Ich bin nicht gerade ein Freund des Herbstes. Mich plagen dann immer arge Rheumaschübe. Sie überfallen mich plötzlich und jedesmal anders, aber nie sanft. Heute aber wollte ich unbedingt raus, die Farben des Herbstes zu genießen. Die gefallen mir so sehr, dass ich sie auch in der Wohnung und in der Kleidung gerne habe. Mit seinen Farben tröstet mich der Herbst jedes Jahr wieder.



Dieser Baum war mir vor Tagen schon aufgefallen. Da war er umgeben von Bäumen mit leuchtend gelben Blättern. Ich weiß nicht, was das für ein Bäumchen ist. So rote Blätter habe ich selten gesehen.
„Das muss ich unbedingt fotografieren.“ Der Wille war da, aber dann vergingen einige Tage und ich kam (fast) zu spät. Die gelben Blätter waren zum größten Teil schon abgeworfen, aber den roten Baum, den habe ich wenigstens noch erwischt.


Das war unser Weg, an der S-Bahn entlang, hinter dem Robert Koch-Park. Wir haben den Gasthund mitgenommen. Der mag Herrn E. sehr und freut sich, wenn er mit ihm unterwegs sein kann. Und sein Frauchen hat mal ein Bissel ihre Ruhe am Sonntag.

„Bahndamm- dritte Ernte“ ging es mir durch den Kopf. bei dem Anblick. Ernte war nicht, Bahndamm schon. Als die Trasse entstand, hatte man sich bei der Auswahl der Bepflanzung große Mühe gegeben. Im Frühling und im Herbst kann man die ganze Pracht besonders sehen.


Im Herbst ist Grünau nicht mehr grün, sondern bunt. Irgendwie beneide ich die Bewohner in den Hochhäusern. Wie schön muss es sein, von oben über das herbstliche Grünau blicken zu können. Ich glaube, ich würde um die Jahreszeit nur noch am Fenster hocken und könnte mich nicht satt sehen.
Gerade in dem Moment wünschte ich mir so sehr, dass und der Frieden erhalten bleibt und dass die Menschen überall auf der Welt in Ruhe spazieren gehen oder rollern (im Rollstuhl) können.

Den ganzen Tag über war es diesig und trübe. Nur kurz kam dann doch mal die Sonne heraus, so, als wollte sie uns nur mal kurz grüßen. Dann zog Nebel auf.
Unser Gasthund war fertig mit Schnüffeln und Pullern, oder anders gesagt, Revier markieren. Er wurde müde. Und so machten wir uns auf den Weg nach Hause. Sonst verabschieden wir uns immer mit „Pfötchen geben“. Heute musste ich den Hund fast nötigen.

Gut , dass wir draußen waren. Das machte den Kopf frei und ich hatte plötzlich wieder Ideen für meine Projekte und freute mich darauf, zu schreiben und zu malen. Na dann!
(So sehr ich die die Arbeiten des örtlichen Graffiti-Clubs mag, so sehr stören mich die Schmierereien, die sich einige Leutchen nicht verkneifen können.Wie schön wäre das Werk ohne die Schierereien! Ich zeige das Bild trotzdem, weil es heute am Abschluss unseres Spaziergangs gerade gut passte.)










































