Mit dem Spinnstübchen nach draußen und am Abend „Klassik Open“.

Blumen gab es heute im Spinnstübchen.

Es ist nicht mehr so heiß. Heute regnet es sogar. Mein Spinnstübchen kann ich nach draußen verlegen, auf den Balkon. Dort ist es jetzt besonders schön, denn vieles blüht und die Vögel zwitschern richtig laut. Ein richtiges Theater ist das in meinem Innenhof. Manchmal verirrt sich eine Meise auf meinen Balkon, denn dort trocknet Brot für den Hasen, der vor dem Haus wohnt und mir ein bisschen dünn vorkommt.

wenn das Spinnstübchen draußen ist

Es wächst alles fein vor sich hin auf dem Balkon. In diesem Jahr gefällt es mir besonders. Eine Holzhütte mit heruntergezogenem Dach und ganz viele Pflanzen – so wünsche ich es mir für mein Spinnstübchen. Auf dem Balkon ist es aber auch schon ganz schön. Ich möchte ihn nicht missen.

Blumen aus dem Garten

Der kleine Gastjunge war heute mal wieder zu Besuch. Er hat Ferien. Aus dem Garten hat er mir einen Blumenstrauß mitgebracht. Auf dem Balkon habe ich auch noch Tomatenpflanzen stehen. Das mache ich aber nicht wieder, denn im Garten kann das viel besser wachsen. Hier wird es nur noch Kräuter und Bienchenzeuchs geben.

erste Ernte aus dem Garten

Die erste Ernte trudelt bei mir ein, aber eigentlich stimmt das nicht, denn Mangold esse ich schon lange und es nimmt kein Ende, wie mir scheint. Mir kann es Recht sein. Es ist schön, wenn selbstgezüchtete Pflanzen „Früchte“ tragen. Die erste Ernte erinnert mich aber auch daran, dass der Herbst näher rückt und das Spinnstübchen dann langsam wieder in die Wohnung ziehen muss. Draußen allerdings hat es etwas von Ungezwungenheit und Freiheit und das genieße ich sehr.

Am Abend habe ich mir die Nürnberger Klassik Open Air auf dem BR angesehen, nein, eher mehr angehört. „Europa über alle Grenzen“ lautete das Motto. Ich finde es gut, gerade jetzt, wo so manch einer gerne wieder Mauern bauen möchte oder baut. Ach Leute, der Limes konnte das römische Reich nicht abgrenzen und auch die Chinesische Mauer hielt keinen auf. Wir sollten zusammenarbeiten, miteinander handeln und nicht Wirtschaftssanktionen pflegen, Handelskriege gegeneinander führen oder gar Waffen gegen einander einsetzen.

Besonders angetan hatten es mir gestern beim Konzert die Bilder einer Ausstellung von Modest Mussorgsky in der Orchesterbearbeitung von Ravel. Mussorgsky hatte sich durch die Bilder seines Freundes Viktor Hartmann inspirieren lassen und ich habe versucht, diese Bilder zu finden im Netz und  mir anzusehen. Einiges gibt es noch.
Viel schöner wäre es gewesen, ein solches Konzert mal an Ort und Stelle erleben zu können, aber so war es auch ganz schön. Ich habe an meinen Musiker-Vater gedacht, der die Liebe zur Musik in mir geweckt und gepflegt hat. Übrigens, die Nürnberger Symphoniker kommen aus aller Herren Länder und der Dirigent, Kahchun Wong, aus Indonesien.Wie es zusammen gehen kann zeigen Kunst und Musik hier deutlich.

Ich verdrücke mich jetzt wieder auf den Balkon, in mein Spinnstübchen da draußen. Ich habe ein neues Garn am Wickel und habe jetzt inzwischen auch eine Idee, was ich mit den Strickproben am Ende mache. Na dann, auf geht’s.