Von unguten Gefühlen, Hilfe und einem ganz dicken Trostpflaster.

Rosmarin gehörte zu einem ganz großem Trostpflaster

Manchmal fühlt man sich elend, nackt und hilflos. Ein Scheißgefühl! Und dann kommt ein ganz großes Trostpflaster.

Die amtliche Untersuchung habe ich hinter mich gebracht. Nein, gut fühlen soll man sich da gar nicht. Genau das hat Methode. Ich habe es überstanden, Tränen konnte ich nicht zurückhalten und belastende, ungute Gefühle auch nicht. Heute habe ich ein Gedächtnisprotokoll geschrieben und auch meine  Freundin, die mit war, kann einiges dazu sagen. Ich habe nicht die Absicht, mich klein und hilflos in eine Ecke treiben zu lassen. Das soll aber hier dazu reichen.

Es war wirklich gut, dass sich meine Freundin den ganzen Nachmittag Zeit für mich genommen hat. So konnte ich mich wieder etwas beruhigen. Zu Hause hatte dann eine Nachbarin ein Päckchen für mich angenommen vom Töchterchen, meinem Nordlicht. Sie war in einem Hofladen und hatte vieles gesehen, was mir gefallen könnte. Ich habe ein feines Frühstücksbrett aus dem Dithmarschen, eine schöne Holzarbeit, Schafmilchseife, Schafsköttel (Lakritz), Schaflesezeichen und -beutel und einem ganz lieben Brief. Jetzt kamen mir wieder die Tränen an diesem Tag. Diesmal aber aus Ergriffen- und Dankbarkeit.

Das ist Rosmarin aus Töchterchens Garten. Ich bin bekennender Rosmarinliebhaber. Meine Tochter weiß das und versorgt mich immer gut mit Rosmarin. Der Strauch scheint auch zu wissen, wie sehr er gebraucht wird, denn er wächst in jedem Jahr ein bisschen größer.
Ich habe mich sehr gefreut und den Rosmarin gleich „gemörsert“. Nun ist mein Gewürzgläschen wieder gut gefüllt. Vorerst. Das alles ist eigentlich weit mehr als nur ein Trostpflaster.

Ich freue mich sehr, dass ich meine Kinder habe und Freunde. Ihr Lieben, ohne euch würde ich so vieles nicht durchstehen. Eines braucht man nämlich immer – das Gefühl nicht alleine kämpfen zu müssen, gebraucht zu werden und geachtet zu sein. Ihr gebt mir dieses Gefühl jedesmal wieder zurück, wenn es verloren zu gehen droht.
Dafür möchte ich euch Danke sagen.