Beschäftigung zu Hause. Warum nicht mal ein Schaf filzen?

Wenn man mit Wolle arbeitet, dann bietet es sich an, immer mal die Tiere zu zeigen, die uns den wertvollen Rohstoff geben. Wir werden ein Schaf filzen.

Kindern gefällt es sehr, wenn sie aus kuschliger Schafwolle ein Schaf filzen können. Je älter die „Filzwilligen“ sind, um so detailreicher kann man arbeiten. Der Anspruch an das Filzwerk steigt im Laufe des Arbeitens mit dem Rohstoff Schurwolle.
Auch wenn das Wetter draußen nicht besonders toll ist, Langeweile kommt beim Nadelfilzen nicht auf.

„Beschäftigung zu Hause. Warum nicht mal ein Schaf filzen?“ weiterlesen

Der Knüpfteppich ist fertig. Und was kommt nun?

Herr E. hat mir gestern die letzten Dahlien aus dem Garten mitgebracht. Ich wollte nicht mit, weil ich die Öffentlichen gerade etwas meide. Laufen kann ich nicht bis dahin. Also habe ich meinen Knüpfteppich zu Hause fertig gemacht.

Mein Knüpfteppich ist fertig. Ich nehme das dankbar an, mich mal wieder so richtig freuen zu können. Noch immer habe ich an zu kauen an den eigenen veränderten Bedingungen, an fehlenden Besuchen meiner Kinder, an Kontaktbeschränkungen. Es hat sich halt vieles verändert. Ob es wieder so sein wird, wie es war, weiß ich nicht. Ich versuche mich einzurichten und habe gestern eine schöne Erfahrung gemacht.

„Der Knüpfteppich ist fertig. Und was kommt nun?“ weiterlesen

Jetzt bleiben wir mal schön auf dem Knüpfteppich.

„Jetzt bleib aber mal auf dem Teppich!“, mahnte meine Mutter immer, wenn mein Übermut mal wieder überschäumte. Das möchte ich jetzt auch so manchem sagen, der meint, die Wahrheit und Richtigkeit gepachtet zu haben. Ich finde das ganz schön überheblich. Aber was soll’s, mir geht es doch heute (fast) nur um meinen Knüpfteppich.

Fast fertig habe ich ihn meinen Knüpfteppich aus selbstgesponnener Schafwolle. Ich kann sagen, dass ich stolz darauf bin, so etwas geschaffen zu haben.
Ach, was bin ich froh, so viele Dinge zu haben, die mich wirklich interessieren und mit denen ich mich beschäftigen kann. Das hält mich fern von so mancher unliebsamen Diskussion. Und das ist gut so. Aber nun erstmal zu meinem Teppich …

„Jetzt bleiben wir mal schön auf dem Knüpfteppich.“ weiterlesen

Farbe im Herbst und die Geschichte meiner Ziegenuhr.

Nein, besonders mag ich den Herbst nicht, diesen leisen Abschied in die Ruhe. Und je schneller es abends dunkel wird, um so mehr suche ich die Farbe. Farben sind das Lächeln der Natur, sagte William Holman Hunt. Stimmt, es ist noch einmal ein ganz besonderer Gruß.

Das einzige, was mich am Herbst immer tröstet, ist Farbe. Der Spatzenbaum vor dem Wohnzimmerfenster färbt sich langsam rot. Die Photosynthese wird herunter gefahren und damit die Erzeugung des Chlorophylls, des grünen Blattfarbstoffes. Ach ja, darüber habe ich mal meine Biologie-Abi-Arbeit geschrieben. Es ist so lange her.

„Farbe im Herbst und die Geschichte meiner Ziegenuhr.“ weiterlesen

Aus der Teppichwerkstatt: Fädchen um Fädchen, mit Ruhe und Bedacht.

Es wird Zeit, dass ich mich mal wieder melde. So einiges war los hier, war zu klären und zu organisieren. Langeweile kommt nicht auf.

Besonders aktiv war ich in der letzten Zeit in meiner Teppichwerkstatt. Einiges war aber auch noch in der Wohnung zu werkeln und noch immer ist nicht alles fertig. Zum Beipiel ist noch immer nicht der Fernseher angeschlossen. Ich muss aber auch sagen: Ich brauche ihn nicht.
Fliegenfenster haben wir gebaut für alle Räume und vielleicht lassen mich die kleinen Blutsauger von Mücken nun in Ruhe. Nur Penny nervt: Türe auf, raus, Türe zu, Türe wieder auf, rein, Türe wieder zu …. usw.

„Aus der Teppichwerkstatt: Fädchen um Fädchen, mit Ruhe und Bedacht.“ weiterlesen

Teppich knüpfen. Aller Anfang ist immer erstmal arg langweilig.

So langsam wird Ordnung in der Wohnung. Und damit kommt die Gemütlichkeit und das Bedürfnis, mal anderes zu machen als zu räumen.

Ich werde wieder einen Teppich knüpfen.
Gestern kam meine Bestellung von Junghans Wolle an. Ich brauchte neuen Untergrund, mein Knüpfhaken war zerbrochen nach dem Umzug und zwei Wollproben wollte ich ausprobieren und mit der eigenen vergleichen. Also, wennn man die fertigen Wollfäden verwendet, wird es ein teures Vergnügen. Ich will sehen, welche meiner gesponnenen Wolle den Mustern ähnlich ist. Bei solchen Tätigkeiten kann ich mich auch selber wieder sortieren. Und genau das ist dringend nötig.

„Teppich knüpfen. Aller Anfang ist immer erstmal arg langweilig.“ weiterlesen

Aus der Umzugskiste: In der Pause wird gezwirnt.

Dinge aussortieren, andere in Kisten packen, fluchen, dass der Rheumaschub jetzt gerade gar nicht passt – da braucht man ab und an eine Pause. Und die tut mir gut, wenn ich mich mit Wolle beschäftigen kann.

Immer mehr Zeuchs wandert in die Umzugskiste.
Meine Freundin hat heute allerdings zwei große Kisten Bücher bei mir abgeholt. Manches brauche ich einfach nicht mehr, denn es ist noch aus meinem Leben als Lehrer. Ich werde das nie wieder unterrichten und die betreffenden Computerprogramme nutze ich nur noch privat. Also, weg mit Büchern und allerlei Papier.

„Aus der Umzugskiste: In der Pause wird gezwirnt.“ weiterlesen

Tieraugen filzen. Und was war noch so los?

Mein alter Blog ist weg, die geschriebenen Anleitungen auch. Ich werde sie mir wieder erarbeiten. Auch so etwas gehört zu meinem Blog. Heute zeige ich mal, wie ich es beim Filzen mit den Tieraugen halte.

Ich arbeite wieder an meinem Filzbuch. Tieraugen zeichnen und filzen, das war gerade mein Thema. Ich hatte schon mal eine Anleitung dazu in meinem alten Blog. Der Blog ist weg und mit ihm meine Anleitungen. Das ist schade, weil ich genau so etwas gerne zeigen will.
Meine Zeichnungen habe ich noch, die Abstraktion der Augen auch und auch Fotos von den mit der Nadel gefilzten Tieraugen. Dann bastele ich das mal wieder hierher und kuck mal, was es sonst noch gab.

„Tieraugen filzen. Und was war noch so los?“ weiterlesen

Der Nachttopf muss natürlich immer mit.

Ich will kein Corona-Tagebuch schreiben. Eigentlich. Aber ich bleibe zu Hause und ich fürchte, irgendwie wird es wohl doch genau ein solches Tagebuch. Jammern will ich nicht, mich ergeben auch nicht. Und doch ist das Bloggen nun etwas anders.

So. Nun aber mal wieder ran an die Tastatur. Es wird Zeit. Ich möchte euch heute meinen ganz besonderen Nachttopf zeigen und was es mit ihm auf sich hat. Nein, eklig oder schlüpfrig wird jetzt nichts. Es ist nur so, dass ich im Moment fast nur zu Hause bin, nicht mit großartigen Erlebnissen aufwarten und keine tollen Bilder zeigen kann. Für einen winzigen Moment habe ich mal wieder darüber nachgedacht, mit dem Bloggen aufzuhören. Es war aber nur ein Moment.

„Der Nachttopf muss natürlich immer mit.“ weiterlesen

Nadelfilzen und Spinnen. Eigentlich wollte ich in Online-Quarantäne gehen.

Ach, ich bin hin und her gerissen, Nerven liegen manchmal blank und dann komme ich mir vor, als hätte ich gar nichts mehr zu sagen. Ich wollte eigentlich in Online-Quarantäne gehen.

Ich bin zu Hause.
Schon lange, eigentlich seit ich ahnte, dass irgendwas nicht stimmt, es etwas gibt, was mir gefährlich werden kann. Am Anfang musste mir sogar sagen lassen, dass ich übertrieben reagiere. Und jetzt habe ich Angst, dass „die Welle“ uns überrennt und dass Freunde vom Schlimmsten betroffen sind. Mir fehlen oft die Worte, ich kann nicht fotografieren draußen, habe kaum Besonderes zu vermelden. Ich wollte schon in Online-Quarantäne gehen, aber ist das richtig?

„Nadelfilzen und Spinnen. Eigentlich wollte ich in Online-Quarantäne gehen.“ weiterlesen