Tag und Nacht. Winter und Frühling.

Bei mir heißt der Birnbaum vor dem Haus immer der Schattenbaum. Im Lichte der Laterne wirft er seinen Schatten.
Es ist noch gar nicht so lange her, da stand er kahl am Straßenrand. Grimmig kalt war es in dieser Nacht.
Jetzt sieht es schon wieder ganz anders aus. Er blüht und hat, gut geschützt durch mein Wohnhaus, den Sturm der letzten Tage gut überlebt. Im letzten Jahr trug der alte Baum eine einzige Birne. Ihre Reife habe ich die ganze Zeit beobachtet. Als ich sie mir holen wollte, war sie weg. :D

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Es hackt wohl? Wenn eine alte Krähe am Rechner hockt.

Es hackt wohl?Ich bin’s diesmal nicht. :D

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Rechner und Internet. Schweinskram.

Gudrun Eberts Zeichnung

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Fensterplatz mit Aussicht. Schkeitbar im Landkreis Leipzig.

Das typische Gassendorf Schkeitbar wurde 1008 zum ersten Mal urkundlich erwähnt unter dem Namen „Zutibure“. Der Name kommt aus dem Slawischen, von Svatobor, was heiliger Hain bedeutet. Ein solcher befand sich an der Stelle der Kirche.
Der Bischoff Wigbert von Merseburg ließ diesen Hain zerstören und eine Kirche zu Ehren des heiligen Romanus errichten. Die sollte zur Abschreckung der heidnischen Kultur und Bräuche dienen. 1742 wurde die Kirche neu gebaut im barockem Stil. Seine romanischen Grundmauern sind erhalten geblieben.

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Cartoon Zollkontrolle.

Verzeiht mir, Jungs!
:D

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Wenn die Vögel schweigen, tut Stille weh.

Viele Jahre habe ich in Leipzig-Grünau gewohnt.
Die erste Zeit war um uns herum der Lärm der Baustelle, dann  eine komische Stille. Irgendetwas fehlte! Na klar, es gab kein Grün, keine Bäume und Sträucher, und  auch keine Vögel.  Heute macht Grünau  seinem Namen alle Ehre.

Eines Tages kommt meine Freundin, die im gleichen Haus zwei Etagen über mir wohnte, ganz aufgeregt und erbost zu mir. Das Leben könnte so schön sein, schimpfte sie, wenn man sonntags ausschlafen könnte und die Vögel nicht immer so laut schreien würden. Ups. Ich hab‘ ihr an diesem Tag versprochetn, dass ich mit den Vögeln reden werde.

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Die Heilkraft der Schlehe.

 

Wenn die Schlehen blühen, werde ich mir Blüten holen.
Die Schlehe zählt zu den ganz zeitig blühenden einheimischen Gehölzen, das heißt, im März schon können die Sträucher in vollster Blüte stehen. Eine alte Bauernregel besagt: Ist die Schlehe weiß wie Schnee, ist’s Zeit, dass man die Gerste säe.
Nicht nur, dass sie ganz vielen Insekten als willkommene Nahrungsquelle dienen, ich werde mir in diesem Jahr auch Gutes tun:

Schlehentee

Aus frischen Schlehenblüten kann man einen Tee bereiten. Schon die Heilkundigen des Mittelalters setzten den Schlehentee zur Blutreinigung ein bei Hautkrankheiten, Gischt und rheumatischen Erkrankungen.
Eine Handvoll Blüten wird mit einem Liter Wasser übergossen. Das Wasser sollte nicht heiß sein, sondern höchstens noch 70 °C haben. Zu heißes Wasser zerstört die Wirkstoffe in den zarten Blüten. Der Aufguss ist immer abzudecken. Von diesem Tee sollte man jeden Tag 2-3 Tassen trinken und die Kur so lange durchführen, wie eben die Schlehen blühen.

Schlehenblütenöl

Meine Tochter hat es mir geschenkt: Schlehenblütenöl von Dr. Hauschka. Das Öl hat meiner Haut so richtig gut getan und deshalb werde ich es in diesem Jahr mal selber herstellen.
Eine Handvoll Blüten werden in ein Marmeladenglas gegeben. Die Schlehenblüten können ruhig etwas gedrückt werden. Danach wird alles mit Mandelöl (alternativ: kaltgepresstes Olivenöl) übergossen. Wer Vitamin E-Kapseln aus der Apotheke hat, kann eine mit dazugeben. Das Glas wird verschlossen, bekommt einen hellen Standort und wird ab und zu mal durchgeschüttelt.  Nach drei Wochen wird das Öl abgefiltert.

Schlehenelexier

Zwei große Handvoll Schlehenblüten werden in ein verschließbares Glas gefüllt. Zwei Eßlöffel flüssiger, milder Honig werden darüber verteilt, und mit  3/4 l trockem Weißwein aufgefüllt. Auch das Gebräu erhält einen hellen Standort und wird jeden Tag ganz vorsichtig durchgeschüttelt. Stehen muss alles mindestens eine Woche lang. Wenn der Honig vollständig gelöst ist, wird abgefiltert. Hildegard von Bingen schwor auf die Heilkraft des Schlehentrunks. Jeden Tag sollte man ein kleines Gläschen davon trinken. Er sollte im Frühjahr ganz neue Krafte wecken und das Immunsystem stärken. (Radikalenfänger sagt man wohl heute dazu.)

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Von Hütehunden und einer „abgerissenen“ Hüterin der Schafe. Aprilbeitrag für Angies Projekt.

Nein, eine Glanzaufnahme ist das nicht. Aber es zeigt drei recht glückliche Lebewesen.

Ach war das eine schöne Zeit. Bevor es an die Arbeit ging, ans Schafe hüten, machten wir erst einmal einen kleinen Gang ins Gelände. Die Hunde konnten  miteinander toben, so wie das alle Hunde tun, konnten in einem See baden, wurden gekämmt. Wir verstanden uns (fast) wortlos. Ich hatte noch nie so eine Innigkeit erlebt.

Manchmal sahen wir aus wie die Strauchdiebe. Die Hunde mussten durch Gelände, die meidet jeder Hundebesitzer. Nach dem Hütetag wurden Fell und Pfoten in Ordnung gebracht und gepflegt.
Und ich? Naja, nicht gerade in Staatsgarderobe, mit Botten an den Füßen, die Frisur saß meist nicht mehr … Aber ich war glücklich.

Irgendwann in meinem Leben musste ich mich mal entscheiden für einen Beruf. Dieser hier war mir nie eingefallen. Leider.

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Veilchen in der Kräuterkunde. „Ein Tag im Frühling ohne Veilchenduft ist ein verlorener Tag.“

Ich habe die ersten Veilchen gepflückt. Es ist fast so, als ob es gerade „Frühlings-Kräuterwochen bei Gudun“ gibt. Viele sind es noch nicht, aber ein Gläschen Veilchenzucker wird es schon. Ich habe einfach eine Handvoll frische Veilchenblüten etwas antrocknen lassen, danach in ein Glas gegeben, mit 250 g Zucker (Puderzucker geht auch) aufgefüllt, und gut durchgeschüttelt. Ein bis zwei Wochen werde ich ihn stehen lassen. Danach wird der Zucker durch ein Sieb abgeschüttet und in eine geschlossen Dose gefüllt.

Die unscheinbaren violetten Veilchen erfreuen uns nicht nur als einer der ersten Frühblüher, sie spielen auch eine große Rolle in der Kräuterkunde, in der Bachblütentherapie, der Aromatherapie, in der Naturkosmetik und in der Parfümherstellung. Die Wurzeln (Apotheke) werden immer noch eingesetzt zur Schmerzlinderung bei Säuglingen, wenn sie die ersten Zähnchen bekommen. Die Blüten sind eßbar und finden sich oft in Salaten wieder oder kandiert als Verzierung von Desserts oder Eiswürfel. (Solche Eiswürfel produziert gerade mein Kühlschrank.)

Hippokrates verwendete Veilchen bei Kopfschmerzen, denn sie enthalten Salizylsäure und Salizylsäuremethylesther. Hieronymus Bock, Hildegard von Bingen, Paracelsus, sogar Kneipp verordneten Veilchenkraut. Paracelsus, eigentlich Theophrastus Bombastus von Hohenheim, sagte: „Ein Tag im Frühling ohne Veilchenduft ist ein verlorener Tag.“

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