Katzenstulpen -erst stricken und dann sticken

Yippie! Meine Katzenstulpen sind fertig. Die Wolle vom Schaf habe ich gewaschen, gekämmt, gesponnen, verstrickt und dann habe ich die Katzen aufgestickt. Diesmal hat es lange gedauert, weil das Rheuma meine Hände am Wickel hatte. Das tat weh und alle Arbeiten dauerten länger als sonst. Aber egal; ich habe es geschafft!

meine neuen Handstulpen, die Katzenstulpen, sind fertig

Da hatte ich mir ja wieder etwas vorgenommen. Das Garn wollte manchmal nicht so, wie ich es mir vorstellte. Auf dem Gestrick kann man keine Abstände abzählen. Ich habe manchmal ordentlich geflucht, aber dann ging es doch immer wieder.

Schafwolle waschen, kämmen, spinnen, stricken und besticken

Immer, wenn ich einen Kopf fertig hatte, musste ich alles erstmal weglegen und Pause machen. Nach dem Kopf kam der Umriss vom Rest der Katze dran.
Ehe ich etwas zum Verschenken mache, muss ich erstmal probieren. Die ersten Versuche behalte ich immer für mich.
Eine junge Frau vor den Toren von Leipzig, die selbst Schafe hat, wünscht sich aus der Wolle ihrer Schafe Katzenstulpen. Ich habe aber Angst, dass ich es nicht gut genug machen kann. Ich überlege es mir aber nochmal und vielleicht versuche ich mich mal an Schafen auf den Stulpen.

erst der Kopf, dann die Umrisse der Katze auf den Katzenstulpen

Meine Katzenstulpen werden mir gute Dienste leisten, wenn das Rheuma mal wieder meine Hände plagt.
Vielleicht stricke ich mir im Herbst eine Tasche aus Schafwolle mit den zwei Katzeneltern und zwei Katzenkindern drauf. Dann noch ein Futter reingenäht und fertig ist’s neue Outfit.
Man sollte es nicht glauben, aber in meinem Kopf kullern schon wieder neue Projekte herum.

Morgen fahre ich erstmal wieder in den Garten. Und euch wünsche ich ein schönes Wochenende, ein richtig gutes Wohlfühlwochenende.

nach den Handstulpen, Katzenstulpen, wartet schon das nächste Projekt

Solar-Eclipse-Donats

Sonne und Mond haben mich schon immer begeistert. Els Kind habe ich mich in meinem Bette so gelegt, dass mir der Mond ins Gesicht schien. Meine Mutter hatte den Verdacht, dass ich schlafwandele und deshalb so verqueer im Bett lag.
In der Abiturzeit hatte ich noch Astronomie als eigenständiges Fach. Ich fand das Klasse und es hat mich fasziniert. Meine Noten waren dementsprechend. (Kurze Zeit später wurde das in den Physikunterricht integriert.)
Und gestern sah ich mir die Sonnenfinsternis an, im Livestream der NASA. Und dabei schwatzte ich nebenher mit meiner Tochter in den USA, die natürlich auch draußen in Los Angeles etwas sehen wollte von „the solar eclipse“.

meine Tochter auf Himmels-Mission

In Los Angeles gab es keine totale Sonnenfinsternis. Ich wollte wissen, wie viel man sehen kann. Sie hat mit der Verdunkelungsbrille über ihrer normalen Brille und dem Handy ein Bildchen für mich gemacht.

Ehe es wieder Diskussionen gibt: Es ist kein Kunstwerk, nur ein kleines Bildchen, damit ich sehen kann, was sie sieht. Zu gerne hätte ich mit in ihrem Garten gestanden und hätte mir das Schauspiel am Himmel mit angesehen. In solchen Momenten packt mich immer die Sehnsucht, nach der Familie und Kalifornien.

In LA und anderswo in den USA hatte man sich auf das Ereignis vorbereitet. Pausen wurden eingeplant und die Zeit hinten an den Arbeitstag angehängt. Wer konnte, war draußen. Gut so, denn bei allen schrecklichen Nachrichten muss es auch mal etwas geben, was schön ist und Kraft gibt.

Auch in der Schule des Enkels wurde der Unterricht draußen fortgesetzt. Alle bekamen eine dunkle Schutzbrille und konnten die Verfinsterung der Sonne beobachten. Wer weiß, vielleicht ist einer der Knirpse in einigen Jahren einer von denen, die die Sonne erforschen.

Solar-Eclipse-Donats in der Schule des Enkels in Los Angeles
Solar-Eclipse-Donats in der Schule des Enkels in Los Angeles

Für alle Sonnenkucker gab es dann noch Solar-Eclipse-Donats. Ich bin überzeugt, dass den kleinen Entdeckern der Tag und das Ereignis in Erinnerung bleiben wird. Und vielleicht hat es die Neugierde geweckt, noch viel mehr wissen zu wollen.
Und nun wurde mir wirklich ein bisschen wehmütig. Ich erinnerte mich daran, wie ich öfter das Waffeleisen in die Schule geschleppt habe. Bei den Salar-Eclipse-Donats wäre ich auf alle Fälle dabei gewesen.

Gartenarbeit

Zum ersten Mal in diesem Jahr war ich an einem Lieblingsort, dem Garten. Und weil ich schon mal da war, musste ich auch ein bisschen Gartenarbeit machen, allerdings im Sitzen mit der Hacke mit kürzerem Stiel. Ja, ich habe immer schmerzen, aber eine Entscheidung, mich einerseits trotzdem zu bewegen oder andererseits einfach sitzen zu bleiben, muss ich treffen. Ich habe mich entschieden. Es gibt Hocker-Gymnastik und Sitz-Joga. Bei mir gibt es halt noch Sitz-Grubbern.

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Ein kleiner Gruß

Es wird nur ein kleiner Gruß.
Die Tage jetzt stehen für mich als Neuanfang, Beginn, Wachstum, Erwachen der Natur. Allen wünsche ich friedliche Tage und Stunden mit der Familie, mit Freunden und überhaupt vielen schönen Momenten.

ein kleiner Gruß zu Ostern
meine mit der Nadel gefilzten Küken habe ich wieder ausgepackt

Die Ruhe der Tage bekommt mir gut. Ich muss Antibiotika essen, hatte einen kleinen Eingriff am Kiefer. Es war nix Schlimmes, aber unangenehm war es dennoch. Das Gute daran war, dass ich meine erste Katze fertig habe, zumindest fast. Sie bekommt noch ein bisschen Gras und Gänseblümchen und dann einen Kumpel auf der anderen Stulpe.

Lasst es euch allen gut gehen und denen, den es gerade nicht gut geht, denen wünsche ich von Herzen, dass alles besser wird.

die erste Katze auf meinen Handstulpen ist fertig
die erste Katze auf den Handstulpen

Frühling in Leipzig-Grünau

Eine Sonnenpause haben wir genutzt und sind unterwegs gewesen in Leipzig-Grünau. Noch sind die Bäume kahl, aber die Büsche bekommen Blätter und sie blühen auch schon richtig schön. Es wird Frühling und ich habe den kleinen Ausflug sehr genossen. Wenn man sich wohl fühlt, verziehen sich so einige dunkle Wolken von ganz alleine.

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Die Trauer der Elster

Kalt und ungemütlich ist es geworden. Regen- und Graupelschauer wechseln sich ab, es ist arg windig und der Himmel sieht aus wie Weltuntergang. Vor Kurzem sah das noch ganz anders aus und ich setzte mich auf den Balkon und genoss die Wärme der Sonne. Plötzlich war die Ruhe dahin. Die Krähen machten einen ohrenbeteubenden Rabatz, eine Elster schrie herzzerreißend und über der Straße segelten zwei Falken.

Die Elster beshützt ihr Nest.
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Das zweite Buch von Marianne Finze: Katzenglück im Doppelpack.

Es ist schon das zweite Buch, welches ich von ihr lese. Und mir gefällt es noch besser als das Erste. Es stimmt: Ohne Katzen geht bei Marianne Finze, uns Bloggern und Bloggerinnen bekannt als Silberdistel, wirklich nichts. Wenn sich einmal „diese samtigen Herzensbrecher“ in unser Leben geschlichen haben, werden wir sie nicht mehr los. Das Buch beginnt damit, dass wieder zwei Fellchen bei Marianne und ihrem Mann eingezogen waren. Und die brachten Leben ins Haus mit ihrem Lebensmut und ihrer Sehnsucht nach Abenteuern. Kein Wunder, dass es viele schöne Geschichten zu erzählen gibt.

Buch: Finze, Marianne:Katzenglück im Doplelpack
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Vergessene Berufe: Der Aufschneider

Der Aufschneider:
Wer „mit einem grossen Messer aufschneidet“, wie man anno dunnemals sagte, übertreibt die eigene Bedeutung masslos. 

Dabei gab es den Aufschneider wirklich. Es war im Mittelalter ein ehrbarer Beruf. An der mittelalterlichen, herrschaftlichen Tafel gab es Unmengen an Fleisch und ein Bediensteter durfte es tranchieren und der Herrschaft servieren. Man wählte ihn sorgfältig aus, denn niemand kam so nahe an die Herrschaft heran, wie der Aufschneider. Und das auch noch mit einem großen Messer.
Er petzte auch, wenn sich die Gelegenheit ergab oder er sich einen Vorteil versprach. Wenn man so will, war er wie ein mittelalterlicher V-Mensch.
Gegenüber den anderen Bediensteten hatte er einen Sonderstellung, was ihm auch Neid einbrachte.

Und heute?

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Es lebt auf der Fensterbank

Jedes Jahr im Frühling wird es eng auf der Fensterbank. Einige Pflanzen brauchen Licht zum Leben, andere zum Keimen. Ich finde das spannend, was sich da alles tut. Am nächsten Tag nach der Ansaat schleiche ich um die Töpfe, um zu sehen,ob sich schon etwas verändert hat. Dabei kann das am zweiten Tag noch gar nicht sein. Wenn aber das erste Keimblatt sprießt, wird mir das nicht entgehen. 🙂
Und was gibt es sonst noch dort?

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