Das Gezwitscher der Spatzen: In meiner Badewanne bin ich Kapitän.

Es ist unglaublich schön, mit der Kaffeetasse am Wohnzimmerfenster zu sitzen. Im Hof spielen Jungen und Mädels Fußball, Muttis treffen sich am Spielplatz und auf meinem Fensterbrett tummeln sich Vögel. Ihnen könnte ich stundenlang zusehen.

Das Gezwitscher der Spatzen gefällt mir. Und manchmal verstehe ich es sogar. Jaja.
Da wo ich erst wohnte, war es still im Hof. Im Nachbarhaus fütterte eine ältere Dame die Vögel auf ihrem Balkon, aber die waren nicht laut. Im Hof waren kaum Kinder. Einen Jungen mit Fußball sah ich manchmal. Ich finde es viel schöner, wenn ich Wohngeräusche und spielende Kinder höre, wenn ein Hund bellt oder jemand laut lacht. Sonst komme ich mir vor, wie in einem Hollywood-Endzeitfilm, als einsamer Überlebender.

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Tastentage zum Grünauer Kultursommer. Piano-Medley von Thomas Krüger.

Nein Leipzig-Grünau ist nicht einfach eine Schlafstadt. Besonders zum Grünauer Kultursommer und auch zu den Tastentagen erwacht es zu einem ganz besonderen Leben.

Als ich mit meiner Freundin vom Agragelände zurückkam, hörten wir Klaviermusik in der Nachbarschaft. Ach ja, die Tastentage. Es fiel mir wieder ein.
Wir hatten noch keine Lust, nach Hause zu gehen und bewegten uns hin zum Amphitheater, Alte Salzstraße. Thomas Krüger, Mr. Pianoman, gab ein Konzert. Krüger ist dem einen oder anderen einerseits sicher von Youtube bekannt und andererseits habt ihr ihn vielleicht auch in eurer Stadt schon gesehen, auf Bahnhöfen, auf dem Flugplatz oder eben mittendrin. Aber eben immer an einem Klavier oder Flügel.

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Ausblicke. Hungrige Vögel, eine Knüpfprobe und ein Buch.

Ich habe gelesen, dass Menschen im Krankenhaus, die auf viel Grün schauen konnten, viel weniger Schmerzmittel brauchten. Manchmal möchte ich an meinem Essplatz einfach nur sitzen bleiben. Es ist schön inmitten von so viel Grün und immer was los ist da Draußen auch.

Die Ausblicke habe ich in vollen Zügen genossen. Erst heute Morgen wieder wurde mir bewusst, wie schön ich es in meiner neuen Wohnung habe. Es ist wirklich so, als würde ich in einem Gartenhäuschen wohnen. So viel Grün um mich herum.
Morgens öffne ich die Balkontür und krieche nochmal für einige Minuten ins Bett, höre den Vögeln zu und gestern dem Regen. Die Elstern schimpfen über irgend etwas, die Tauben balzen und gurren, bei Spatzen ist lautstarke Diskussionsrunde.
Ansonsten ist es noch ganz still. Grünau ist noch nicht so richtig erwacht.

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Labkraut – zufällig entdeckt und für bewundernswert befunden.

Es war heiß und eigentlich hatte ich keine Lust, raus zu gehen. Ich habe mich dann doch überreden lassen und fand es dann doch noch ganz interessant.

Wenn ich gleich gewusst hätte, dass ich Labkraut entdecken werde, hätte ich nicht soviel so viel dagegen gehalten:
Ich wollte erst gar nicht raus. Es war heiß draußen, ich kann nicht gut laufen und auf die Gehhilfen kann ich mich gerade gar nicht stützen.
„Wir nehmen den Rollstuhl.“
„Neiiiiiiiin!!!“
Ich kann mich nicht an das Ding gewöhnen. Mit meinen Händen kann ich mich nicht fortbewegen und dass mich bei der Hitze jemand schiebt, hielt ich für unzumutbar. Mir kamen schon wieder die Tränen. Himmel, was bin ich für eine Heulsuse.

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Es grünt so grün, wenn … umtopfen, düngen, gießen.

Martin aus HH hat mich heute angespitzt zu diesem Beitrag. Er schreibt nämlich heute über seine Grünlilie und meine Tochter und ich hatten das Thema neulich auch, bei einem Schwatz über den großen Teich hinweg.

Es grünt bei mir. Draußen sowieso und da spende ich immer mal Wasser und drinnen tut sich auch einiges. Alle Zimmerpflanzen sind umgetopft, dürfen wieder wachsen und für ein gutes Raumklima sorgen. Mir gefällt es mittlerweile wirklich sehr in der neuen Wohnung.
Ich bin so dankbar, dass ich diese Wohnung hier bekommen habe. Hell und freundlich ist sie und nun auch so gestaltet, wie ich das haben möchte. Und funktional ist alles auch. Ich werde hier gut zurecht kommen und söhne mich gerade wieder etwas mit meiner Großstadt aus.

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Langsam ankommen und wohlfühlen in der neuen Wohnung

Der Umzug ist vorbei und es hat ein Weilchen gedauert, bis ich das verarbeitet hatte. Es war schon eine arge Aufregung. Da war Zähne zusammenbeißen angesagt.

Ich bin in der neuen Wohnung.
Das war schon alles eine aufregende Sache. Irgendwann war alles gepackt, früh gab es dann doch noch Hektik und dann klingelten die Jungs vom Umzugsunternehmen auch schon wieder. Es ging los! Sie waren nett und freundlich, aber auch schnell. Ich hatte Angst, dass ich ihnen nur im Weg herum stand und so habe ich mich beizeiten aufgemacht in die neue Wohnung. Mein Mann brachte mir dann auch gleich die Penny hinterher.

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Ein Schlüsselerlebnis an einem wirklich guten Tag.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie aufgeregt ich heute Morgen war. Ich hatte nämlich ein Verabredung.

Wenn man so will hatte ich heute ein echtes Schlüsselerlebnis.
Aufgeregt war ich, denn in meiner neuen Wohnung war ich erst einmal drin. Das war zur Besichtigung, Anfang des Jahres. Die Büsche waren damals noch kahl. Mein alter Innenhof ist viel schöner, dachte ich damals. Ich hatte mich mal wieder mächtig geirrt.

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Jubel und Gesang aus dem Biotop vor dem Küchenfenster

Schön ist es, ein kleines und feines Biotop vor dem Küchenfenster zu haben. Riechen, hören, sehen – alles ist möglich. Schön und beruhigend ist das.

Manchmal brauchst man einfach mal Ruhe. Ich mag im Moment nichts hören von der aufgeregten Welt und noch weniger etwas sagen, z.B. zu Boris Palmer und Konsorten, zu allerlei Spekulationen und kruden Theorien. Ich bin müde. Um so mehr freue ich mich über das Biotop vor meinem Küchenfenster, weil es mir Ruhe gibt.

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Eine Liebeserklärung an meine Schönauer Lachen.

Gestern hat es schlimm gebrannt in den Schönauer Lachen. Ich hatte auf meinem alten, verschwundenen Blog einige Beiträge zu einen meiner Lieblingsorte in der Großstadt. Ich nehme euch heute einfach mal mit auf einen kleine Reise.

Ich kann meine Gefühle nicht beschreiben, als ich gestern spät abends Flammen auflodern sah, gleich hinter der Straße, die mich von den Schönauer Lachen trennt. Mitten in der Großstadt gibt es ein Stück unberührte Natur, ein besonderes Naturschutzgebiet. Und dort, wo ich oft war, Kraft sammeln und den Rest der Welt mal vergessen konnte, wüteten die Flammen. Unsere Häuser waren nicht weit weg.
Nein, ich will nicht über das schreiben, worüber schon in Presse und Fernsehen berichtet wurde. Eine Fläche von sieben Fußballfeldern fiel den Flammen zum Opfer und es wäre nicht dabei geblieben, wenn nicht Feuerwehr und Polizei nicht bis weit nach Mitternacht im Einsatz gewesen wären.
Ich will euch mitnehmen auf einen Besuch in den Schönauer Lachen.

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Der alte Apfelbaum vor dem Spinnstübchen in Leipzig-Grünau.

Den alten Apfelbaum vor meinem Fenster sehe ich jeden Tag, wenn ich am Spinnrad sitze. Jetzt sieht er besonders schön aus, weil er in voller Blüte steht. Im Herbst trägt er rote Äpfel.

Der alten Apfelbaum vor meinem Fenster begleitet mich jeden Tag. Immer, wenn das städtische Forstamt am Werkeln war, musste ich sofort nachschauen, ob es vielleicht dem alten Baum an den Kragen oder besser den Stamm ging. Beim Spinnen schaue ich immer mal aus dem Fenster. Ich sehe meinen Baum und auch wie er sich verändert im Laufe des Jahres.

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