Herbstliches, getrocknetes Obst und Vorbereitung auf die Märchenzeit.

Herbstliches

Es lässt sich nicht mehr wegdiskutieren: Herbstliches ist nicht mehr zu übersehen. Und ich habe meine Beschäftigungen und den Mut gefunden, ein neues Projekt anzugehen.

Bei mir ist die Dürre zu Hause

getrocknete Apfelringe

Bei mir ist in dieser Woche ein Dörrgerät eingezogen. Lange habe ich mich mit den Dingern beschäftigt, um ein Passendes zu finden, bei dem sich auch noch der Stromverbrauch arg in Grenzen hält. Ich denke, ich habe es gefunden. Die ersten Apfelringe sind gemacht, ein feines Früchtchen für Zwischendurch.

Natürlich werde ich im Sommer weiter die Wärme auf meinem Balkon nutzen, um dort Kräuter und anderes zu trocknen. Das ist das Einfachste. Und doch gibt es gerade im Herbst genügend Obst und Gemüse, wo die Sonne und Wärme draußen nicht mehr ausreichen. Für manches reicht sie eh nie, wie zum Beispiel bei Dörrfleisch. Meine Fleischbrühe will ich mir auch noch selber machen, so wie ich Granulat für Gemüsebrühe schon fertig habe. Mit dem Dörrgerät ist das nun kein Problem mehr.

Vieles möchte ich selber herstellen. Nein, nicht weil ich eine bestimmte Philosophie predigen will, sondern weil ich es einfach viel besser vertrage. Ich habe dann mal angefangen, mich damit zu beschäftigen, was alles so in Fertiggerichten und Konserven drin ist. Die Fertigungsprozesse müssen schnell gehen, also beschleunigt man sie. Das Zeug muss in großen Mengen hergestellt werden und lange haltbar sein, also müssen entsprechende Zusätze rein. Geschmacksverstärker dürfen natürlich auch nicht fehlen. Und das alles vertrage ich immer weniger. Als Kind habe ich mich immer davon ernährt, was Garten und umliegende Felder so hergaben. Ich habe mich immer damit gebrüstet, einen Drahtmagen zu haben, einen der nichts übel nimmt. Seit ich wieder bewusster lebe, wird er wieder „drahtiger“.
Ich habe die Zeit, mich mit meinen Konserven und meinem Essen zu beschäftigen. Also tue ich es.

Herbstliches und ein Salbei-Zwerg

Herbstliches

Ach ja, mein Salbei ist noch ein Zwerg. Ich wollte ihn eigentlich noch in den Garten pflanzen, bin aber jetzt ganz unsicher, ob er das mag und verträgt. Vielleicht sollte ich ihn lieber auf Balkonien überwintern lassen, aber dann muss ich Sorge tragen, dass der Topf nicht durchfriert. Ich werde rauskriegen müssen, was für mein Pflänzchen das Beste ist.

Salbei ist eine Pflanze, die ich nicht missen möchte, in der Küche nicht und als Heilpflanze gleich gar nicht. Von ihr werde ich erzählen, wenn ich im November als Kräuterhexe beim Literaturtreff Grünau unterwegs sein werde.

Vorbereitung auf die Märchenzeit

Mich ärgert es sehr, wenn ich in der Zeitung lese, dass es gerade in meinem Wohngebiet Kinder gibt, die nach der Grundschule nicht richtig lesen und schreiben können. Eltern, die es sich leisten können, schicken ihre Kinder auf Privatschulen. Und er Rest? Fragezeichen.
Ich habe mir nun in dieser Woche ein Herz gefasst und bin in meine Stadtbezirksbibliothek „gekrückt“. Dort habe ich angesprochen, was mir Sorge macht und bin auf offene Ohren gestoßen. Nun wollen wir Märchennachmittage machen, am Spinnrad, mit Plaudern und Erzählen von Märchen und Geschichten und natürlich ausgiebigem Stöbern in den Beständen der Bibliothek. Kennenlernen wollen wir uns und natürlich auch lesen. Vielleicht regelmäßig.

Ich bekomme dafür kein Geld, aber ich möchte, dass unsere Welt ein bisschen wärmer und gemütlicher wird und dass es nicht immer um Wachstum, Gewinnoptimierung und Kostenersparnis geht. Nein, ich bin kein besserer Mensch als andere. Ich fühle mich auch nicht so. Ich habe nur einfach Zeit, mit dem Spinnrad und dem Märchenbuch unterwegs zu sein.

Und jetzt trinke ich meinen Tee: Dithmarsches Dünenfeuer. Das ist mal etwas feines Herbstliches.
Wollt ihr auch einen?