Die große Weltpolitik und mein winzig kleiner Beitrag.

Herbststimmung

Manchmal möchte ich nichts mehr hören von der großen Weltpolitik, weil mir so vieles gehörig gegen den Strich geht. Eine Lösung wäre das nicht und deshalb informiere ich mich weiter und versuche, auf meine Weise Einfluss zu nehmen. Ich weiß, dass ich nur ein ganz kleiner Wicht bin, aber viele kleine Wichte können schon etwas ordentlich untergraben.

Nein, es muss nicht alles so bleiben

Heute bin ich endlich mal dazu gekommen, mir in der Arte Mediathek die Dokumentation über BlackRock anzusehen. Ach, ganz viel Neues war es nicht. Das meiste wusste ich schon. Was aber dann sehr interessant war, war die anschließende Diskussion unter Freunden.
„Da kann man eh nicht dagegen ankommen und etwas ändern“, meinte ein Freund. Oh, doch. Ich habe da schon Ideen. Allerdings darf man nicht erwarten, dass man das Kapital und seine unsägliche Gier nach noch mehr Profit kontrollieren und reglementieren kann. Unter gegebenen Umständen hat der Freund Recht.

Genau da hinein platzte die Meldung, dass der ehemalige sächsische Ministerpräsident Tillich erst in der Kohlekommission saß und ab heute Vorsitzender des Aufsichtsrates der Mibrag ist. Ein Schelm, der Arges dabei denkt. Mir stinkt das gewaltig nach Lobbyismus.

Und wie komme ich zurecht?

Die große Weltpolitik ist das eine, was gefiltert und verarbeitet werden muss.. Das andere ist, wie ich selbst zurecht komme in einer Welt, die nicht für mich gemacht ist und in der ich jeden Cent zweimal umdrehen muss.
Ich komme zurecht! Mir geht es gut, anderen auf dieser Welt überhaupt nicht. Auch bin ich nicht hilflos oder unglücklich. Es gibt so viel Interessantes und so viele Projekte, die ich noch stemmen möchte.

Meine Bemühung, vieles selber zu machen, trägt bereits „Früchte“. Heute habe ich wieder Gemüse getrocknet für den Winter. Den Härtetest hat meine „Gemüsebrühe“ schon bestanden. Obst habe ich eingekocht, Kräuter getrocknet zum Würzen und für die Hausapotheke, Brot backe ich wieder selber und auch Brotaufstriche und Soßen kommen aus eigener Produktion, also aus meiner Küche. So weiß ich, was drin ist und bares Geld spart es auch noch.

Ich kaufe nichts mehr, was erstmal um die halbe Welt gekarrt wurde. Auch keine Schafwolle. Regional und saisonal möchte ich es haben.

Wolle statt Plastik

Meine Güte, wie viele Studien und Untersuchungen muss es noch geben, um zu zeigen, was in den Klamotten drin ist, die wir tragen. Kleine Kinder haben Mikroplastik im Blut. Manch eine hoch gepriesene und teure Funktionskleidung ist nichts anderes als eine krankmachende Umweltsünde.

Liest man mal über die Eigenschaften von Schafwolle, dann könnte man glauben, dass es sich um einen neuen textilen Hightech-Stoff handelt. Ich bedauere das außerordentlich, dass heimische Schurwolle weggeworfen, kompostiert, verbrannt wird. Stattdessen importieren wir Wolle. Naja und Textilien auch, meist viele und billige.

Ich habe bei ZVAB (Zentralantiquariat) ein Buch mit Strickanleitungen für Pullover gefunden und erworben. Schafwolle zu verarbeiten war schon mal Mode. Und nun sitze ich und mache die Anleitung für mich passend. Gefärbt ist meine  Schafwolle übrigens mit den Blättern des Essigbaumes vor meinem Haus. Die Farbe passt prima zur Herbststimmung und macht gute Laune.

Wolle statt Plastik: Kleidung selber machen.
Den kleinen Kerl, den Igel, habe ich geschenkt bekommen. Sollte in der Gartenanlage mal solch ein kleines Kerlchen ohne Mutti gefunden werden, dann päppele ich den groß. Versprochen. Jetzt gibt es erstmal einen Unterschlupf und Futter für die Igel, damit sie über den Winter kommen.