Der Tag danach. Ein Poltergeist und ein Erntefest auf dem Balkon.

Erntefest auf dem Balkon

Am Tag nach den Wahlen feiere ich ein kleines Erntefest. Die Wahlen hake ich jetzt ab und versuche mich zu orientieren und einzurichten. Es wird jetzt viel geredet, gedeutet, mit Fingern gezeigt … Ich habe keine Lust darauf. Meine Nacht war allerdings nicht gut, denn ich kam einfach nicht zur Ruhe.
Und als ich dann doch so am Einschlafen war, wurde ich durch einen argen Krach geweckt und saß erstmal wieder im Bett.

Meine Katze ist ein ganz verschmustes und liebes Tier. Sie ist aber auch schrecklich dusselig. Nachts schlich sie in mein Bett, fletzte sich neben mich  und fing an sich zu strecken. Irgendwann purzelte sie einfach aus dem Bette, rumste auf den davor stehenden Hocker, der gegen den Schrank polterte. Himmel, nee! Ich dachte zuerst, das Haus fällt ein. Penny war auch schon öfter von der Tischkante gekippt. Es war also nichts Neues, was sie da veranstaltete. Aber, ehrlich, muss das mitten in der Nacht sein?

Erntefest auf dem Balkon

Nun sind auch auf meinen Balkon die ersten Tomaten reif und es ist Zeit für ein kleines, privates Erntefest. In meiner alten Heimat heißt das „Ahrnpredchd“ (Ährenpredigt) oder „Arntefast“. Ich habe keine Ahnung, wieso mir das jetzt immer im Kopf herum geistert und mich nicht los lässt. Vielleicht muss ich einfach mal in Bälde dahin.

Na, jedenfalls gab es heute bei mir Tomaten mit Basilikum und es war lecker. Trotzdem baue ich keine Tomaten wieder auf dem Balkon an. Die Pflanzen waren übrig geblieben und ich konnte sie nicht einfach so wegwerfen. Eine Zierde sind sie allerdings nicht gerade. Mein Balkon ist nicht sehr groß und im nächsten Jahr werde ich mich noch mehr auf Bienchenzeuchs und Kräuter konzentrieren. Im Garten übrigens machen sich die selbstgezogenen Tomatenpflanzen prima.

Paprika vom Balkon

Paprika werde ich allerdings wieder anbauen. Die Pflanzen standen in der fürchterlichen Hitze in der prallen Sonne auf der Brüstung. Mein Vorhang reicht nicht über die gesamte Balkonlänge. Die Paprikapflanzen hatten aber wahrscheinlich ihr optimales Klima gefunden. Die Blätter behielten ihr schönes sattes Grün und die Früchte glänzen wunderbar in der Sonne.
Ich habe allerdings die Penny im Verdacht, dass sie das Blatt abgebissen hat.

Trocken ist es immer noch bei uns. Kein Tropgfen Regen fiel. Die Vegetation um mein Haus herum sieht schrecklich aus. Ich werde mich eben, auch was die Pflanzen betrifft, etwas umorientieren müssen, auf dem Balkon und im Garten. Den Gartenbesitzer habe ich überredet, an die Wand zum Schuppen einen Feigenbaum zu pflanzen. Im Winter steht er dort geschützt, im Sommer hat er volle Sonne. Und im Schuppen bleibt das Bier schön kühl. Jaja, einpaar ordentliche Argumente braucht man schon immer, gell?

So, ich setze mich noch ein bissel raus. Dass es nicht mehr so warm ist, empfinde ich als Segen.