Stadtgrün. Für besseres Klima in der Großstadt und Geborgenheit zu Hause.

Fassadengrün für besseres Klima in der Stadt

Es ist heiß. Nein, ich jammere jetzt nicht. Wozu auch? Ich schätze, dass unser Klima sich drastisch verändert und dass das die Quittung ist für unser maßloses Verhalten, der Natur immer mehr zu entnehmen als zurück zu geben oder zu erhalten. Nachher werde ich den Vögeln wieder Wasser runter bringen. Das ist wahrscheinlich alles, was ich tun kann.

In meinem Park gegenüber mussten Jahrhunderte jetzt alte Bäume gefällt werden. Inzwischen fiel auch der knorrige, dicke Baum, den ich immer vom Küchenfenster sehen konnte. In diesem Jahr hatte er es nicht einmal mehr geschafft, Blätter zu bilden.
Dem Stadtförster habe ich ein Weilchen zugesehen. Vorsichtig setzte er die Säge an. Fast liebevoll ging er mit dem alten, kranken Baum um. Mich hat das sehr berührt, aber auch traurig gemacht.
Wir werden uns mit vielem umstellen müssen.

Fassadengrün und Klima
So möchte ich gerne wohnen und gebe den Traum auch nicht auf.

In Schulpforta habe ich viele Gebäude gesehen, die bewachsen waren. Man wusste früher schon, dass Fassadengrün das Klima in den Häusern verbessert. Kleinstlebewesen bietet es Lebensraum und die Luftverbesserungen sind nachgewiesen. Und falls sich mal ein Käfer in die Wohnung verirrt, kann man den wieder nach draußen befördern. Dort fühlt er sich nämlich eh wohler.
Vielleicht sollten wir endlich damit anfangen, so lange noch Zeit ist. Wenn wir weiter so wirtschaften reicht es auch dafür nicht mehr. Dann haben wir hier trockene, verbrannte Erde und vielleicht ab und zu eine Agave.

Ich würde indes gerne meinen Balkon zuwachsen lassen oder mir wünschen, dass es vom Mieter über mir herunter wächst. Die Fassade darf ich nicht beschädigen, so muss ich warten, bis vielleicht mein Vermieter auf eine Idee kommt. Hach, im großen Stile angewandt würde sich nicht nur das Klima auf meinem Balkon oder in meiner heißen Wohnung verbessern.

So wie auf dem Bild würde ich gerne wohnen. Unten würde eine Bank stehen. Da würde ich meine Wolle zupfen und alles heraussuchen, was ich nicht drin haben möchte. Körner vom Kraftfutter, die sich in die Wolle verirrt haben, bekämen die Vögel. Und oben auf dem Balkon würde mein Spinnrad stehen. In Dörfern gibt es bestimmt noch solche Ecken. Und ganz gebe ich meinen Traum noch nicht auf.
Auf dem Balkon kann ich heute nicht spinnen. Dort ist es trotz Sonnenschutz heiß wie im Backofen.

Gerade wollte ich meinen Vögeln Wasser bringen. Irgendjemand hatte meine Gefäße schon ausgespült und mit frischem Wasser gefüllt. Wenn ich also mal wieder gar nicht laufen kann, muss ich mir um dieses Wasser keine Sorgen machen. Meines haben nun heute die kleinen Essigbäume bekommen.
Danke an den Wasserspender. Vielen Dank.