallen lassen. Die Hitze hält der Vorhang kaum ab, aber die Pflanzen verbrennen nicht mehr. Den Insekten geht es gut, den Marienkäfern auch und den Pflanzen sowieso.
    Wenn die Hitze sich am Abend verzogen hat, setze ich mich auf meine Bank in der Ecke und freue mich. Ein feines, kleines Wohlfühl-Plätzchen habe ich da geschaffen. Abends kann der Vorhang wieder auf sein.
  • Tja, und dann ist da noch die große Weltpolitik. Es gibt da Dinge, die mich bedrücken. Das Sterben im Mittelmehr z.B. und die z.T. dummen Kommentare dazu. „Hatten die einen Asylanspruch?“, fragt da einer. He, wenn ein Vater mit seinem Kind ertrinkt, frage ich doch nicht nach einem Asylbescheid oder so was. Ich kann den Vater übrigens verstehen, dass er sich auf gemacht hat. Er will einfach nur leben. Und sein Kind soll das auch.
    Wir in unserer Wohlstandsblase müssen nicht wettern, dass uns jemand etwas weg nehmen will. Wir haben Jahrzehnte weggenommen, Bodenschätze, Kunstgegenstände, Grabbeigaben in Tempeln, Menschen, damit sie z.B. auf Baumwollfeldern als Sklaven arbeiten. Es ist noch nicht lange her, dass die Sklaverei abgeschafft ist. In den Köpfen mancher ist sie immer noch gegenwärtig.
    An der Stelle kann ich immer wieder nur fordern, dass man global an Lösungen arbeitet wie man miteinander leben kann. Kriege, Sanktionen, Mauerbau sind da keine Optionen. Es ist unbequem, in Diskussionen seine Meinung zu sagen. Ich tue es trotzdem und bin auch nicht alleine mit meinen Ansichten. Die ewig Gestrigen will ich nicht wählen.

Was war noch?
Ich habe natürlich meine Wolle weiter am Wickel. Kammgarn habe ich gemacht. Es gefällt mir sehr, war aber anstrengend, weil ich mich mit meinen Minikämmen bald tot kämme. Irgendwann gönne ich mir mal Größere. Egal, das Ergebnis ist toll. Ich kann bald anfangen, mit den gesammelten und getrockneten Pflanzen zu färben. Wahrscheinlich werde ich das im Garten machen. Den Sud aus Birkenblättern, Waid oder Essigbaumblättern kann ich getrost auf die Wiese platschen. Mit der Pflanzenfärberei habe ich gute Lösungen gefungen.