Pflaumen, Pflaumen, Pflaumen! De Pflaum’nschwemme muss bewältigt werden.

Herzilein in der Pflaumen-Schwämme

Ein Gartennachbar hat Pflaumen verschenkt. Als ob es bei der Wärme nichts besseres gäbe, stehe ich hier mit einem Handtuch um den Hals und versuche, der Pflaumenschwemme (Pflaum’nschwemme) gerecht zu werden. Ich putze, schneide, koche ein.

viele Pflaumen wollen verarbeitet werden

Am Mittwoch wird ein Dürrgerät bei mir einziehen. Trockenpflaumen – das wäre es! Für meine vielen Pflaumen im Moment kommt es indes zu spät. Sind die Früchte erstmal vom Baum, dann muss die Verarbeitung zügig gehen.

Die Pflaumen aus Nachbars Garten sind garantiert Bio. Hier wurde nichts Giftiges verspritzt und auch nichts anderswie gepanscht. In diesem Jahr sind die Pflaumen kleiner. Die wochenlange, monatelange kann man schon sagen, Dürre macht sich bemerkbar. Dafür gibt es aber viele und kaum Maden und andere Untermieter.

Also sitze ich nun mit einem Handtuch um den Nacken und verarbeite Pflaumen. Ich koche sie ein und sehe im Moment mal wieder aus als würde ich am Hochofen arbeiten. Egal, das geht vorbei. Es macht schon Mühe, ja. Auch sind meine Finger verfärbt und in den Finger geschnitten hab ich mich auch schon. Das alles nehme ich in Kauf. Ich freue mich riesig, wenn ich meine Schätze dann betrachte. Feine Vorräte für den Winter sind das. Jetzt habe ich keine Zeit, aber auf die Hefeklöße mit Pflaumen freue ich mich jetzt schon. Sie werden nochmal so gut schmecken, denn es steckt meine Arbeit drin. An den Tisch werde ich mich dann frisch frisiert und aufgerüscht setzen. Garantiert. 🙂

Solche Exemplare sind viele im Korb. Die Pflaumen hingen so dicht am Baum, dass sie einfach zusammenwuchsen.
Meine Mucke ist das nun wahrlich nicht, aber ich hocke gerade am Küchentisch und singe aus voller Kehle: „Herzilein, du musst nicht traurig sein …“ Ich höre so was nie und doch ist es erstaunlich, dass ich Textfetzen davon im Kopf habe. Wahrscheinlich merkt sich meine Denke alles, was nach Text klingt. (Bei Zahlen ist sie sperrig wie eine alte Ziege.) Um so mehr freue ich mich jetzt schon auf die „WACKEN WINTER NIGHTS“ im Februar 2020, auf Corvus Corax, SUBWAY TO SALLY, Schandmaul, Heidevolk und all die anderen Bands.

So, jetzt gehe ich wieder zu meinen Pflaumen. Ich wünsche mir einen Keller wie in einem alten Bauernhaus. Dann würde ich auch noch Pflaumenschnaps ansetzen. Da mein Platz aber arg beschränkt ist und ich keinen Alkohol trinke (freiwillig), fällt das aus. Zu Essen brauche ich heute nichts, ich habe Obsttag heute. Und Kuchen werde ich bestimmt auch noch backen.
Egal, was mir morgen der Tag für Ergebnisse nach den Landtagswahlen bringen wird, ich werde mir nicht die gute Laune verderben lassen, denn ich werde sie noch brauchen. Ich bleibe hier und werde keinesfalls den Kopf in den Sand stecken.
Ohhhh, die Pflaumen rufen. Jaja, ich komm ja schon! (Himmelnochmal, so ein Gehetze! Bei der Dämse!)