Was tun bei Sehnsucht nach Wärme in kalten Zeiten?

Beim Schreiben heute fiel mir das gleichnamige Lied wieder ein, ein Lied von Veronika Fischer (kann man im Netz finden). Und das half mir bei der heutigen Überschrift.

Sehnsucht nach Wärme. Oh ja, die habe ich.
Im Park nebenan steht meine Lieblingsbank. Es soll wohl heute etwas schneien und vielleicht sieht es dann auch mal wieder so aus wie auf dem Foto von einst. Ich war gerne an der Bank, Sommers wie Winters. Und im Winter war es am Schönsten, nach Hause zu gehen und einen warmen Tee trinken zu können.
Kalte Zeiten, ach ja, die haben nicht immer etwas mit dem Winter zu tun. Meine Sehnsucht nach Wärme ist groß.

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Gutes aus Wolle und anderes – Beschäftigung zu Hause.

Gut, dass Frau Momo mich erinnert hat an einen Sendebeitrag im NDR: Vom Schaf zum Pulli. Dieser Beitrag hat mir wieder einmal bestätigt, dass es richtig ist, was ich tue.

Wolle habe ich noch, also kann ich auch noch werkeln.
Ach, nö, Langeweile kenne ich nicht. Auch fällt mir die Decke noch nicht auf den Kopf. Mir fehlen meine Veranstaltungen und meine Kontakte, aber was nicht ist, ist eben nicht. Es kommen auch wieder andere Zeiten. Die oben genannte Sendung im NDR bestätigte mir mal wieder, dass es richtig ist, was ich mache, weil ich Wolle für den genialsten Rohstoff halte.

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Alle Fäden in der Hand zu halten ist nicht das Schlechteste.

Zumindest ist alles besser als wenn immer nur andere die Fäden ziehen.

Die Fäden ziehen, alles hängt am seidenen Faden, das Seil fängt an einem Faden an zu faulen … Ich kenne so viele Sprüche, in denen es um Faden, Fäden, Fädchen geht.
Neulich sagte jemand zu mir: „Du schreibst ja ständig über dein Stricken.“
Ja. Warum auch nicht?
Wer kennt mich schon wirklich? Aber für eine tüdelige Handarbeits-Omi hat man mich schon gehalten.

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Norweger-Muster stricken gegen einen traurigen Rekord.

Nein, ich mag mich keinen trüben Gedanken hingeben. Degegen setze ich Stricknadeln und Zeichenstifte.

Norweger-Muster beim Stricken haben mir es gerade angetan. Mit einer echten Verbissenheit arbeite ich daran. Warum?
Ich beschäftige mich nicht den ganzen Tag mit Meldungen über Corona. Das macht nur mürbe. Früh und Abends Nachrichten reinziehen und gut.
Heute war gar nichts gut. Fast tausend Tote gab es in unserem Lande innerhalb von 24 Stunden. Sachsen ist nach wie vor das „Epizentrum“.
Wenn ich mich ordentlich ablenke, dann habe ich solche Meldungen nicht wie einen Sandsack auf den Schultern.

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Ohne Wollsocken gehen meine Füße kalt. Spinnen und Stricken.

Ruhig ist es draußen. Nur leise tröpfelt etwas Regen auf die letzten trockenen Blätter der Bäume. Ich überlege, was ich mal Gutes tun kann und wie ich selbst bei bester Laune bleibe. Der November wird anders, meine gewohnten und auch schon geplanten Veranstaltungen wird es nicht geben. Zerbrechen werde ich deshalb nicht, weil ich die Hoffnung habe, dass das nicht der letzte Stand bleibt.

Schon die Überschrift stammt aus einem Gedicht von Petra Ulbrich. Mir gefällt das Gedicht so gut, dass es die Banderole meiner gestrickten Wollsocken zieren wird. Ich muss eh aufschreiben, wie die Wolle gepflegt werden muss, damit man lange Freude an dem Geschenk haben wird. Ja, ich werde sie verschenken.
Danke, Petra, dass ich dein Gedicht nutzen darf.

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Mäusezähnchen stricken – ein etwas anderes Bündchen

Ich habe mich mal bei Socken und Armstulpen für ein anderes Bündchen als das klassische Rippenmuster entschieden. Mäusezähnchen habe ich gestrickt.

Beim Verarbeiten meiner selbstgesponnenen Wolle muss ich immer mal etwas anderes probieren. Einmal, weil ich einiges ausbauen und perfektionieren möchte und zum anderen, damit es nicht langweilig wird. Diesmal stricke ich nicht als Bündchen das klassische Rippenbündchen, sondern Mäusezähnchen.

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Gute Laune hochzwirbeln. Wie einst mein Opa seinen Bart.

Mein Opa war sehr eitel und zwirbelte die Enden seines Bartes immer fein nach oben. Eigentlich könnte ich meine Laune auch mal etwas trimmen und zwirbeln. Oder?

Warum ich jetzt immer an meinen Opa denken muss, weiß ich nicht genau. Vielleicht weil mir das Drama in Thüringen nicht mehr aus dem Kopf geht und weil ich Parallelen sehe zu der Zeit, als mein Opa noch lebte und aktiv war, und weil mir meine gute Laune abhanden zu kommen drohte. Ob mein Opa 1932 allerdings noch seinen gezwirbelten Bart hatte, entzieht sich meiner Kenntnis, denn meine Oma hatte es irgendwann satt und verbrannte die Bartbinde.

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Schafwollige Socken mit Muster und ein bisschen Frühling

Wieder habe ich schafwollige Socken mit Muster fertig. Hier gab es eine kleine Pause, gesundheitsbedingt. Aber ich habe gewuselt und das ist gut so. Das hält mich bei Laune.

Gestrickt habe ich, gezählt und mich verzählt, nochmal angefangen. Aber jetzt sie sind fertig, schafwollige Socken mit Muster.
Am Donnerstag habe ich die erste Spritze mit dem neuen Rheumamittel bekommen. Oh, das ist schon ein bisschen heftig. Ich hatte vorher Angst, weil es ein Langzeitmedikament ist und ich es nicht einfach so wieder los werde und ich hatte danach Bammel, dass es mir wieder schlecht geht. Da hilft am besten Beschäftigung.

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Sommersocken stricken. Der nächste Sommer kommt bestimmt.

Am besten besiege ich Ängste, wenn ich mich auf etwas anderes konzentrieren muss. Deshalb stricke ich, Sommersocken mit Muster.

Ich weiß nicht, wie oft ich wieder von Vorne angefangen habe mit meinen Sommersocken. Dauernd habe ich mich verfranzt. Einfach zu korrigieren ging nicht, also habe ich einige Male neu begonnen.
Naja, mir ging es nicht besonders. Mich plagten Ängste. „Nun konzentrier dich doch mal, Gudrun“. Tja, und dann ging es.

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