Ein Besuch an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig

Hochschulmief atmen!
Am vergangenem Sonntag war ich zu Besuch in der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. In allen Räumen, auf den Gängen, vom Keller bis zum Dach, konnte man sich ansehen, mit was sich die Studenten in ihrer Ausbildung beschäftigen und wie die Ergebnisse aussehen. Die Hochschule, 1764 gegründet, ist eine der ältesten Kunsthochschulen in Deutschland. Leipzig war mal Buchstadt. Im Jahr 1900 wurde die Leipziger Kunstakademie in die Königliche Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe umgewandelt, heißt jetzt Hochschule für Grafik und Buchkunst. Namhafte Künstler unterrichteten hier, wie Bernhard Heisig, Werner Tübke, Max Schwimmer, Neo Rauch um nur einige zu nennen.

Es waren viele Leute unterwegs an diesem Sonntag, und ich habe mich unter den vielen jungen Leuten recht wohl gefühlt. Gerne wäre ich mit den Studenten ins Gespräch gekommen, hätte ihnen beim Arbeiten zugesehen, aber das war wohl nicht vorgesehen. Schade.

Der Besuch hat mir aber auch bestätigt, dass es immer harte Arbeit ist, die zu einem guten Ergebnis führt, aber auch, dass  überall mit Wasser gekocht wird. An einer Stelle war ich richtig erschrocken. Ich dachte, dort hat jemand Skizzen aus meinem „Kriekelblock“ aufgehängt. Aber andere kriekeln auch, bevor es ans Eigentliche geht.

Danke an Wolfgang für das Bild. Ich hatte die Kamera vergessen.

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Mit Block und Stift unterwegs. Gesehen in der Georg-Schwarz-Straße.

Ich weiß nicht, wieso mich solche Bruchbuden magisch anziehen?
Als ich am Sonntag in Leipzig war, beschloss ich, das Schmuckstück zu zeichnen. Die Plakate hingen genau so an dem alten Haus, nur den Inhalt habe ich neu erfunden. 😀

Sehen kann man das Haus in der Georg-Schwarz-Straße. Dort sind die meisten Häuser  wunderschön wieder hergerichtet, und da merkt man erst einmal, wie schön sie sind mit ihren vielen Verzierungen. Mein Haus schläft halt noch ein bisschen.

Nachtrag: Das Haus ist inzwischen saniert und sieht gut aus. Ich werde wohl nochmal zeichnen müssen.

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Mein Großvater, Sozialdemokrat und Kriegsgegner.

Das war mein Opa, und er zwang keine Familienmitglieder in eine Konfession. „Sie sollen sich frei entscheiden, wenn sie alt genug sind und selber denken können“, meinte er.
Im ersten Weltkrieg belastete ihn ungemein, dass auf dem Koppelgürtel stand: Für  Gott und Vaterland. Nein, dafür lag er nicht in der Scheiße.

Im zweiten Weltkrieg gab er sein HiFi-Radio nicht ab, wie angeordnet. Während der schrecklichen Bombenangriffe, saß er unter einem Federbett mit seinem Radio, während seine  Familie im Schutzraum saß. Er hörte die Nachrichten von Radio London und Radio Moskau und schrieb alles sorgfältig auf.
Am nächsten Tag nahm er die Schnitten mit Harzer Roller, den er als Schwerarbeiter im Tagebau erhielt statt Wurst und Fleisch, packte seinen Nachrichtenzettel dazu und die von Freunden und lieben Nachbarn gegebenen Wollsocken und Pullover, und legte alles an die Gleise im Tagebau, nicht weit von seinen Weichen, die er dort zu stellen hatte. Ein Aufseher meinte mal: „Otto, mach das wenn ich Dienst habe. Ich kann mich umdrehen, wegsehen. Andere machen das nicht.“
Aufseher? Ja, die gab es, denn im Tagebau arbeiteten russische Kriegsgefangene, bekleidet mit Drillich und Holzpantoffeln. Barfuß. Im Winter.

Und dann war der Krieg vorbei.
Die Russen kamen, und fuhren mit einem Jeep bei meinem Opa vor. Keiner wusste, was gleich passiert. Meine Mutter, eine junge Frau, wurde im Schrank versteckt. Alle hatten Angst.
Sieben Männer kamen ins Wohnzimmer. Einer, ein ehemaliger Kriegsgefangener, ein Russe und vor dem Krieg  Deutschlehrer in Petrograd, bat meinen Opa, sein Radio anzumachen. „Bitte, Otto, wir wollen einmal Radio Moskau hören, die Stimme der Heimat.“ Und dann standen die Männer um das Radio und ihnen liefen die Tränen über das Gesicht. Meine Mutter hatte die Schranktüre einen Spalt geöffnet und weinte auch.

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Eine Zeichnung. „Fauler Zauber“ lauert überall!

„Es macht eine ausgesprochen gute Figur, gnädige Frau.“

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Die Heilkraft der Pflanzen. Tee wiegen mit dem Nachbarskind

Alles „schnupft“ und hustet, und deshalb haben das Nachbarskind und ich beschlossen, dass wir einen Krafttee herstellen. Wie das geht, hatte ich schon mal hier beschrieben.

Das Tolle ist, wir haben wieder etwas zu verschenken. Die Mutti wird sich über das kleine Valentins-Geschenk bestimmt freuen.
Das Nachbarskind wollte erst immer keinen Tee, wenn sie mich besuchte. Jetzt fragt sie immer: „Machen wir uns einen Tee?“ Klar doch! Und weil er nicht nur uns schmeckt, wollen wir eben welchen verschenken.

Bei uns um die Ecke wächst auf einer Wiese herrlich kräftiger Spitzwegerich. Hier fährt kein Auto, keine Tiere sind auf der Wiese. Lediglich Heu wird gemacht. Wenn es richtig Frühling geworden ist, werden wir beide mit dem Körbchen losziehen und Spitzwegerich sammeln. Dann soll der Husten mal kommen!

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Stevia. Die Indianer nannten sie „Caa-Hee“, Honigblatt

Weil es wieder etwas ungemütlicher draußen wird, gibt es im Spinnstübchen Tee. Wollt ihr einen? Dann kommt herein!
Ich wünsche mir den Tee immer schön süß, möchte aber auch kein schlechtes Gewissen wegen der Kalorien haben. Und so muss ich euch von einer interessanten Pflanze erzählen. Die Indianer Paraquays und Brasiliens nannten sie „Caa-Hee“, Honigblatt. Seit 1905 wird die Pflanze „Stevia“ genannt (lat: Stevia rebaudiana Bertoni). Die Pflanze soll auch in unseren heimischen Gärten wachsen, habe ich mir sagen lassen.

Die Blätter der Stevia sind je nach Gegend und Klima 10 bis 30mal süßer als Zucker. Extrakte können die bis zur 400fachen Süßkraft von Zucker erreichen.  (Nein, ich habe mich jetzt nicht verschrieben.) Und das völlig kalorienfrei und ohne den Blutzuckerspiegel negativ zu beeinflussen.
Die Lust auf Süßes ist uns angeboren, schließlich ist keine Tiermilch so süß wie Muttermilch. Auch das Fruchtwasser ist süß. Unsere Liebe zum Süßen und zum Zucker bezahlen wir mit Übergewicht und zahlreichen Zivilisationskrankheiten wie Karies.

Süß schmecken, aber ohne Kalorien, ist nicht alles, was die Stevia zu bieten hat. Sie beinhaltet u.a. Enzyme, Mineralien, Chlorophyll, Vitamine, wirkt leicht stimmungsaufhellend, antifungizid als Pilzmittel und antibakteriell. In den USA ist Stevia Zahnpasten und Mundwassern zugefügt. Es würde aber auch reichen, frische oder getrocknete Blätter zu kauen. Stevia hilft  bei Verdauungsbeschwerden, Hauterkrankungen und Diabetis.

Als ich noch im Reformhaus arbeitete, durfte ich das den Kunden nicht erzählen. Warum? Man sollte die EU und vor allem die Zuckerindustrie fragen. Mit immer neuen fadenscheinigen Argumenten wird eine Zulassung als Nahrungsmittel verweigert, trotz zahlreicher Studien zur Unbedenklichkeit.

(Ich hatte kein Bild von der Stevia. Also habe ich kurzerhand ein Pflänzchen in den Rechner gekritzelt. So ist es wenigstens Meins, Meins, Meins!)

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Schkeitbar im Sonnenaufgang. Die Sonne streichelte die Seele.

Schkeitbar im Sonnenaufgang

 

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Landpartie im Februar, und auf der Sonnenseite.

Räpitz- Leipziger Land

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Merlin lebt! Und zwar in Photoshop. Ihr glaubt es nicht?

Programmierer hinterlassen in diversen Programmen gerne ein kleines Späßchen. Und dann gibt es Anwender, die suchen danach. Und wieder andere bekommen das einfach mit und erzählen es weiter.

Also, wer Photoshop hat, egal ob für den Mac oder den PC, kann sehen wo Merlin lebt. Er braucht nur im Ebenenbedienfeld mit gedrückten Tasten: Apfel/Strg + Alt + Shift auf „Bedienfeld-optionen“ zu klicken. Das bekommt man sogar mit einer Hand noch hin. Merlin erscheint!

Ich finde solche Späße herrlich. Sie lockern jeden Unterricht auf, wenn die Schüler nachmittags um Dreie am Einschlafen sind. Und wenn alle mal herzlich gelacht haben, wird Merlin mit dem Button „Fort mit dir“ wieder in die Versenkung geschickt, oder in die Tiefen von Photoshop, und es geht hochkonzentriert mit tierischem Ernst weiter. 🙂

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Oh, Himmel strahlender Azur.

Die Ballade von den Seeräubern von Berthold Brecht als Ohrwurm.

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