Das Kromski Minstrel. Anspinnen am neuen Spinnrad und erste Bewertung.

Anspinnen am Kromski Minstrel

Heute war es so weit. Mein lieber Helfer hat mein neues Spinnrad aufgebaut – mein Kromski Minstrel. Ich konnte das Anspinnen kaum erwarten. Die letzen Handgriffe waren kaum getan, da habe ich mich drangesetzt und den ersten Faden gesponnen.

Ein zauberhaftes Spinnrad ist es wirklich, richtig gut geeignet, um sich dran zu setzen und Märchen und Geschichten zu erzählen.
Der Aufbau ging ganz gut. Es war ein bisschen wie IK*A-Möbelaufbau, aber dann stand es. Spinnt es aber auch gut?

Zuerst habe ich das Rad mal mit Öl versorgt an den Stellen, an dem es nötig ist. Besonders die Lederaufhängung der Spule hatte es nötig. Sie war ja neu und blitzeblank. Dann habe ich meinen Anspinnfaden an der Spule angebracht und los ging es.

Das Rad läuft leise und sehr leicht. Es ist nicht nötig, mit vollem Kraftaufwand zu treten. Nichts knarzt oder quietscht, bremst oder klemmt. Es surrt und schnurrt. Fein ist das.

Man kann das Kromski Minstrel zweifädig betreiben, aber auch ganz schnell umstellen auf einfädigen Betrieb mit Spulenbremse. Bei den modernen Spinnrädern kann man das entscheiden, je nach dem, ob man ein straffes Lacegarn haben möchte oder ein dickeres, weiches Garn. Ich habe mich erstmal für zweifädigen Betrieb entschieden, weil ich wieder ein dünneres Garn haben möchte, so wie ich das Projekt schon an meinem anderen Spinnrad schon begonnen habe. Mal sehen, wie das fertige Garn letztendlich wird. Eine Probe, bei der ich den Faden mit sich selbst verzwirnen lassen habe, zeigt ein gutes Ergebnis.

Anspinnen am Kromski MinstrelEine Zwirnvorrichtung ist am Rad angebracht. Gut finde ich den zusätzlichen Wirtel. Damit schafft das Kromski Minstrel eine ganz ordentliche Spanne an Übersetzungen und bietet die Voraussetzung für das Spinnen recht verschiedener Garne. Da ist schon ganz ordentlich Bums dahinter.
Zubehör zum Rad gibt es reichlich, zum Beispiel einen Flachsrocken oder extragroße Spulen für besondere und ganz dicke Garne.

Zum Spinnrad gibt es als Zubehör eine Tasche für den Transport. So ist es sicher untergebracht. Wie einen Rollkoffer kann man es hinter sich herziehen und bringt in der Tasche auch noch allerlei Zubehör unter in verschiedenen Fächern. Sich ein Reisespinnrad anzuschaffen ist nicht nötig. Mit der Tasche klappt der Transport sicher und gut.

Ich bin sehr froh, dass ich mich für das Spinnrad entschieden habe. Mein Bisheriges war ein Lehrspinnrad. Es hat mich sowohl das Spinnen erlernen lassen, als auch mich viele Jahre begleitet und mit mir unterschiedliche Projekte abgearbeitet. Alle Transporte – und die waren manchmal sehr gewagt – hat es gut überstanden, mich ganz oft auf Reisen begleitet zu verschiedenen Veranstaltungen.
Das Spinnen, die Erhaltung alter Handarbeitstechniken, ist bei mir nicht mal so eine Laune. Ich bleibe dabei, möchte die Techniken zeigen und meine Spinnradgeschichten erzählen. Ich denke, das Kromski Minstrel und ich werden gute Freunde werden, über viele Jahre.