Ein Nutria kam, sah, siegte und ging wieder. EinNutria und zwei halbe Enten.

Woher wusste das Nutria, dass ich tierlieb bin? Es war schon sehr zutraulich.

Es regnet in Strömen. Und da kann man sich ja mal wieder drinnen etwas beschäftigen, mit Bildbearbeitung zum Beispiel.
Den lustigen Gesellen habe ich im Park getroffen und die Kamera draufgehalten. Da erwischt man allerdings auch noch Dinge, die nicht auf’s Bild sollten. Und wie man die wieder weg bekommt zeige ich heute mal.
(Liebe Beate N., ich hoffe, dass ich dir eine Freude machen kann.)

Der Nutria, der aus dem Teich stieg und wieder verschwand
Nutria pitschnass

Hehe, wer kommt denn da? Der Nutria ließ sich von mir überhaupt nicht stören. Gelassen marschierte er an mir vorbei auf die Wiese.

Das war schon ein recht neckiger Geselle. In aller Ruhe suchte er die Wiese ab und machte sich wieder auf den Rückweg. Sanft ließ er sich in den Angelteich gleiten und verschwand.

Bildbearbeitung: Der Nutria und zwei halbe Enten

So sah das eine Bild tatsächlich aus. Es gab noch zwei halbe Enten, die so einfach nur störten. Mit dem Retusche-Werkzeug „Flecken entfernen“ habe ich zuerst die Ente umfahren, so dass eine Auswahl entsteht.

Mit dem Werkzeug zieht man an eine andere Stelle im Bild und sieht in der Vorschau sofort den gewählten Ausschnitt in der Auswahl. Ist es zufriedenstellend, dann sorgt ein Klick dafür, dass der Inhalt geladen wird.
Die zweite Ente verschwand auf die gleiche Weise. Das Programm arbeitet sehr ordentlich und präzise.

Nutria

Freund Nutria ist jetzt ohne die zwei halben Enten zu sehen, ich bin zufrieden und mache mich wieder vom Acker von der Wiese. Na dann: Lasst es euch gut gehen.

Hofgeschichten. Füttern der Jungvögel ist im vollen Gange.

So ein Blumenweg würde jede Braut erfreuen.

Ich freue mich gerade sehr über das Füttern der Jungvögel in meinen Innenhof. Gut, dass ich das so habe, denn es war gerade etwas anstrengend. Es gab so allerlei zu beantragen und das ist mit Aufwand verbunden, mit viel Zettelkram.

Das Wetter ist immer noch recht kühl, so dass Draußensitzen noch nicht so der Renner ist. Ich warte noch geduldig auf den Impftermin. Irgendwann wird auch das Geschichte sein.

Hofgeschichten-Gewitterstimmung
Ich freue mich über jeden Tropfen Regen

Die letzten Jahre war es hier viel zu trocken. Jetzt freue ich mich über jeden Tropfen Regen. Ich glaube, die Regenmenge der letzten Zeit hat noch lange nicht das Defizit ausgeglichen. Aber immerhin: Es sieht draußen nicht alles so trostlos aus wie in den Dürrezeiten der letzten Jahre.

Hofgeschichten - Jungvögel werden gefüttert
„Danke, dass ich auch was abbekommen habe.“

Während die Meisen, Stare und alle anderen ihr Jungvögel füttern, bauen zwei Tauben im Kirschbaum ein Nest. Vielleicht sind sie einfach umgezogen, weil der Rabe jedesmal die kleinen Tauben holt. Interessant ist es, ihnen zuzusehen. Herr Taube balanciert mit Zweigen im Schnabel hinauf zur Astgabel, klettert über Frau Taube hinweg und übergibt ihr das Material. Sie baut dann eifrig. Der Rand vom Nest ist schon ordentlich hoch.

Star Jungvogel
„Wo bleibt sie denn? Huuuunger!“

Die Stareneltern haben jetzt viel zu tun. Hektisch essen sie selber etwas und dann werden die Jungvögel gefüttert. Ihr glaubt ja gar nicht, wie weit die ihre Schnäbel aufreißen können.

Zweie auf einem dürren Zweig geht nicht gut und so füttern die Alten manchmal im Fluge. Der Zweig wird angeflogen und flatternd werden die Schnäbel gestopft.
Ich habe heute nochmal Insektenfutter bestellt.

das Füttern der Jungvögel
der kleine Star Nimmersatt

Starkinder haben noch nicht das schöne metallig-gläzende Gefieder und noch einen grauen Schnabel. Wenn sie sich im Geäst verstecken oder in das Gras ducken, ist das schon eine gute Tarnung. Gut so, denn der Rabe ist ständig unterwegs.

Jungvögel Star
ganz still warten auf die Eltern

Ich kann mir jetzt schon vorstellen, was hier los ist, wenn die Kirschen reif sind. Die Obstbäume sind von der Gartenanlage übrig geblieben, auf deren Grund Grünau gebaut wurde. So schlecht finde ich das nicht, dass die Vögel ordentlich zum Fressen finden.
Da waren noch mindestens zwei Jungvögel im Baum, aber von denen sah man nur die Schnäbel aus den Blättern spitzen.

Abschiedsbild für heute.

So, jetzt ist es gut für heute. Die Zwerge zeigen es mir deutlich. 😀
Ich werde mich jetzt noch ein bisschen um meine anderen Projekte kümmern und dann mit Herrn E. mal anstoßen, denn der hat heute Geburtstag.

Warum meine Vögel beim Schlafen nicht vom Kirschbaum fallen?

Untertitel: Das Ding mit den zwei Hirnhälften

Gestern saßen meine Tauben im Kirschbaum. Ganz ruhig saßen sie da. Langsam sank ein Kopf ins Gefieder und dann schloss eine Taube die Augen. Sie schlief und ich fragte mich, warum meine Vögel vor dem Fenster im Schlaf nicht vom Kirschbaum fallen. Wahscheinlich weiß das jedes Kind, nur eben ich nicht. Also rein ins Netz und lesen.
(Ich Depp habe auch lange geglaubt, dass Vögel im Nest schlafen.)

Wenn die Vögel auf einem Zweig landen und in die Hocke gehen, dann verkürzt sich eine Sehne im Bein. Die Krallen, die den Zweig umfassen, verkrümmen sich und sperren. Wenn der Vogel sich wieder aufrichtet, entspannt sich die Sehne wieder, die Krallen entsperren und der Abflug kann starten. Genial.

Damit man auf Fressfeinde achten kann, schlafen Vögel mit nur einer Hirnhälfte. Das Auge auf der wachen Seite bleibt offen und beobachtet die Umgebung. Ich weiß wirklich nicht, wieso wir uns immer für so genail halten. Andere Lebewesen habe da einiges, was wir nicht haben.

Ein neuer Gast am Futterplatz

Also, Krawallsäcke sind das schon, die Stare. Polternd landete ein neuer Gast an meinem Fenster. Etwas scheu war er zuerst noch. Bei der kleinsten Bewegung sauste er wieder ab. Die Kamera war natürlich immer da, wo ich nicht war und so dauerte es ein Weilchen, bis ich Fotos machen konnte.

Den ganzen Winter über hat keiner der Vögel das Futter mit Insekten auch nur angeschaut. Jetzt scheint es sehr willkommen zu sein. Stars kamen dann zu viert und mein Fridolin, der Kleinspecht, holte sich seine Ration auch wieder ab. Er musste sich aber erstmal mit Stars zanken und ihnen die Meinung geigen.

Ich sah dann, warum der Vogel den Schnabel so voll nahm. Erst brachte er die Frau Gattin noch mit und dann auch noch zwei Jungvögel. Ein Theater war das am Futterhaus und was für ein Gezanke und Gezeter.

Ich habe viel zu tun wie meine Vögel, trotz Regenwetter

Das anhaltende Regenwetter war eine gute Gelegenheit, sich am Rechner in verschiedenen Programmen mal wieder so richtig auszutoben. Nach dem Besuch der Vögel sah mein Fenster nicht mehr sauber aus. Ich probierte gerade, mit der Kamera ein kleines Video aufzunehmen. Meinen Versuch zeige ich jetzt auch mal, trotz nicht blanker Scheibe und trotz, dass es noch Rohmaterial ist. Ich freue mich nämlich, denn langsam komme ich wieder immer besser zurecht mit der Kamera, am Rechner und in den neuen Programmen.

Rohmaterial: Ich bin ein Star und bin schon draußen.

So, ich beschäftige mal jetzt wieder meine beiden Hirnhälften, mit dem Videoschnitt und so. Es ist gut, dass ich die Möglichkeit dazu habe.
Ich wünsche euch allen einen so schönen Tag, wie ich in gerade habe.

Das Ding mit der Weisheit, Katzenkino und Wolliges.

Ich glaube, alles will ich gar nicht wissen, sehen oder hören.

Ein kleines Päuschen musste ich machen. Gestern wurde mir ein Weisheitszahn entfernt. Es war ja nur der Zahn, nicht die Weisheit, aber schön ist so was ja nie.

Auf dem Weg vom Zahnarzt nach Hause landete plötzlich neben mir ein Rabe mit Beute in den Krallen. Die schrie jämmerlich um ihr Leben, aber es nützte nichts. Irgendwann war es still.
Ich weiß, dass das der Lauf der Natur ist, aber musste das ausgerechnet neben mir passieren? In Tierdokus schalte ich das immer weg. Ich weis, dass es so ist, sehen muss ich das nicht.

Katzenkino
„Kein Respekt mehr! Die traut sich was.“

Dafür hatte ich zu Hause etwas zu lachen. Meine Penny hatte gar feines Katzenkino. Sie ist dann auch noch auf das Fensterbrett gestiegen. Die Taube hat das wenig beeindruckt. Katze und Taube betrachteten sich ausgiebig. Es hätte bloß noch gefehlt, dass sie sich Küsschen gegeben hätten.

Weisheit - sie nutzt die Tränke auch
„Darf ich auch ein Schlückchen Wasser haben?“

Sie hat entdeckt, dass es hier Wasser gibt. Ist das auch ein angeborene Stücke Weisheit?
Ich gönne ihr das Wasser auch. Und Penny hat was zu kucken.

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Der Kampf mit der Plastiktüte und andere Hofgeschichten.

Manches gibt mir zu denken.

Über Hofgeschichten habe ich ja nun schön öfter geschrieben. Meist ist es ja recht schön, was ich zu berichten habe, z.B. dass nun auch noch neben dem Kirschbaum ein anderer Baum blüht. Richtig schöne rosa Blüten hat der Baum.
Als ich mich daran machte, diese Blüten zu fotografieren, sah ich etwas, was mir sehr zu denken gab.

Nicht alle nehmen ihren Müll mit nach Hause oder entsorgen ihn dort, wo es seine Ordnung hätte. Vor meinem Balkon liegt öfter mal eine Verpackung von Imbiss-Essen oder Milch- und andere Becher. Es ärgert mich, vor allem weil ich schlecht laufen und das schlecht wegräumen kann. Heute lag Plastikmüll neben dem Weg am Kirschbaum.
Das ist eben keine schöne Hofgeschichte.

Hofgeschichten: eine Amsel sucht Nistmaterial.

Seit zwei Tagen versuchte eine einsame Amsel im Kirschbaum ein Nest zu bauen. Es wundert mich, dass sie alleine war. Normalerweise bauen beide Amsel-Eltern am Nest. Sie hatte es eilig. Fast ein bisschen panisch versuchte sie, in einer Astgabel zu bauen. Vielleicht war es ihr erstes Nest.

Hofgeschichten

Viel Nistmaterial findet sich hier nicht. Da ist es nun wieder viel zu aufgeräumt im Innenhof. Alles an kleinen Ästchen hatten die anderen schon weggeschleppt und Bast von den Zweigen abziehen, dazu war offensichtlich keine Zeit. Und so interessierte sich die Amsel schließlich für die Plastiktüte und schleppte sie schließlich auf den Baum.
Mich berührte das unangenehm.

Amsel verbaut Plastik

Das Weiße hinter dem Amselbeinchen sind keine Kirschblüten. Das ist eine Plastikfolie. Ich finde das traurig, wenn auch die Tiere mit unserem Plastikmüll leben müssen oder nichts anderes finden für ihren Nestbau.

Das Nest wurde nicht fertig. Ich weiß nicht, ob ein Windstoß dafür sorgte, dass alles wieder zu Boden fiel. Plastikfolie lässt sich nun mal nicht zu einem Vogelnest verflechten.
Ich finde es gut, dass es solche Tüten bald nicht mehr gibt. Und vielleicht passen wir in Zukunft einfach etwas besser auf, was in den Wäldern, Flüssen und Seen landet. Und eben auch auf den Wiesen zwischen den Häusern.

Hofgeschichten: rosa Blüten

Etwas Schönes will ich aber auch noch zeigen: die rosa Blüten am Baum im Innenhof als doch noch schöner Abschluss meiner heutigen Hofgeschichten. Solche Fotos wollte ich eigentlich zeigen und in den Mittelpunkt stellen. Nun bekommt eines doch noch seinen Platz.

Ich mache mich jetzt wieder auf die Suche nach etwas, wo ich mich mehr engagieren kann. Mich einfach still auf’s Altenteil zurückziehen kann ich nicht, trotz Behinderung.

Euch allen wünsche ich einen schönen Sonntag, so am Mai-Anfang.

Kirschblüte, Pflanzenzucht und ein Drama vor dem Fenster.

Geschichten draußen, auf und vor dem Balkon.

Vom Schreibtisch aus habe ich einen guten Blick nach Draußen. Die Kirschblüte ist in vollem Gange und die Büsche und Bäume bekommen Blätter. Es wird langsam grün.

Morgennebel - gesehen vom Schreibtisch aus
Morgennebel

Vorgestern sah es weniger nach Frühling aus, was ich vom Schreibtisch aus sah. Dicke Nebelschwaden zogen durch den Innenhof. Schade, dass ich mich nicht auf den Weg machen konnte. Ich bin ja bekennender Nebelfan und hätte gerne Fotos gemacht da draußen oder in den Lachen.

Sonne hinter dem Kirschbaum
Kirschblüte vor dem Fenster

Heute war das doch schon viel freundlicher.
Ich versuche mir solche Bilder einzuprägen und zu behalten. Das neutralisiert viele unangenehme Nachrichten, die über den Tag verteilt auf einen hereinrasseln.

Kirschblüte
ein wirklich schöner Anblick

In meinem Innenhof steht eine Tanne. Sie bietet quasi Etagenwohnungen an. ein Taubenpärchen brütet hier, aber auch Familie Elster. Ein Rabe interessierte sich offensichtlich für die Nester. Die beiden Elstern wurden richtig fuchsig. Sie waren kleiner als der Rabe, aber wendig und wild entschlossen, ihre Brut zu beschützen. Zuerst jagten sie gemeinsam den Raben aus der Tanne in die Lärche nebenan, und dann Ast für Ast nach oben. Immer wieder attackierten sie gemeinsam den großen Vogel, bis der schließlich das Feld, oder besser Tanne und Lärche räumte.

Ich weiß, dass das in der Natur der Sache ist. Rabens haben auch hungrige Mäuler zu stopfen. Trotzdem habe ich mich gefreut, dass es so ausgegangen ist.

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Der Stieglitz. Hier gibt es keinen Nachbarschafts-Streit.

So schrieb es heute die Heinz Sielmann Stiftung.

Ich freue mich so sehr. Und wenn ich mich freue, schäumt es immer über.
Besuch hatte ich heute am Futterhaus vor dem Fenster. Familie Stieglitz war da.

der Stieglitz

Im Garten konnte ich schon welche beobachten. Hier habe ich die Vögel noch nicht gesehen gehabt. Bis heute nicht. Na dann: herzlich willkommen, ihr kleinen Gesellen.

Der Stieglitz lebt oft in Gruppen. Sie gehen zusammen auf Nahrungssuche und oft brüten mehrere Familien in einem Baum. Gezanke gibt es da nicht. Das macht mir den kleinen gefiederten Gesellen so richtig sympathisch.
Nestbau und Brüten ist die Sache des Weibchens. Das Männchen schafft das Futter herbei und füttert mit. Die Vögel sind Vegetarier. Sie fressen am liebsten Sämereien. Na, dann werde ich sie mal gut versorgen und auch Ehrenpreis und ähnliches anbauen, damit ich den Samen ernten kann.

der Stieglitz

Der Vogelname ist dem Ruf und Gesang nachempfunden. Sein „stieglitt“ ertönt jetzt öfter vor meinen Fenstern. Er wird auch Distelfink genannt und das gefällt mir fast besser. Wie der Name schon sagt: Er mag auch Disteln, „gebohnerte“ Gärten dagegen nicht so sehr. Meiner Genossenschaft muss ich mal sagen, dass die Büsche und Sträucher nicht aller Furzminuten beschnitten werden müssen.

Unser Futterhaus ist jetzt immer gut besucht. Das freut den Herrn E., weil er dann wieder „sei Kehrwoch“ auf dem Fensterbrett machen kann.

Draußen regnet es jetzt wieder. Ich verkrümele mich gleich wieder in meine Programme. Euch wünsche ich einen schönen Sonnabend und dass ihr euch auch über etwas freuen könnt, so wie ich gerade.

Und jetzt warte ich darauf, dass es wieder wärmer wird.

Es war ein schöner Tag gestern, trotz Stille. Ich danke alles, die an mich gedacht haben. Es ist schön, Freunde zu haben.

Gestern bin ich nicht so Recht zu irgendetwas gekommen. Anrufe, Grüße, zwei kurze Besuche – draußen mit Abstand und Maske, Mails, Nachrichten, Videotreffen … Nein, einsam war es nicht an meinem Geburtstag, auch wenn es doch etwas wärmer hätte sein können. Ich bin reichlich beschenkt worden, sch0n alleine, dass Freunde da waren, sich gemeldet haben. Ich danke euch allen herzlich.

ein Spaziergang durch Grünau-Ost

Eine Geburtstagstorte gab es nicht, denn ich überlege mir im Moment genau, was ich esse und was nicht. Jedes Gramm weniger muss ich nicht mehr tragen.
Ich habe die Torte keineswegs vermisst.

Die Kontakte gestern, sowohl die kurzen direkten als auch die virtuellen, haben mich einerseits sehr berührt und auf der anderen Seite angespornt, das kalte, aber schön sonnige Wetter zu nutzen und nach Draußen zu gehen. Leicht fällt es mir nicht, denn jeder Schritt fühlt sich an wie Messerstiche. Bewege ich mich aber nicht, wird alles viel schlimmer. Dass ihr da wart, hat mir Mut und Kraft gegeben, mehr als ich je für möglich gehalten hätte.

warten darauf, dass es wärmer wird
der Wind war noch eisig

Ich war an zwei Tagen nur in meinem Grünau unterwegs, komme ja im Moment nicht weit weg und will die Öffentlichen nicht bemühen. Für morgen zum Beispiel steht schon wieder ein kleines Ziel fest. Es ist schön, den Frühling zu sehen und zu riechen. Und doch warte ich sehnsüchtig darauf, dass es noch wärmer wird, ich alte Frosthucke.

So, für heute ist es genug. Ich sage mal Tschüss, bis morgen. Da werde ich vielleicht erzählen, wieso meine Katze und ich uns erbittert um ein Geschenk zanken.

Ach ja:
Isa hatte mir eine virtuelle Grußkarte geschickt. Egal, wie alt ich gestern geworden bin, ich möchte es mir immer und in jeder Situation bewahren, ein bisschen Kind zu bleiben. Und deshalb gebe ich das Gedicht von Rainer Maria Rilke weiter.
(Danke, Isa, dass du mich daran erinnert hast.)

Du musst das Leben nicht verstehen

Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken lässt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.

Rainer Maria Rilke

Tomaten, Tomatenpflanzen, auf den Augen und andere Geschichten

Tomatenpflanzen pikieren ist eine feine Beschäftigung bei Schneeregen und Mistwetter. Langeweile kommt nicht auf.

Tomatenpflanzen pikieren stand heute auf meinem Stundenplan.
Wenn ich schon nicht zur Erde gehen kann, um darin zu buddeln, muss die Erde eben zu mir nach Hause kommen. Herr E. musste sie anschleppen, kleine Töpfchen für die Anzucht der Tomatenpflanzen hatte ich noch.

Tomatenpflanzen
Alles besetzt! Tomatenpflanzen haben es hier warm.

Heute waren also meine Tomatenpflanzen dran. Die Gurkenpflanzen wachsen schon ordentlich. Zweie haben schon die Reise in die Elsteraue angetreten. Meist sind es zu viele Pflanzen und alle, die ich nicht brauche, verschenke ich. Ich kann nichts umkommen lassen.

Die kleinen Pflanzen stehen überall auf den Fensterbrettern herum. Der Penny scheint das zu stinken, denn sie verließ heute morgen murrend ihren Lieblingsfensterplatz.

Spionageposten jetzt muss geteilt werden mit Tomatenpflanzen
Der Spionageposten, auf dem der Katze nichts entgeht.

Ich freue mich darauf, wenn die kleinen Tomatenpflanzen in ihrer „Wanderkiste“ sind. Wenn es wieder wärmer draußen ist, wandern sie tagsüber und zeitweise raus auf den Balkon in die Sonne und spätestens nachts wieder rein. Bis sie dann in den Garten können. Nennt man das eigentlich auch „auswildern“?

Ein Tomatenzelt im Garten wird es nicht wieder geben, weil sich darin immer Insekten verfingen. Rein fanden sie immer, raus nimmer. Das gefällt mir nicht.

Und was sieht meine Katze eigentlich da draußen?

Post ist da
Penny schaut immer mal, ob der Herr Post Leckerli für Katzen mit hat.

Penny bedauert es bestimmt, dass unser Herr Post nicht auch noch Leckerli für Katzen einstecken hat, verfressen wie sie ist. Und während ich nachdenke, was die Postleute den ganzen Tag lang für Sendungen herum schleppen und zustellen müssen, buddele ich schon wieder in der Erde.
Hach, wie die riecht! Das ist für mich Leben.

Auf dem Dörfchen damals habe ich mich danach gedrängelt, mit einer alten Kartoffel-Legemaschine mitfahren zu können. Ich wollte das unbedingt mal mitmachen. Jetzt ist halt alles kleiner, aber Erde und Pflanzen liebe ich immer noch. Auch wenn die Hände mal schmutzig werden.
Ich freue mich schon darauf, auf dem Balkon Baldrian, Lungenkraut und Beinwell pflanzen und säen zu können. Das sind sehr schöne Pflanzen und nützlich sind sie auch noch, für die Bienchen und für mich.

Nebelkrähe
Es hagelt und der Nebelkrähe gefällt das auch nicht.

Ach so ist das: Für die Nebelkrähe interessiert sich die Penny. Der gefällt es draußen heute auch nicht sehr. Ach, wenn es nach mir gehen würde, …
Ich weiß nicht, warum meine Mutter mich immer als Nebelkrähe bezeichnet hat, wenn wir Zoff hatten. Ich finde die gar nicht schlecht. Und hässlich auch nicht.

Gestern kamen meine beiden Magnete von der Seehundstation Friedrichskook an. Ich finde es toll, was dort für eine Arbeit geleistet wird und deshalb versuche ich, das ein ganz klein wenig zu unterstützen. Manchmal kommt mir das zuwenig vor, was ich tun kann, aber alles ist besser als nichts.
Und jetzt ist erstmal Wochenende.

Seehundstation

Vogelhochzeit draußen und ich drinnen rennend von Fenster zu Fenster.

Die Kamera war immer da, wo ich gerade nicht war.

Kalt ist es draußen, aber das hält nichts mehr auf. Abends muss ich meine Balkonpflanzen noch einpacken, draußen ist aber tagsüber die Vogelhochzeit schon in vollem Gange.

Vogelhochzeit bei Familie Rabe

Schreiben wollte ich eigentlich. Da sah ich von meinem Schreibtisch aus etwas, was mich sehr erfreute.
Mir gegenüber, auf der anderen Seite der Straße waren Rabens dabei, ihr Nest zu bauen. Ob sie schon im vergangenem Jahr dort waren, weiß ich nicht. Sie schleppten Baumaterial hoch, gingen oft kopfüber an ihrem Bau. Und in den Pausen saßen sie auf dem Rand und hielten eben Vogelhochzeit.

Das Nest und die Vögel sind weit weg. Eine arge Herausforderung ist das für meine Kamera. Auch sind die Vögel ständig in Aktion und allerlei Zweige und Ästlein sind auch im Wege. Bei so viel Geflatter und meinen technischen Gegebenheiten kann man keine Wunder erwarten. Ich habe trotzdem fotografiert und viel Spaß gehabt. Meine Geschichten kann ich trotzdem erzählen.

Einer der Rabenvögel bleibt immer in der Nähe des Nestes. Nicht, dass ein Konkurrent abwartet und sich in das fertige Eigenheim fläzt.

Vogelhochzeit ist auch bei Elsters

Auf der anderen Seite meiner Wohnung stolzierten Elsters wie auf dem Catwalk. Offensichtlich liefen auch hier die Vorbereitungen für die Vogelhochzeit. Frau Elster zickt aber noch. Oder gehört das dazu? Ihr Gatte wird noch ein bisschen Überzeugungsarbeit leisten müssen.
Sicher bin ich mir noch nicht, wo ihr Nest ist. Ich vermute in der großen Tanne.

Ringeltaube auf Futtersuche

Huch, eine alte Bekannte! Sie habe ich in meinem alten Innenhof, einige Ecken weiter, immer gesehen. Tauben sammelten all die Körnchen auf, die die anderen Vögel aus dem Futterhaus scharrten.
Manchmal, im heißen Sommer, habe ich ihnen Wasser und Körnchen auf das Fensterbrett gestellt, aber sie sind nicht gekommen. Hier wohnen sie also!

Probesitzen im alten Nest der Türkentaube

Herr und Frau Taube inspizieren „meinen“ Kirschbaum. In der Astgabel sind noch die Reste des alten Nestes der Türkentaube. Die habe ich in diesem Jahr noch nicht gesehen, aber Frau Ringeltaube hatte schon vor Tagen mal Probesitzen in dem kleinen Nest gemacht. Da werden die beiden Täubchen wohl anbauen müssen.

Vogelhochzeit bei Taubens

Ooooooh! Jetzt kam ich gar nicht mehr weg vom Fenster. Ich sauste zwar immer mal auf die andere Seite der Wohnung, um zu schauen, was bei Rabens los ist, aber die Tauben waren zu schön anzusehen. Sie zupften und putzten sich gegenseitig. Naja, und mit einem bisschen Mühe passten beide auf das Nest. Naja, fast. Mal sehen, ob ich da oben im Kirschbaum kleine Tauben habe.

Kirschbaumwurzeln
Die Wurzeln des alten Kirschbaumes.

Ich finde es schön, hier zu wohnen in Leipzig-Grünau. So nah an manchem war ich lange nicht. Noch sind die Bäume und Büsche kahl. Das hat den Vorteil, dass ich vieles gerade gut beobachten kann, eben auch eine Vogelhochzeit. Bald ist alles wieder so schön Grün, anders als in den Häuserschluchten der Großstadt. Ich freue mich schon auf Sonne und Wärme und gemütliche Stunden auf meinem Balkon.
Hach, es war ein ordentliches Hin- und Her-Gerenne für mich, aber vor allem war es ein Tag, der mir viel Freude gemacht hat. Mal sehen, was es noch zu entdecken gibt in der nächsten Zeit. Morgen will ich nochmal raus, bevor der angekündigte Regen und der Sturm beginnen.