Blumen und andere Geschenke helfen beim Luftholen vor dem Neustart.

Geschenke habe ich erhalten und eines habe ich mir heute selber gemacht. Aber mal der Reihe nach.

Seit Jahren hole ich meine Monatskarte in einem LVB-Laden im Leipziger Westen. Heute habe ich mich aufgerafft und bin zum Markttag auf dem Lindenauer Markt gegangen. Naja, mehr geschlichen, aber egal, ich habe es geschafft. Im LVB-Laden habe ich mich verabschiedet, denn eine Monatskarte brauche ich nicht mehr. Ab nächstem Monat kann ich auf meinem Behindertenausweis fahren. Ich weiß nicht, wie lange ich noch mit den Krücken zurecht komme und den Rollstuhl nur bei weiten Touren nehme, aber so lange es irgendwie geht, will ich laufen, auch wenn es nur kleine Strecken sind.
Extra für den Tag heute habe ich mein Lieblingskleid angezogen. Schön war es.

Auf dem Markt habe ich Kräuter aus Thüringen gekauft, aus meiner Heimat quasi. Wie die duften! Seit ich mit Kräutern würze, brauche ich kaum noch Salz und Pfeffer. Alles, was sich nicht selber anbauen kann, hole ich mir bei der Kräuterfrau auf dem Markt.

ein besonderes Geschenk: Dalienstrauß aus dem Garten

Im Garten blühen die Dalien. Die habe ich immer besonders gerne fotografiert, weil sie so schöne Farben und Formen haben und weil sie immer gut umlagert sind von Insekten. Den Strauß habe ich geschenkt bekommen, als Trostpflaster, weil ich in diesem Jahr nicht oft im Garten war. Die rote Dalie ist damals mit mir umgezogen vom Dörfchen in die Großstadt. Ihr geht es gut und sie erfreut mich jedes Jahr wieder mit prächtigen Blüten. (An der Stelle mal einen ganzen Gruß ins Dorf.)

Farbe und Form

Bienen, Hummeln und anderes habe ich auf meinen Dalien natürlich nicht, aber ich habe sie so hingestellt, dass ich sie sehen kann, wenn ich vom Spinnrad aufschaue.

Meine Geschenke trösten mich gerade darüber hinweg, was mir in der großen und kleinen Politik so gar nicht gefallen mag. Ursula von der Leyen wollte ich nicht an der EU-Spitze sehen. Von nötigen Kompromissen wurde geredet. Ach nee, so sehe ich das nicht, eher als ein Geschacher um Posten und Machterhalt. Und dann wird Flinten-Uschi abgelöst durch Haubitzen-Anni (So schrieb heute ein guter Bekannter auf Facebook.) Diese Besetzung und auch Karrenbauers nächsten Vorhaben gefallen mir nicht. Manchmal fühle ich mich wie der mit den Windmühlenflügeln. Da hilft es, wenn ich mich zurückziehen und erstmal wieder sammeln kann. Karin Brauns Bücherpaket hilft mir ganz bestimmt, einen kühlen Kopf zu bewahren. Hinnehmen werde ich nicht mehr alles, was man mir vorsetzt, mit welcher Begründung auch immer.
Vielen, lieben Dank, Karin. Ich antworte dir noch ausführlicher.