Der Stieglitz. Hier gibt es keinen Nachbarschafts-Streit.

So schrieb es heute die Heinz Sielmann Stiftung.

Ich freue mich so sehr. Und wenn ich mich freue, schäumt es immer über.
Besuch hatte ich heute am Futterhaus vor dem Fenster. Familie Stieglitz war da.

der Stieglitz

Im Garten konnte ich schon welche beobachten. Hier habe ich die Vögel noch nicht gesehen gehabt. Bis heute nicht. Na dann: herzlich willkommen, ihr kleinen Gesellen.

Der Stieglitz lebt oft in Gruppen. Sie gehen zusammen auf Nahrungssuche und oft brüten mehrere Familien in einem Baum. Gezanke gibt es da nicht. Das macht mir den kleinen gefiederten Gesellen so richtig sympathisch.
Nestbau und Brüten ist die Sache des Weibchens. Das Männchen schafft das Futter herbei und füttert mit. Die Vögel sind Vegetarier. Sie fressen am liebsten Sämereien. Na, dann werde ich sie mal gut versorgen und auch Ehrenpreis und ähnliches anbauen, damit ich den Samen ernten kann.

der Stieglitz

Der Vogelname ist dem Ruf und Gesang nachempfunden. Sein „stieglitt“ ertönt jetzt öfter vor meinen Fenstern. Er wird auch Distelfink genannt und das gefällt mir fast besser. Wie der Name schon sagt: Er mag auch Disteln, „gebohnerte“ Gärten dagegen nicht so sehr. Meiner Genossenschaft muss ich mal sagen, dass die Büsche und Sträucher nicht aller Furzminuten beschnitten werden müssen.

Unser Futterhaus ist jetzt immer gut besucht. Das freut den Herrn E., weil er dann wieder „sei Kehrwoch“ auf dem Fensterbrett machen kann.

Draußen regnet es jetzt wieder. Ich verkrümele mich gleich wieder in meine Programme. Euch wünsche ich einen schönen Sonnabend und dass ihr euch auch über etwas freuen könnt, so wie ich gerade.

Bildungsurlaub. Pause von allem, was auf der Seele drückt.

Ich weiß nicht, ob es schon ein kleiner Abschied ist.

Den Bildungsurlaub habe ich mir selber verbrummt.
Mich beschäftigt gerade eine Menge: Gereiztheit überall, ewiges Lavieren der Politik in dieser Krise jetzt, keine klaren Ansagen und somit keine sichtbaren Lösungen. Meine Tochter hinter dem Teich ist geimpft, ihr Mann jetzt auch. Die Schwiegermutter in Kolumbien ist jetzt an der Reihe und wird zu Besuch kommen können. Ich werde oft gefragt: „Was ist denn bei euch in Europa los?“ Und dann antworte ich: „Nichts.“

Ich bin schon bereit, geduldig zu warten, bis ich an der Reihe bin mit dem Impfen. Leute mit direkten Kontakt zu anderen sollen zuerst einen Termin bekommen. Nicht nur bei mir im Haus wohnen viele weit über 70. Sie warten auch. Und dann höre ich von Gefeilsche um die Termine. Vieles kann ich nicht ändern. Zerbrechen darf ich aber auch nicht. Deshalb nehme ich jede Ablenkung dankbar an, und meinen Bildungsurlaub ganz besonders.

ein Buch für meinen Bildungsurlaub
statt Blumen

Meine Kinder hatten mir zwei neue Programme für Bildbearbeitung und Grafik geschenkt. Herr E. sollte noch Blumen und Pralinen besorgen. Ich habe mir statt dessen ein Buch gewünscht, denn Schnittblumen mag ich nicht und Pralinen würden meinen Abnehmebestrebungen völlig entgegen wirken.
Also: Bildungsurlaub mit Buch.

Das Grafikprogramm muss noch ein bisschen warten. Im Moment tobe ich mich in Affinity Photo aus, probiere Werkzeuge, die Arbeit mit Ebenen, erarbeite die Filter (nein, keine auf Mausklick). Ich sehne mich so sehr nach Licht.
So langsam gewöhne ich mich an das Programm und seine Werkzeuge. Es macht großen Spaß, darin zu arbeiten. Und genau deshalb schreibe ich auch darüber.

Für Heute mache ich den Rechner erstmal wieder aus. Morgen ist auch noch ein Tag und da werde ich wieder gut zu tun haben. Und dann mache ich mich über das Buch und die Grafik her. Bildungsurlaub halt. Und anderswo Pause, Ruhe.

PS: Die Programme gibt es übrigens nicht nur für den Mac.

Vom Feuer machen, Kälte und Furz und Feuerstein.

Es ist ja schon bekannt, dass ich neugierig bin, geschichtsinteressiert und vieles ausprobieren muss. Und wenn es nur ein einziges Mal ist, ich muss. Und nun möchte ich mal Feuer machen. Als ich in dem Freizeitpark bei Leipzig arbeitete, musste ich im Herbst abends ein Feuer machen im Indianerdorf. Ich habe immer so getan, als könnte ich das und habe doch heimlich ein Feuerzeug genutzt. Im Sommer werde ich mir auf der Wiese im Garten die Zeit nehmen und es probieren.

Feuer machen in der Feuerschale
Feuerschale und Feuerschläger

Die Feuerschale hatte ich schon und nun ist noch ein Feuerschläger dazu gekommen. Es fehlt mir nun nur noch ein Feuerstein und Zunder. (Den werde ich mir aus Leinenresten selber machen.)
Ach, Feuerstein: Mir fiel mein Gartennachbar ein. Der sagte mal über eine Person: „Der kennt auch Furz und Feuerstein.“ Über wen wir uns unterhalten haben, weiß ich nicht mehr, aber dass er jedes und jeden kannte, das war mir in Erinnerung geblieben.

Ich weiß nicht, wie es manchmal geht, aber in dem Moment klingelte das Telefon. Und wer war dran? Mein Gartennachbar. Ihm werde ich wohl mal erklären müssen, warum ich bei seinem Anruf schallend gelacht habe.

So ganz genau weiß man nicht, wann das erste Mal bewusst Feuer gemacht wurde. Wissenschaftler schätzen, dass es vor 400.000 Jahren gewesen sein konnte. Spätestens aber vor 32.000 Jahren, in der Steinzeit, konnte man das ganz sicher.
Die Aufnahmen habe ich im Steinzeitpark Dithmarschen in Albersdorf gemacht. Schon zweimal war ich dort, weil da Geschichte erlebbar wird. Wir haben dort so eine Art Fladenbrot gebacken und mussten das Korn mit Malsteinen selber zu Mehl verarbeiten. Feuer machen mussten wir zum Glück nicht.

Meine Feuer-mach-Aktion wird eh erst, wenn es wieder wärmer ist und ich in den Garten kann. Einen „Feuerstein“ muss ich mir auch noch besorgen.
Im Moment zanke ich mich mit der Katze zu Hause um die wärmsten Plätzchen.

„Geh‘ bloß weg! Ich war zuerst da.“

Und jetzt warte ich darauf, dass es wieder wärmer wird.

Es war ein schöner Tag gestern, trotz Stille. Ich danke alles, die an mich gedacht haben. Es ist schön, Freunde zu haben.

Gestern bin ich nicht so Recht zu irgendetwas gekommen. Anrufe, Grüße, zwei kurze Besuche – draußen mit Abstand und Maske, Mails, Nachrichten, Videotreffen … Nein, einsam war es nicht an meinem Geburtstag, auch wenn es doch etwas wärmer hätte sein können. Ich bin reichlich beschenkt worden, sch0n alleine, dass Freunde da waren, sich gemeldet haben. Ich danke euch allen herzlich.

ein Spaziergang durch Grünau-Ost

Eine Geburtstagstorte gab es nicht, denn ich überlege mir im Moment genau, was ich esse und was nicht. Jedes Gramm weniger muss ich nicht mehr tragen.
Ich habe die Torte keineswegs vermisst.

Die Kontakte gestern, sowohl die kurzen direkten als auch die virtuellen, haben mich einerseits sehr berührt und auf der anderen Seite angespornt, das kalte, aber schön sonnige Wetter zu nutzen und nach Draußen zu gehen. Leicht fällt es mir nicht, denn jeder Schritt fühlt sich an wie Messerstiche. Bewege ich mich aber nicht, wird alles viel schlimmer. Dass ihr da wart, hat mir Mut und Kraft gegeben, mehr als ich je für möglich gehalten hätte.

warten darauf, dass es wärmer wird
der Wind war noch eisig

Ich war an zwei Tagen nur in meinem Grünau unterwegs, komme ja im Moment nicht weit weg und will die Öffentlichen nicht bemühen. Für morgen zum Beispiel steht schon wieder ein kleines Ziel fest. Es ist schön, den Frühling zu sehen und zu riechen. Und doch warte ich sehnsüchtig darauf, dass es noch wärmer wird, ich alte Frosthucke.

So, für heute ist es genug. Ich sage mal Tschüss, bis morgen. Da werde ich vielleicht erzählen, wieso meine Katze und ich uns erbittert um ein Geschenk zanken.

Ach ja:
Isa hatte mir eine virtuelle Grußkarte geschickt. Egal, wie alt ich gestern geworden bin, ich möchte es mir immer und in jeder Situation bewahren, ein bisschen Kind zu bleiben. Und deshalb gebe ich das Gedicht von Rainer Maria Rilke weiter.
(Danke, Isa, dass du mich daran erinnert hast.)

Du musst das Leben nicht verstehen

Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken lässt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.

Rainer Maria Rilke

Neue Programme, neue Ziele, neues Arbeiten und Zeichnen.

Anstrengend aber schön. Ich habe zu tun.

Es ist ein Anfang mit dem Zeichnen.
Jetzt würden die Feinarbeiten anfangen müssen, aber ich habe erstmal keine Lust mehr. Mir brummt der Kopf.

Heute habe ich mich an das neue Grafikprogramm gesetzt.
Wie alles Neue, will es erst erarbeitet sein. Beim Zeichnen habe ich geflucht, immer mal den Stift auf den Schreibtisch gepfeffert und ihn dann doch wieder genommen.

Durch die Grundlagen beim Zeichnen im neuen Programm habe ich mich heute durchgewurstelt. Viele Werkzeuge und Einstellungen ähneln wirklich denen in FreeHand, meinem damaligen Lieblingsprogramm. Und doch ist alles anders.
Irgendwo musste ich anfangen und das ist nun heute passiert.

zum ersten Mal: das neue Zeichnen mit Affinity Designer
Ich mag diese Tiere und ich mag das Symbol.

Corona habe ich mal ausgeblendet. Ich halte mich fern von Kontakten, habe meine Meinung im Umgang mit Hygiene-Maßnahmen und Impfung. Sorgen machen mir die steigenden Zahlen und auch die Mutationen schon, aber ändern kann ich es nicht. Ich hoffe, dass wir das alles gut überstehen.

Das Wetter wird ja nicht so toll zu Ostern. Mal sehen, ob ich nochmal rauskomme. Ansonsten werde ich mich meinen neuen Programmen zuwenden, auch wieder dem Zeichnen. Das muss wieder lockerer aus dem Handgelenk kommen.

Vorgestern bekam ich eine Mail, ein der ich gefragt wurde, ob ich wieder als Dozent arbeiten möchte? Nein und nochmals nein. Wenn ich mich noch etwas besser eingearbeitet habe und dann jemand Fragen hat, dann versuche ich sie zu beantworten oder zu helfen. Da will ich kein Solaire. Anders aber bin ich nicht mehr zu haben.
Was ist denn passiert? Sind die Lehrer knapp oder die Stundensätze zu sehr im Keller?

An einem Ostersonntag bin ich geboren worden und in diesem Jahr habe ich mal wieder zu Ostern Geburtstag. Wieder wird es ganz still sein, ohne meine Kinder und ohne Freunde. So war es vor einem Jahr auch schon. Ich schätze, es wird noch nicht schnell anders werden. Trotzdem habe ich Hoffnung. Das neue Werk in Marburg gibt mir die und einiges andere auch.

Ich wünsche allen ruhige und doch frohe Tage.

Fotografieren im ehemaligen Blechverformungswerk

Ein Abenteuer mit beklemmenden Gefühlen.

Ich wollte Fotos machen, allerdings war ich auch sehr gespannt, was ich mitbringen würde. Und so bin ich mit der Tochter in eine RIndustrie-Ruine gestiegen. Das ehemaligen Blechverformungswerk in Leipzig hatte mich angezogen..

Blechverformungswerk Leipzig
Ruine des „Blechverfprmungswerk Leipzig“ mit den legendären Schornstein-Resten

Da wollten wir also hinauf. Das Blechverformungswerk in Leipzig kannte ich, war aber nie drinnen. Wenigstens jetzt wollte ich es von Innen sehen und fotografieren. Es sollten keine Alles-ist-gut-Fotos werden. Und das wurden sie ja dann auch nicht.
Wir rollten uns unter dem blauen Tor durch und gingen am Rest des legendären Schornsteines vorbei, der bei seiner Sprengung die ganze Gegend mit Schlamm überzog.

Wir standen in einer großen und hohen Halle, die sowohl mit Stahltreppen, als auch mit Laufgängen durchzogen war. Das Blechverformungswerk ereilte 1092 das gleiche Schicksal von vielen Produktionsstätten hier im Osten. Es wurde „abgewickelt“. Der Markt für Fahrzeug- und Landmaschinenbau war längst aufgeteilt. Man brauchte keinen zusätzlichen Konkurrenten, wenngleich er auch über Erfahrungen und gute Geschäftsbeziehungen verfügte. 

Die Stille war bedrückend. Ab und an flog eine Taube gurrend auf. Das war alles. Ich konnte mir vorstellen, wie es klang, wenn Dampf zischte, Stahl auf Stahl schlug, ein Deckenkran ächzte und stöhnte, Menschen sich Kommandos zuriefen. Ich gäbe viel darum, wenn mir jemand von denen, die hier gearbeitet haben, erzählen würde, wie der Alltag aussah.

Wir kraxelten langsam bis nach ganz oben, über die verrosteten Treppen und Laufgänge, vorbei an Rohren, Schächten, riesigen Ofenklappen, verrosteten Trägern und Gestängen. Es ist schon erstaunlich, wie die Natur sich ihren Lebensraum zurück erobert. Eigentlich braucht sie uns nicht.

Durch das kaputte Dach schien die Sonne. Hell war es auf den Treppen und Gängen. Ich stellte mir vor, wie die Werkssirene tönt. Feierabend oder Schichtwechsel. Menschen eilen die Treppen hinab. Es gab noch andere Gebäude. Und da wollten wir auch noch hin.

Überall war es nicht so hell und lichtdurchflutet. Ich weiß nicht, warum ich keine Angst hatte vor den ganz dunklen Ecken hatte. Nein, Licht wollte ich für meine Fotos gar nicht haben. Ich wollte unbedingt diese Stimmung so einfangen, wie sie war: düster und auch beklemmend.

Durch Waschräume kamen wir. Auf einer Konsole stand zum Beispiel noch eine Dose Ata. Ein Stück weiter standen ein Aschenbecher und Kaffeetassen herum. Überhaupt hatten wir das Gefühl, dass das Verlassen des Werkes damals ganz schnell ging. Irgendwer hatte seinen Helm auf einen Tisch gelegt und war einfach gegangen. In den Aktenordnern fanden sich Dienstpläne und Gehaltsabrechnungen, Protokolle von technischen Durchsichten, Rechnungen und Verträge. Ich hätte am liebsten alles mitgenommen und zu Hause gelesen.

Gardinen hingen noch an den Fenstern und jemand hatte seine Pflanze vergessen, die noch neben der alten Rechenmaschine stand. Es berührte mich zu sehen, dass Arbeiter oberhalb ihrer Tür zur Werkstatt einen Nistkasten gehängt hatten. Wer mag das gewesen sein?

Der Tag wird mir immer in Erinnerung bleiben, eben weil er mich so ergriffen hat. Auf meinem alten Blog hatte ich schon mal Fotos von meinem abenteuerlichen Ausflug, aber der hatte sich ja für immer verabschiedet. Jetzt habe ich die Bilder in Affinity Photo nochmal bearbeitet und einen neuen Beitrag geschrieben.
Und wenn jemand einen kennt, der einen kennt, der hier gearbeitet hat, der darf mir das ruhig erzählen. Ich möchte gerne mehr darüber wissen.
Die Aussicht von ganz oben ist schön, gell?

Erste Arbeit mit Affinity Photo. Ich bin begeistert.

Am liebsten würde ich jetzt mal tanzen.

Heute habe ich viereckige Augen von meinem neuen Bildbearbeitungsprogramme Affinity Photo.

erste arbeiten in Affinity Photo
Arbeit in Affinity Photo

So, nun ist es passiert! Ich habe ein neues Programm zur Bildbearbeitung, Affinity Photo. Jan und der Herr E. haben mir am Sonntag meinen Rechner eingerichtet und meine Mädels haben sich mit Jan die Anschaffungskosten geteilt. Ich bin meinen Kindern sehr dankbar, denn ich bekam ein wunderbares Geschenk. Und sie kennen mich recht gut.
Der Preis sowohl für das Bildbearbeitungsprogramm als auch für das Grafikprogramm ist wirklich unschlagbar und jetzt gab es darüberhinaus auch noch eine Sonderaktion.

Heute habe ich bestimmt viereckige Augen, denn fast den ganzen Tag saß ich am Rechner. Nun ist Bildbearbeitung zum Beispiel ja nichts Neues für mich. Affinity Photo machte mir den Umstieg von einem Programm in dieses jetzt sehr leicht. Wenn man weiß, was man sucht, dann findet man es auch gut. Und für alle anderen Fragen gibt es eine feine Hilfe im Programm und zahlreiche Gruppen im Netz. Die werde ich sichten, mich entscheiden und mir Anregungen holen.

vor einem alten Spiegel in einer Industrieruine

Zum Üben hatte ich mir von meiner externen Festplatte Bilder gezogen. Vor einigen Jahren bin ich mit meiner Tochter mal in eine Industrieruine geklettert. Da mein alter Blog leider, leider im Nirvana verschwunden ist, wäre es gut, die Bilder von damals wieder in den neuen Blog einzuarbeiten.

Damals packte mich große Beklemmung. Auf der einen Seite konnte ich damals noch interessante Fotos machen und wagehalsig klettern, auf der anderen Seite zeigte es mir ein Stücke Geschichte, welches ich heute noch nicht endgültig abhaken kann. Die Beklemmung war gleich doppelt. So habe ich beschlossen, euch in einem nächsten Beitrag mit zu nehmen auf ein kleines Abendteuer. Und ich werde über meine Gefühle schreiben, damit ich endlich den Stein loswerde, der mir auf den Magen drückt.

bearbeitet mit Infinite Photo
Morgen steigen wir mal da rauf. Ich nehme euch mit.

Für heute mache ich den Rechner aus.
In der nächsten Zeit werde ich mir nun auch noch das Grafikprogramm vornehmen. Vieles soll da an „FreeHand“ erinnern, was mal mein absolutes Lieblingsprogramm war. Schon in Affinity Photo habe ich Analogien gemerkt, sowohl in der logischen Struktur als auch in der Bedienbarkeit.

Und weil ich mich darüber so freue, bekam ich mal wieder einen richtigen Schub, genau auf den Gebieten wieder mehr zu tun. Hach, ja. Manchmal geht eben doch immer wieder etwas. Ich freue mich sehr.

Eine letzte Datei. Und Tschüss zum bisherigen Programm.

Manchmal müssen Abschiede einfach sein.

Ich steige um.
Das heißt, ich habe heute die letzte Datei in dem Grafikprogramm erstellt, welches ich bisher genutzt habe. Auch die Bildbearbeitung und die Layouts werden ab jetzt mit neuer Software gemacht.

Wenn ich eins gar nicht leiden kann, dann sind das Monopolstellungen und das damit verbundene Machtgehabe und die maßlose Profitgier. Ich hatte anno dunnemals mein Lieblings-Grafikprogramm, habe das auch unterrichtet. Dann wurde es aufgekauft und kurze Zeit später alle Arbeiten daran eingestellt. Jaja, man verkauft es dennoch immer noch. Das zum Beispiel hat mich sehr geärgert.

Mit dem Grafikprogramm von dem Monopolisten bin ich nie so recht warm geworden. Ich fand es immer einerseits mit zu viel Kokolores vollgepackt und andererseits zu umständlich. Oh ja, man muss alles irgendwie wollen und ich gebe zu: Ich wollte nicht. Nun ist das also die letzte Datei.

letzte Datei in einem Grafikprogramm
Lungenkraut. Die letzte Datei im „alten“ Grafikprogramm.

Auf die neuen Programme freue ich mich sehr. Ab jetzt nutze ich Affinity Photo und Affinity Designer. Herr E. und mein Jan haben mir beide Programme zum Geburtstag geschenkt und per Fernwartung auf meinem neuen Rechner eingerichtet. (Herzlichen Dank euch beiden.) Ein Programm kostet so viel dauerhaft wie der Monopolist im monatlichen Abo für seines haben möchte. Ach nee, nicht mit mir.

Die Affinity-Programme haben einen Apple Design-Preis bekommen und zuerst gab es sie auch nur für den Mac. Inzwischen ist das anders.

Ich sitze gerade am Rechner, habe rote Bäckchen und glänzende Augen. Warum ist das so?
Meine Welt ist gerade etwas kleiner geworden. Ich habe mehr Zeit für meinen Rechner und werde das auch voll auskosten. Zu mir hat mal in einem Telekommunikations-Laden so ein reichlich überhebliches Bübchen gesagt: „Junge Frau (schon dafür hätte er eine Ohrfeige verdient gehabt), ich werde Ihnen jetzt mal das Internet erklären.“ An der Stelle ist mir dann der Kragen geplatzt. Ach, Gottchen! Ich arbeite schon so lange mit Rechnern und auch im Netz.

Jetzt werde jetzt wieder öfter am Rechner zu finden sein. Mich hat es wieder gepackt. Die Denke ist beschäftigt und hat keine Zeit darüber zu grübeln, was gerade nicht gut ist. Es wird dauern, bis ich meine letzte Datei, die allerletzte, erstelle.
Sowohl mit Apples „Pages“ will ich ab jetzt arbeiten, als auch meine Kräuterzeichnungen vervollständigen und darüber hinaus will ich hier das eine oder andere zeigen.

So, ich bin dann mal nicht weg, aber freudestrahlend am Wuseln.

Gedankensplitter. Nichts von Belang und nichts Aufregendes.

Ich sortiere heute nichts.

Mehr als Gedankensplitter wird es nicht werden heute.
„Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat.“, sagte Georg Christoph Lichtenberg. Ich glaube, ich versuche gerade genau umgekehrt zu handeln.

Ja, ich beschäftige mich, bin allerdings nicht mehr so viel im Netz unterwegs. Ganz verschwinden werde ich bestimmt nicht, aber ändern muss ich etwas. Dringend. Wie es ausgehen wird, weiß ich noch nicht. Es kann sein, dass ich wieder ohne Kommentare leben will. Es kann aber auch sein, dass es die Spinnradgeschichten nicht mehr geben wird.
Manche Blogger kenne ich nun schon lange und manche sind mir richtig ans Herz gewachsen, aber … Ich nehme diese Begegnungen offenbar viel zu ernst.

Die Woche hielt wieder Gutes und weniger Gutes bereit. Und dabei sind wir gerade erst bei Mittwoch.
Am Montag musste ich zur Mammographie. Das einzig Gute daran war, dass die Mitarbeiter in der Radiologie am Diakonissenhaus einfühlsam und umsichtig waren. Nun heißt es warten auf einen Brief. Ich wünsche mir, dass alles gut geht. Ein Gedankensplitter, der mich umtreiben würde, wenn ich es zulasse.

Tomatenpflanze
große rote Früchte sollst du tragen

Über meine kleinen Anzuchtpflanzen freue ich mich. Die hätschele ich regelrecht. Wenn die kleine Tomate im Garten gut wächst und mich ordentlich mit Früchten versorgt, dann hat sich alle Mühe gelohnt. Tomaten nicht kaufen zu müssen, das hilft Wirtschaften. Und ja, mich treiben auch Existenzängste um. Ich möchte mich nur nicht von ihnen beherrschen lassen.
Wieder so ein Gedankensplitter.

Gedankensplitter: Ob hier Trolle wohnen?
an den Wurzeln des Kirschbaumes

Draußen, vor den Fenstern, erwacht gerade die Natur aus ihren Winterschlaf. Die Berberitze vor dem Balkon bekommt schon kleine Blättchen und bei den Tauben ist die Brautwerbung nun entschieden. An meinem Kirschbaum hängen noch einige vertrocknete Früchte, aber die Zweige tragen schon immer größer werdende Knospen. Ich freue mich schon, wenn sie blühen. Es gibt viel Schönes gerade zu sehen.

Manchmal frage ich mich, ob an den Wurzeln des Kirschbaumes Trolle wohnen. Einer Legende nach wurden sie aus Stein geschaffen und kehren auch wieder dahin zurück.
Ich lese nämlich gerade einiges über das Land der Trolle und Elfen.

Gedankensplitter: Die Ahnung von Licht und Sonne

Meine Freundin wohnt in Leipzig so günstig, dass sie wunderbare Sonnenuntergänge „am Vorwerk“ sehen kann. Mit ihren Bildern kann ich nicht konkurrieren, aber was denn? Eine Ahnung von Licht und Sonne (Achtung, der Link führt zu Youtube) sehe ich hier auch. Oder? Nein, ich will nicht weinen.

Um Ostern mache ich mir gar keine Gedanken. Christ bin ich nicht, meine Kinder werden mich nicht besuchen und auch mein Geburtstag, der wie zu meiner Geburt mal wieder auf Ostern fällt, wird ein ganz stiller Tag werden.
Das macht aber nichts. Mein einziger Wunsch ist, dass wir den elenden Virus überleben und los werden.
Und das war jetzt mein letzter Gedankensplitter.

Ein Hase aus Wolle. Filzen mit der Nadel – eine Anleitung

Eine kleine Anregung für kleine und große Osterferien-Kinder

Mit Ausstechförmchen haben wir schon gefilzt. Manchmal aber kann man suchen, wie man will, das gewünschte Motiv ist einfach nicht dabei. Wir werden uns jetzt selber eine Form erstellen und einen Osterhasen-Anhänger fertigen. Ein Hase aus Wolle wird entstehen.

ein mit der Nadel gefilzter Hase aus Wolle
Hase aus Wolle filzen als Anhänger für den Osterstrauß

Material

– Unterlage aus Schaumstoff
– grobe und feine Filznadel
– kleine Menge Wolle, hellbraun, dunkelbraun, weiß, rosa
– Moosgummi

Der Hase aus Wolle wird gezeichnet und mit der Nadel gefilzt

Hase aus Wolle filzen mittels einer Form aus Moosgummi
Der Hase aus Wolle bekommt seine Form aus Moosgummi

1 Zeichnet einen Hasen auf dem Mosgummi auf. Wählt einfache Formen, damit der Rand schön fest gefilz werden kann.

2 Schneidet die Innenform mit einer spitzen Schere aus. Plant genügend Rand ein, damit die Form beim Arbeiten nicht einreißen kann.

3 Zieht nun vom Kardenband Wolle ab und legt sie in die eben geschnittene Hasenform (Für alle Arbeiten bitte eine Filzunterlage benutzen) . Ich zerzause die Wolle immer, weil sie sich so ganz gut filzen lässt. Drückt schon beim Einlegen so viel wie möglich Luft aus der Wolle. Um so besser lässt sie sich weiter verdichten.

4 Beginnt jetzt mit der groben Filznadel die Wolle zu verdichten und arbeitet dann mit der feinen Filznadel die Oberfläche nach. Besonderere Mühe solltet ihr den Rändern widmen, damit das Filzstück später nicht wieder auseinander fließt.

5 Wendet das Filzstück öfter und denkt bitte auch daran, die Mossgummiform zu wenden. Ist unser Filzstück fest genug, legt die Form aus Moosgummi einfach zur Seite und arbeitet ohne weiter.

Schau mir in die Augen, Hase aus Wolle

Eine Skizze oder Zeichnung machen ist manchmal recht nützlich.

6 Unser Hase bekommt nun noch Augen, klein und nicht zu dicht beieinander. Das würde ihn grimmig drein blicken lassen. Vergesst den kleinen weißen Klecks auf der Pupille nicht. Er lässt die Augen leuchten.
Einen Mund, eine Nase und seine Pausbäckchen bekommt er natürlich auch noch und auf der Rückseite ein kleines weißes Stummelschwänzchen.
(siehe oben)

Der Hase aus Wolle wäre unperfekt ohne sein Stummelschwänzchen

Er kann auf Reise gehen oder den Osterstrauch bewachen

7 Fertig.
Jetzt noch ein Fädchen oben durch den Hasen ziehen und er kann an den Osterstrauß gehängt werden und ihn schmücken. Borsten von einem sauberen Besen, vorsichtig quer durch den Hasenkopf geschoben, ergeben einen feinen Hasenbart. (Aber bitte den Familienbesen nicht rasieren.)

Vorschlag:
Wie wäre es, auch noch ein Bild zu malen und den Hasen mit wenig Kleber auf eine selbstgebastelte Osterkarte zu kleben. Oma und Opa oder aber auch andere Menschen würden sich über diese Osterkarte bestimmt freuen.

Viel Spaß beim Nacharbeiten.