Die Neugier auf neues Leben kann so verdammt spannend sein.

Ich bin so froh, dass ich neugierig bin. Neues zu probieren, Neues zu wissen und zu lernen hilft mir ganz oft über so manche Situation hinweg, wenn ich so richtig angefressen bin. Und „angefressen“ bin ich.

neues Leben entsteht

Irgendwann hatte ich mal aufgeschnappt, dass man ein abgebrochenes Blatt eines Affenbrotbaumes einfach in die Erde stecken muss und es wächst ein neues Bäumchen. Mir war ein Blatt vom Affenbrotbaum abgebrochen. Zuerst habe ich mich geärgert. Das Blatt steckte ich dann in die Erde der Mutterpflanze. Dass daraus neues Leben entstehen kann, wollte ich nicht so recht glauben.

mein noch kleiner Affenbrotbaum

Vor zwei Jahren bekam ich einen kleinen Affenbrotbaum geschenkt. Eigentlich war er ein zartes Stielchen mit Blättern. Zweimal habe ich ihn oben an der Spitze abgezwickt und siehe da, er verzweigte sich. Noch findet das Bäumchen Platz auf dem Fensterbrett des Küchenfensters. Bei meiner Tochter, hinter dem großen Teich, wachsen solche Bäume im Garten.

Nun ist es mir passiert, dass ich ein Blatt abbrach. Das tat mir schrecklich leid. Ich will doch, dass es wächst und nicht, dass es kaputt geht. Ich steckte also das Blatt einfach bei der Mutterpflanze in die Erde und hoffte, dass neues Leben entstehen wird.

Jeden Tag schlich ich um den Topf, aber es passierte scheinbar nichts. Ach, ehe ich mir Fäulnis in den Topf hole, nehme ich das Blatt lieber wieder weg. Ich zog und sah gerade noch rechtzeitig, dass sich unten am Blatt eine zarte Wurzel gebildet hatte. Zum Glück sah ich das und bewahrte das Blatt mit der Wurzel vor dem Mülleimer.

Ich beschloss, dem Blatt ein eigenes Töpfchen zu gönnen. Jeden Morgen schlich ich erstmal zu dem Blatt, um nachzuschauen, ob sich da was tut. Und eines Tages wurde ich belohnt. Da sprießte doch was!

neues Leben entsteht

Einige Tage später sah man schon, dass ein kleines, neues Affenbrotbäumchen wächst. Neues Leben entsteht und ich freue mich riesig darüber. Mutterpflanze und das Kleine werden gut behütet von mir.
Inzwischen war mir noch ein Blatt abgebrochen. Die Mutterpflanze bekommt eben langsam einen echten Stamm. Auch dieses Blatt steckt jetzt in Erde und ich bin neugierig und gespannt, ob sich auch hier etwas entwickelt.

Meine Neugier hat mir schon so oft geholfen, kleine tiefe Täler zu durchschreiten. Sie war immer stärker als alles andere und konnte alle trüben Gedanken in den Hintergrund drängen.

Jetzt ärgere ich mich nicht mehr über die Datenkrake FB, über Trump und einen Friedensplan, der keiner ist, über das gehackte Mailkonto einer Freundin, damit man andere abzuzocken kann, …
Morgen schaue ich wieder nach, was mein neues Bäumchen macht. Zu sehen, wie neues Leben entsteht ist eben etwas sehr Schönes.

12 Gedanken zu „Die Neugier auf neues Leben kann so verdammt spannend sein.“

  1. So mache ich es immer mit meinen Bubiköpfen. Einen Topf mit Erde füllen, ein paar Blättchen des alten Bubikopfs einfach oben rauflegen, feucht halten und nach wenigen Tagen regt sich neues Leben. Das zu beobachten, macht wirklich Freude!
    Liebe Grüße schickt Elvira

    1. Ich freue mich immer über so etwas wie ein kleiner König. Bald kann ich wieder sehen, wie in den Balkonkästen die Saat aufgeht. Wie ein kleines Wunder ist das, jedesmal wieder.
      Liebe Grüße an dich.

  2. Hallo Gudrun, auf deinen Fotos sieht man richtig, wie frisch und grün das neue Leben sprießt.
    Schön, wenn dich so etwas von den Widerwärtigkeiten dieser Welt ein wenig ablenkt und glücklicher macht.
    Lieben Gruß von mir

    1. Ich freue mich wirklich immer sehr, wenn ich so eine Kleinigkeit entdecke. Wie aus einem eindachen Blatt eine neue Pflanze entsteht, konnte ich mir nicht vorstellen.An solchen Entdeckungen halte ich mich fest.
      Ich grüß dich herzlich, liebe Clara.

  3. Ja die Neugier ist so wichtig und es freut mich, dass du so ein schönes Erlebnis hattest. Leben sucht sich immer einen Weg heißt es. Und was Facebook betrifft. Nun, dass es, wie auch Google und so vieles andere im Internet eine Datenkrake ist, ist ja nicht neu. Ja, mich nervt es auch. Aber so richtig weg komme ich nicht davon. Allerdings bin ich nur noch sehr eingeschränkt unterwegs und habe weder auf meinen Telefon, noch auf meinem Tablet Facebook als App. Und auch keinen Messenger. Alles Liebe dir

    1. Die Apps habe ich auch entsorgt, liebe Karin und auch so allerlei Verknüpfungen zum Blog oder anderswo hin. Und trotzdem entgeht mal der ewigen Ausschnüffelei nicht. Ich versuche, mich so weit es geht zurück zu nehmen.
      Ach, heute hätte ich wieder mal deinen Strickratschlag gebrauchen können. Mir gefällt immer alles nicht, wenn es fertig ist.
      Liebe Grüße in den Norden

  4. Ach das ist also ein Affenbrotbaum, bei uns heißt der Geldbaum. So einen habe ich auch und nun bin ich froh, dass ich von dir erfahren habe, dass aus den Blättern neue Bäumchen wachsen.
    Neugierde ist durchaus eine starke und wertvolle Antriebsfeder.
    Mögest du sie dir bewahren!
    Herzliche Grüße zum Sonntag von:
    Beate

    1. Der Kleine ist quasi schon verschenkt. Ein Helfer möchte gerne einen haben. Dass es so geht, wusste ich, aber wie es funktioniert, konnte ich mir nicht vorstellen. Ich finde es beachtlich, dass solche Bäume, wirkliche Bäume, bei meiner Tochter im Garten wachsen. Ich muss ihm sein Klima drinnen bieten.
      Herzliche Grüße an dich, liebe Beate.

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