„Perlengarn“ – meine Anleitung. Perlen einarbeiten und gute Wolle spinnen.

"Perlengarn" - meine Anleitung. Perlen einarbeiten und gute Wolle spinnen.

Mein Perlengarn ist fertig gesponnen und auch schon mal zur Probe gestrickt. Weil es gut geworden ist, habe ich meine Anleitung unter dem Titel „Perlengarn – meine Anleitung“ aufgeschrieben. Vielleicht will es ja mal jemand nacharbeiten und bekommt so einen kleine Anregung. Letztendlich muss man probieren und wieder probieren, bis man die Variante Garn hat, die den eigenen Vorstellungen entspricht.

Das Perlengarn ist fertig und das nächste Effektgarn schon geplant und vorbereitet.

Es gibt mich noch!
Ich war beschäftigt mit meinem blöden Rheuma, mit der Vorbereitung auf notwendige Ämtergänge, mit der Erhaltung von Mobilität und überhaupt Beweglichkeit. Wenn dann die Ideen trotz allem fließen und ich sie auch umsetzen kann, ist alles gut.

Mein Perlengarn (nicht Perlgarn) habe ich fertig. Es war eine ganz nervige Piepelei, aber die hat sich gelohnt.
Ich hatte mehrere Möglichkeiten ausprobiert, die Perlen in das Garn zu bekommen. Für eine, bei der die Perlen gleich beim Spinnen ins Garn kommen, habe ich mich entschieden.

„Perlengarn“ – meine Anleitung

  1. Für ein zweifädiges Garn habe ich eine Spule dünnes Garn mit etwas mehr Drall gesponnen und bei Seite gelegt.
  2. Der Faden für die zweite Spule ist genauso dünn. Auch er hat etwas mehr Drall. Nach ca. 80 cm Garn auf der Spule habe ich den Faden zerissen (das getan, was man sonst ja überhaupt nicht mag beim Spinnen). In der einen Hand habe ich den Faden festgehalten, damit die Spannung drin bleibt..
  3. Eine Perle wird auf eine dünne Häkelnadel gesteckt und das gerissene Fadenende durch die Perle gezogen.
  4. Man kann nun die Perle einfach so auf dem Faden liegen lassen und hat dann mehr Spielraum, sie beim Stricken an die Stelle zu schieben, die einem genehm ist. (Niemand will eine pieksige Perle bei einer Armstulpe auf der Haut. Dann doch lieber obenauf.)
  5. Ich habe die Perle verknotet, da ich befürchtete, Probleme mit dem Einzugsloch und dern Haken am Spinnflügel zu bekommen, die so gar nicht auf Effektgarne eingerichtet sind. Dazu habe ich die Perle mit einer Hand fest- und im Faden die Spannung weiter gehalten. Aus dem Fadenende habe ich eine Schlinge um die Perle gelegt. Festziehen, fertig.
  6. Am verbleibendem Ende habe ich wieder ganz normal angesponnen, bis die nächste  Perle kommen sollte. Dann musste der Geduldsfaden wieder reißen.
  7. Ist auch diese Spule voll, werden die Fäden beider Spulen miteinander verzwirnt. Nehmt euch damit viel Ziet, so dass die Perlen gut im Garn liegen und ihr ein ausgewogenes Garn erhaltet.

Tipp: Plant euer Strickstück gut, damit ihr die Abstände zwischen den Perlen gut organisieren könnt. Am Anfang  der Spule habe ich ein längeres Stück ohne Perle gesponnen, weil man beim Maschen aufnehmen nicht auch noch mit Perlen kämpfen möchte.

Die Strickprobe

Die Strickprobe hat mich überzeugt.
Das Perlengarn ist fertig und das nächste Effektgarn schon geplant und vorbereitet.

Von der Wolle der Leineschafe bin ich jedes Mal wieder begeistert. Sie ist so herrlich weich und blütenweiß! Ich bleiche sie nicht; sie ist wirklich so. Alle Mühe, die Wolle zu säubern und zu waschen ist jetzt fast vergessen. Für mich ist es ein großes Glück, dass ich sie haben und verarbeiten kann.

Mir gefallen aber auch die Perlen mit unterschiedlichen Formen und Größen in der Wolle. Ich habe schon einen Händler gefunden, der ähnliche Perlen anbietet. „Perlengarn“ mache ich bestimmt noch mal. Die Wolle ist so weich, dass auch mein Knoten zum Perlen fixieren nicht auffällt.
Das Strickstück gefällt mir und es fasst sich auch gut an. Vielleicht zeige ich es mal, wenn das fertig ist, was ich geplant habe.

So lange mein Ideenkästchen nicht leer wird und bleibt, ist mir nicht bange. Meine Anleitung unter dem Titel „Perlengarn – meine Anleitung“ ist abgelegt und das nächste Wollprojekt schon in Vorbereitung..
Vieles hat sich geändert für mich in der letzten Zeit. Die Liebe zu Schafen, zu ihrer Wolle und allem, was damit zusammen hängt – das alles wird mir erhalten bleiben und es wird mich erhalten.