Sonntags. Von guten und schlechten Nachrichten und dem Mittendrin.

Man kann sich verstecken, die Ohren zuhalten, die Augen zu machen – man ist trotzdem immer mittendrin.

Oh ja, Nachrichten gibt es jetzt immer reichlich, aber alles höre ich mir nicht mehr an. Nein. Manchmal ist es nötig, sich wohl zu informieren, auszuwählen, sich seine Meinung zu bilden und seinen Weg zu gehen. Tut man es nicht, dann saust man wie ein Tischtennisball hin und her, bis man irgendwann kraftlos zu Boden fällt.
Ich denke, ich habe da eine gute Methode gefunden. Mit Ignorieren, Schönreden oder die Realität nicht zu sehen, hat das gar nichts zu tun. Manchmal habe ich schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich öffentlich sage: Ich komme zurecht.

Wetterberichte sind auch Nachrichten
Wetterberichte sind auch Nachrichten, oder?

Schön ist es nicht, das Zurückgezogen-Sein in diesen Tagen. Raus zieht es mich aber bei dem Wetter auch nicht. Das ist so ein Mischmasch, nichts Halbes und nichts Ganzes. Ich kann nicht sehr weit laufen, bei Glätte und Matsch schon gar nicht. Also bleibe ich drinnen. Schön ist es, wie gesagt, nicht.

Gemütlich mache ich es mir immer, zumindest versuche ich das. Licht und Wärme tun da gut. Das Schnurren meiner Katze auch. Und dann suche ich auch mal bewusst nach guten Nachrichten. Zweie habe ich schon mal parat.

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Unter Schafen – wenn auch nur für einen kurzen Moment.

… oder Untertitel: Warum trübe Gedanken in meinem Kopf keinen Platz haben

Unter Schafen bin ich jeden Morgen, wenn ich die Augen aufmache.
Die Freunde aus Mügeln haben mir einen Schaf-Kalender geschickt. Sie haben die Fotos selbst gemacht und auch den Kalender gestaltet.
Ich habe den Kalender so gehängt, dass ich die Schafe sehe, wenn ich erwache. Dann mache ich die Augen noch mal zu und höre sie den Schnee wegscharren, das Gras abratschen und die Lämmer nach ihren Müttern rufen. Schön ist das.

unter Schafen - die Gotland-Pelzschafe
Fotos im Kalender Gunter Steinbach

Die Nähe zu Schafen hat mir immer gut getan, auch damals als sich mein Leben gerade umkrempelte. Unter Schafen zu sein, hat mich damals wieder in die Spur gebracht.
Ich liebe diese ruhigen, lieben Tiere sehr. Warum soll ich diese Erfahrung jetzt, in dieser besonderen Situation, nicht auch nutzen können?

Das Januar-Bild im Kalender zeigt Gotland Pelzschafe. Sie kenne ich noch, denn ich durfte sie mal besuchen und dem Flaschenlamm Kuno sein Fläschchen geben. Als die Freundin mir Wolle schenkte von den Gotlandschafen, habe ich mich riesig gefreut. Sowohl ein Pullover ist daraus geworden , als auch Schals, mein geliebtes Schultertuch, Armstulpen und Socken. Socken aus Gotlandwolle stricke ich auch jetzt gerade wieder, diesmal für mich.

unter Schafen
frohe Momente

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Den Leineschafen im NSG Kulkwitzer Lachen etwas zurückgeben.

Manchmal nehme ich nichts an, weil ich nicht viel zurück geben kann. Ich weiß, dass das nicht immer richtig ist.

Vom NABU habe ich Wolle von den Leineschafen aus dem Naturschutzgebiet Kulkwitzer Lachen geschenkt bekommen. Ich schrieb schon öfter darüber, wie schön weiß, weich und doch strapazierfähig sie ist. Im Volksundemuseum Wyhra zum Beispiel habe ich mit Kindern diese Wolle gewaschen. Die Wolle war mit mir in Schulen, in Bibliotheken, zum Kirchweihfest in Grünau, … Ich wollte einerseits zeigen, wie wertvoll Schafwolle ist und andererseits wie schlimm es ist, sie wegwerfen zu müssen.
Ich habe viel bekommen und jetzt habe ich etwas zurück gegeben.

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Die ersten Socken gehen auf die Reise. Ein Loblied auf die Schafwolle.

Ich alter Geizhals muss mich mal wieder von einem Projekt trennen. Die ersten Socken aus selbstbesponnener und verstrickter Schafwolle gehen auf die Reise.

Neblig ist es heute, kühl, feucht und eben neblig-grau. Ich freue mich gerade sehr über meine Socken aus Schafwolle und hoffe, dass es die Beschenkte dann auch tut. Die ersten Socken gehen nämlich heute auf die Reise.
Zu Beginn hatte ich nur einen Berg schmutziger Schafwolle mit viel Einstreu drin. Säubern und Verlesen, Waschen, Zupfen, Kardieren und Kämmen, Spinnen, Stricken – das alles kostet Zeit und macht Mühe. Jetzt ist es fertig.

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Meisen-Airport. Und was noch so los ist.

Es wird mal wieder Zeit! Ich nehme mich jetzt mal wieder am Kragen und suche mir ein angenehmes Thema. Fast zumindest.

Was es mit dem Meisen-Airport auf sich hat, erzähle ich gleich. Zuerst muss ich Bauchgrimmen loswerden.
In meinem Ökonomiestudium hatte man uns mal gesagt, dass die benötigten Rohstoffe für die Weltwirtschaft bis ungefähr 2060 reichen würden. Himmel, ich war jung und das war weit weg. Man sagte uns auch, dass es dann verstärkt zu Gerangel und auch zu handfesten Kriegen führen würde. Ja, das glaubte ich unbesehen. Der Vietnam-Krieg war allgegenwärtig. (Weiß noch jemand, was der Anlass war?)
Und jetzt lese ich das Buch „Überleben“ von Dirk Steffens und mich packt das kalte Entsetzen.

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Die Messe Veggienale & Fairgoods, „Nordwolle“, spinnen und Teppich knüpfen.

Ich hatte eine Eintrittskarte für die „Veggienale & Fairgoods“ gewonnen und habe die kleine, aber feine Messe besucht. Und dann war ich noch mit spinnen und Teppich knüpfen beschäftigt. Ach, es gibt so feine Neuigkeiten! Manchmal braucht man wieder einen Anschubbser. Dann klppt es auch wieder mit neuen Plänen.

Bei einem Gewinnspiel von „Nordwolle“ hatte ich eine Eintrittskarte gewonnen und so packte mich meine Freundin ins Auto und wir fuhren zur „Veggienale & Fairgoods“ und besuchten die Messe auf dem Agra-Gelände. Besonders war, dass ich mein Lieblingsunternehmen besuchen konnte. Manchmal braucht es Anregungen. Und dann klappt es auch wieder mit dem Mut zu neuen Plänen.

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Der ganz leise Abschied meiner Haus- und Hof-Wespe.

Es lässt sich nicht mehr übersehen, aber es herbstet schon ein bisschen. Noch ist Spätsommer und manches trägt sich noch im Überfluss, anderes hat sich schon verabschiedet.

Ich sitze und beobachte meine Haus- und-Hof-Wespe. Seit Tagen macht sie sich über das Obst her, welches ich ihr Hingestellt habe. Wählerich ist sie schon sehr. Aprikose und Weinbeeren hat sie verschmäht. Melone ist der Renner.
Endlich hat es mal ein bisschen geregnet. Es ist empfindlich kühler geworden und dass es straff auf den Herbst zugeht, lässt sich nicht mehr übersehen. Auch das Verhalten meiner Wespe deutet darauf hin.

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Ich versuche das mal mit Hygge. Manches ist aber verdammt „ernst“.

Die Dänen sind wieder das glücklichste Volk. Wer die Untersuchung gemacht hat kann man im Netz finden und nachlesen. Es ist ja nicht so, dass die Dänen auf einer anderen Erde wohnen oder keine Probleme haben. Was machen sie nun anders?

Hygge, tja, was ist das? Gemütlichkeit?
Seit langem arbeite ich daran, mich nicht von irgendwelchen Ereignissen herunterziehen zu lassen, egal wie schlimm sie sind. Sie sind da, die Ereignisse, ich muss mit ihnen leben, reagieren, tun, was ich tun kann. Sie zu ignorieren wäre keine gute Lösung, denn meist fällt einem das dann ungebremst auf den Fuß. Es lähmt.
Ich stelle mir das irgendwie zweigleisig vor. Da ist einerseits das Erkennen, Erfassen, Agieren bei allem was notwendig ist und auf der anderen Seite Ruhe, Erholung, Unaufgeregt sein, Gemütlichkeit, Wohlbefinden.
Wie geht das denn, beides unter den Hut zu bekommen, unter ganz persönlichen Gegebenheiten?

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Weil mein Schatz ein Sommerflieder ist. Grün vor dem Balkon.

Aus der Elsteraue stammt mein neuer Freund – ein Sommerflieder. Eine Freundin hat ihn für mich angezogen. Jetzt wohnt er bei mir.

Eine Freundin in einem Dörfchen in der Elsteraue hat mir einen Sommerflieder groß gezogen. Ich habe mir den schon lange gewünscht, für die Insekten auf meinen Balkon und weil ich mich selber dran erfreuen möchte.
Über die Büsche und das viele Grün vor meinem Balkon habe ich ja schon geschrieben. Eine größere Lücke gab es da und ich habe die Gärtner gefragt, ob ich meinen Sommerflieder dahin pflanzen darf. Ich durfte und so fand er heute sein Plätzchen nicht auf dem Balkon, sondern davor.

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Wohnen wie im Gartenhäuschen. Das ist wohltuend und anregend.

So langsam kann ich meine neue Umgebung genießen nach dem Umzug. Es ist so schön hier.

Ich wohne hier wirklich wie im Gartenhäuschen. Wenn ich aus den Fenstern schaue, dann sehe ich nur Grün. Und wenn ich auf den Balkon gehe, dann bin ich mittendrin. Pflanzen auf dem Balkon habe ich fast noch keine. Einige Zimmerpflanzen stehen an zum Umtopfen und gestern ist ein Sommerflieder bei mir eingezogen. Eine Freundin aus der Elsteraue hat ihn mir angezogen und eine andere hat ihn mitgebracht. (Danke, ihr Lieben.)
Mir gefällt es inzwischen hier sehr. Wollt ihr mal mitkommen?

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