Die Zeit für Wintervorräte. Marmelade aus Aprikosen.

Zeit für Wintervorräte

Still ist es bei mir. Ich nutze die Zeit, um wieder Pläne zu machen, Wintervorräte anzulegen und auch um neue Garne zu spinnen. Ruhe brauche ich ungeachtet dessen gerade sehr.

Das war eine blöde Woche und mit manchem komme ich immer noch nicht so leicht zurecht. Dass es mich noch direkt betraf, ist nur das eine. Als Lehrer und später als Hortner war ich immer bestrebt, Selbstbewusstsein aufzubauen, Verständnis zu zeigen und auch mal zu trösten. Nie, aber auch nie wäre ich auf die Idee gekommen, jemand „zu brechen“, damit sich bestimmte Ziele leichter und ohne Widerstand durchsetzen lassen. Ich verstehe einfach nicht, wie so etwas Methode haben kann. Das wird mich noch ein Weilchen beschäftigen, garantiert. Es lässt sich nicht einfach so ein Haken dran setzen.

Am besten gelingt es mir, bestimmte Dinge zu verarbeiten, wenn ich mich beschäftige. Zu tun habe ich immer genug und Langeweile kenne ich nicht.
Ich habe Aprikosen geschenkt bekommen und mich gleich daran gemacht, Marmelade zu kochen nach einem Rezept, was sich schon bewährt hat. Es ist ein einfaches Rezept, ohne großes Drumherum. Geschmeckt hat es bisher jedem und manchmal ist weniger eben mehr.

Wintervorräte: Marmelade aus Aprikosen

So langsam füllen sich meine Wintervorräte auf. Aus meinen gehäckselten und getrockneten Gemüse und Kräutern entstand heute schon mal die Grundlage für einen deftigen Linseneintopf. Dem Gastjungen hat es geschmeckt und der ist sehr kritisch. Und so haben wir gut gegessen, ohne Fleisch.

Ach ich brauche jemand, mit dem ich stricken kann und den es nicht stört, wenn ich einerseits dauernd über die Schulter schaue und andererseits Weltmeister im „Löcher in den Bauch fragen“ bin. Zum Stricken bin ich nämlich noch gar nicht groß gekommen in diesem Jahr. Ich habe damit zu tun, Wolle nach meinen Wünschen zu spinnen und zu färben. Diesmal soll es ein Knotengarn werden. Es ist schon verrückt: Knoten treiben einen als Spinnanfänger Schweiß auf die Stirn und jetzt knote ich ganz bewusst anstatt glattes Garn zu spinnen. Ich muss gestehen, so einfach wie es klingt ist es nicht. Zeigen werde ich es bestimmt wieder, aber noch bin ich am Probieren, was die beste Technologie ist mit einem mir genehmen Ergebnis.

Meine Wolle gehört doch eigentlich auch in die Kategorie „Wintervorräte“, oder? Ich freue mich indessen sehr, dass ich sie habe und dass ich so etwas kann. Eigentlich ist das doch ein Grund, den Kopf wieder nach oben zu nehmen. Und wisst ihr was? Im Winter möchte ich nach Wacken fahren. Nun gerade und zudem überhaupt nicht leise.