Die Sonne soll sich bitte noch mal zeigen in diesem Jahr.

Ich mache mich dann mal auf in die Elsteraue.

Der Natur hat der Regen sicher gut getan. Mir weniger. Ich hätte schon noch ein bisschen Wärme und Sonne gebraucht. Irgendwann jetzt, abends, habe ich die Heizung mal angemacht.

Meine Tochter erzählte mir von den Waldbränden in Kalifornien. Riesige Flächen brennen, Tausende Menschen sind auf der Flucht. In LA ist es heiß und schwül. Der Himmel ist grau, aber oben drauf ballert die Sonne. Wie unter einer Käseglocke.
Wenn ich mir ansehe, wo überall die Wälder brennen, wird mir übel.

im Spinnstübchen, so lange die Sonne nicht scheint

Nein, Spektakuläres gibt es nicht zu berichten. Ich habe einiges an Wolle gesponnen die letzten Tage, 230 Gramm. Damit lässt sich schon Mal etwas anfangen. Ich werde etwas Neues probieren.
Wenn ich die Wolle in den Händen halte, komme ich mir vor wie damals bei den Schafen und den beiden Hunden. Da konnte ich mir das Wetter auch nicht heraussuchen, aber ich musste zu den Schafen, egal ob es regnete oder die Sonne schien. Solche belastende Gedanken, wie ich sie mir jetzt oft mache, hatte ich damals allerdings nicht.

Gleich holt mich die Freundin ab. Wir wollen in die Elsteraue fahren. Die Freundin dort möchte Waldmeister pflanzen und davon habe ich im Garten genug. Irgendwie hat er sich aus dem nahen Auwald alleine angesiedelt und ich muss aufpassen, dass er nicht den ganzen Garten zuwuchert.

Ich werde die Kamera mitnehmen. Vielleicht habe ich Glück und nicht nur die Sonne scheint, sondern es zeigen sich auch noch einige Nebelschwaden über der Aue.

Zwischen den Programmen und Dateiformaten switchen.

Also, ich kann Wochenend-Beschäftigungen haben!

Eigentlich mag ich solche Worte nicht. Switchen!
Bevor es in die Umgangssprache „einzog“, gab es den Begriff allerdings in der Ökonomie. „Switchgeschäfte“- Form des Kompensationsgeschäftes, die auf bilateralen Verrechnungsabkommen (Clearingabkommen) zwischen verschiedenen Staaten beruht. So steht es im Wirtschaftslexikon. Und wen das interessiert, der kann hier nachlesen. Bei mir donnerte mal ganz kurz die ökonomische Vergangenheit durch. Aber wirklich nur ganz kurz.

Inspiriert, etwas darzustellen, wurde ich durch ein Gedicht von Annette von Droste-Hülshoff (1797–1848). Ein Junge geht alleine durch das Moor. Die einbrechende Dunkelheit verstärkt Geräusche und lässt die Bilder verschwimmen. Annette Droste-Hülshoff beschreibt das Moor so gut, dass ich eine Vorstellung davon bekommen konnte.

switchen zwischen Vektoren und Pixeln
Zeichnen im Vektorprogramm

Es war gleich klar, dass ich im Vektorprogramm, in Affinity Designer, zeichnen werde. Um Effekte hinzu zu fügen, werde ich mit der Datei ins Bildbearbeitungsprogramm switchen. Ich bin das gewohnt, immer in mehreren Programmen zu arbeiten, herüber und hinüber zu flitzen.

Ich fragte meine Tochter, ob sie Bilder vom Moor hat. In ihrer Nähe, bei Heide, gibt es Moor. Sie meinte, dass es dort nicht so aussieht, wie ich es mir wahrscheinlich vorstelle. Und im Dunkeln wird man keine guten Fotos machen können. Wenn ich mal wieder im Norden bin, werde ich genau das probieren. Das weiß ich schon. Und bis dahin muss ich die Worte der Dichterin im Kopf umsetzen.

nach der Zeichnung ins Bildbearbeitungsprogramm switchen
Und weiter geht es im Bildbearbeitungsprogramm. „Sich wie Phantome die Dünste drehn … „

Wimmelnder Heiderauch, sich drehende Dünste, häkelnde Ranken, starrendes Gestump … – das alles wollte ich lieber im Bildbearbeitungsprogramm machen.
Ich bin noch nicht fertig und noch nicht zufrieden. Es ist mir alles noch nicht dramatisch genug. Aber der Anfang ist gemacht und das Switchen hat sich auf alle Fälle gelohnt.

das Moor
„Vor seinem Fuße brodelt es auf, Es pfeift ihm unter den Sohlen…“

Mal sehen, was mir noch einfällt. Ich werde zum Beispiel verschiedene Pinsel testen für den Dunst und die Dämmerung. Heute mache ich den Rechner erstmal aus. Morgen soll es mal wieder regnen und da werde ich bestimmt noch ein bisschen zwischen meinen Programmen hüpfen. Switchen eben.
Und wer das Gedicht mal lesen will, der kann das, wenn er dem Link folgt.

Theodor Fontane und Afghanistan. Ein altes Gedicht und die Gegenwart.

Theodor Fontane war für mich schon immer mehr als Effi Briest. Und ich weiß heute gar nicht, wo ich anfangen soll mit schreiben, denn mir ist das Herze so schwer.

Eigentlich wollte ich mich ablenken von den Bildern aus Afghanistan und las Gedichte aus alten Zeiten. Fontane war es diesmal, da ich seine Sprache und die Ausdrucksmöglichkeiten mag. Meine Mutter liebte den Dichter über alles und durch sie kam ich ein ganzes Stück über Effi Briest hinaus und das ewige Gejammer darum. Früher las ich nicht nur Gedichte von Theodor Fontane, sondern auch anderes, wie „Der Stechlin“ oder die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“.

Nun, gestern wollte ich nur Gedichte lesen von Liebe und Natur, den Jahreszeiten und solchen Dingen. Wohingegen es nichts wurde aus der Ablenkung, weil ich gleich zu Beginn ein Gedicht fand, welches mir wieder zu denken gab.
Ich zeige es mal.

Das Trauerspiel von Afghanistan

Theodor Fontane

Der Schnee leis stäubend vom Himmel fällt,
Ein Reiter vor Dschellalabad hält,
„Wer da!“ – „Ein britischer Reitersmann,
Bringe Botschaft aus Afghanistan.“

Afghanistan! Er sprach es so matt;
Es umdrängt den Reiter die halbe Stadt,
Sir Robert Sale, der Kommandant,
Hebt ihn vom Rosse mit eigener Hand.

Sie führen ins steinerne Wachthaus ihn,
Sie setzen ihn nieder an den Kamin,
Wie wärmt ihn das Feuer, wie labt ihn das Licht,
Er atmet hoch auf und dankt und spricht:

„Wir waren dreizehntausend Mann,
Von Kabul unser Zug begann,
Soldaten, Führer, Weib und Kind,

Erstarrt, erschlagen, verraten sind.

Zersprengt ist unser ganzes Heer,
Was lebt, irrt draußen in Nacht umher,
Mir hat ein Gott die Rettung gegönnt,

Seht zu, ob den Rest ihr retten könnt.“

Sir Robert stieg auf den Festungswall,
Offiziere, Soldaten folgten ihm all‘,
Sir Robert sprach: „Der Schnee fällt dicht,

Die uns suchen, sie können uns finden nicht.

Sie irren wie Blinde und sind uns so nah,
So lasst sie’s hören, dass wir da,
Stimmt an ein Lied von Heimat und Haus,

Trompeter blast in die Nacht hinaus!“

Da huben sie an und sie wurden’s nicht müd‘,
Durch die Nacht hin klang es Lied um Lied,
Erst englische Lieder mit fröhlichem Klang,

Dann Hochlandslieder wie Klagegesang.

Sie bliesen die Nacht und über den Tag,
Laut, wie nur die Liebe rufen mag,

Sie bliesen – es kam die zweite Nacht,
Umsonst, dass ihr ruft, umsonst, dass ihr wacht.

Die hören sollen, sie hören nicht mehr,
Vernichtet ist das ganze Heer,
Mit dreizehntausend der Zug begann,

Einer kam heim aus Afghanistan.

Nur ein altes Gedicht?

Dieses Gedicht schrieb Theodor Fontane 1857.

1839 marschierten die Briten in Afghanistan ein. Das Land erlebt also nicht zum ersten Mal Besetzung und den Versuch, es zu verändern nach fremden Vorstellungen. Einen weiteren Versuch gab es 1839 – 1842 und einen dritten im 1. Weltkrieg. Dass die Briten nicht die einzigen waren, die sich in dem Land zu schaffen machten, wissen wir alle.
Mich lassen die Fragen nicht los, warum sich so vieles in der Geschichte einfach immer wiederholt. Warum fällt uns nicht mehr ein, wenn es um das Zusammenleben auf unserer kleinen Erde mit so vielen verschiedenen Menschen und Kulturen geht? Was haben all die Kriege denn nun gebracht? Und wieso meint man noch immer nicht, dass es keine gerechte Kriege geben kann und auch keine Berechtigung?

Raus und weg von aller Informationsflut

Ich habe mir dann meinen Fridolin geschnappt und bin los, alleine in den Garten. Irgendwie habe ich immer mehr Zutrauen zu dem Hilfsmittel.
Herr E. hatte seine große Tochter zu Besuch.
Manchmal kommt es mir vor, dass meine Welt zu klein ist, dass mir viel verloren geht. Die Tochter meinte aber zu mir, dass sie froh wäre, wenn ihre gehbehinderte Tochter solchen Mut zur Selbständigkeit aufbringen würde wie ich.
Das musste ich erstmal verdauen.


Im Garten blühte noch so vieles, manches zum zweiten Mal, wie die Lupine. Ich habe Tomaten geerntet, Kräuter für den Wintertee und ich habe Bodenproben geholt für meinen Versuch morgen. Die Vögel futterten in friedlicher Eintracht an der Futtersäule, wohingegen unsere Haus- und Hofmaus einen dicken Arsch hat. Sie sammelt zum Beispiel auf der Erde ohne Mühe alles ein, was die Vögel über ihr breit werfen.

Es war ein schöner Tag, auch wenn ich meine düsteren Gedanken indess nicht ganz los wurde.

Hexenkraut. Weiter geht’s rätselhaft mit meinem Pflanzenprojekt.

Nein, heute geht es mal nicht um Fridolin.

Ich habe heute gezeichnet.
Mein Projekt „Hexenkraut“ muss weitergehen. Wann es fertig wird, weiß ich noch nicht, denn ich betreibe eine ganze Menge Aufwand. Es ist ja nicht nur das Zeichnen, was mich beschäftigt. Es sind auch Informationen, die ich sammele und aufschreibe, sowohl zu der Pflanze, als auch zu ihrer Heilwirkung und wie sie zu ihrem Namen kam.

Heute habe ich mir gedacht, dass ich nicht verrate, um welche Pflanze es sich handelt. Ich zeige immer, wenn ich wieder etwas fertig habe von meinem Hexenkraut. Irgendwann ist die Pflanze komplett und dann erkennt man sie.

So sehen die Blätter aus, wenn man von oben auf das Hexenkraut schaut.

Die Pflanze ist wächst bei uns. An fast jedem Wegrand kann man sie entdecken. Sie ist unscheinbar und ihre Heilwirkung ist fast vergessen. Dabei ist es eine tolle Pflanze, als Medizin, als Gewürz, als Salatbeilage. Ein wahres Hexenkraut halt.
So sehen die Blätter aus, wenn man von oben auf die Pflanze schaut, rosettenartig.

Mit dem Wollkorb in dennGarten- Puse vom Hexenkraut

Morgen wird mich Fridolin in den Garten bringen. Ein bisschen graut es mir schon, denn ich muss Straßen überqueren und nutzen, also sehen, wie ich gut und sicher vorwärts komme durchs Stadtgetümmel.
Meinen Wollkorb und die Karden nehme ich mit. Dann habe ich im Garten etwas zu tun und kann mich wieder ordentlich zur Ruhe bringen. Ich will auch wieder mal probieren, aus welch zufällig gefundenen Materialien ich eine Handspindel bauen kann. (Siehe oben. Es hat funktioniert.)

Wenn ich Glück habe, ist mein liebster Gartennachbar da und ich kann bei ihm Giersch ernten. Die Zutaten für drei Rezepte mit Giersch habe ich schon da. Was eben noch fehlt, ist der Giersch, übrigens auch ein Hexenkraut, was Gutes kann.

Also dann: Lasst es euch gut gehen. Bis bald.

Ein Dorf und seine bemerkenswerte Geschichte. Ich habe großen Respekt.

Vor diesem Dorf und seinen Bewohnern ziehe ich meinen Hut.

Bei dem Kaberattisten „Alfons“ hatte ich zum ersten Mal von diesem Dorf im Südosten Frankreichs gehört. Le Chambon-sur-Lignon heißt es und hat den Ruf, schon sehr lange ein Schutzschild für Verfolgte zu sein. Ab 1530 wurde der protestantische Glaube verboten und die Kirchen zerstört. Gottesdienste hielt man dann eben in der Wildnis ab. Am Glauben hielt man fest.

Im 19. Jahrhundert durfte der Glaube wieder gelebt werden. Nun nahm man Kinder auf aus Industriestädten, um ihnen eine Erholung an frischer Luft zu gönnen.

eine Landschaft hinter dem Dorf
Diese Zeichnung hatte ich schon mal auf meinem alten, untergegangenem Blog. Jetzt kann ich sie nochmal zeigen.

Irgendwann jetzt kam ein Notar ins Dorf und sagte, dass die Dorfgemeinschaft geerbt hat. Geschätzt 2 Mio Euro hat der 2020 verstorbene Eric Schwam dem Dorf hinterlassen. Man musste erstmal recherchieren, wer das war.
1939 nahm man im Dorf Bürgerkriegsflüchtlinge aus Spanien auf und dann von der Deportation in die Vernichtungslager der Nazis bedrohte Juden. Unter letzteren war Eric Schwam, der als Kind mit seiner Familie ins Dorf kam.

Wenn die Nazis zu Durchsuchungen anrückten, versteckte man die Flüchtlinge in den unwegsamen Wäldern. War der Spuk vorbei, gingen Dorfbewohner in die Wälder und sangen ein ganz bestimmtes Lied, welches Entwarnung bedeutete.

Leben im Dorf
Zeichnung: Leben im Dorf

Die Bewohner im Dorf versorgten die Flüchtlinge mit Lebenmittelkarten und Ausweispapieren. Manche von ihnen wurden verhaftet und bezahlten mit ihrem Leben.

Auch jetzt noch bleibt das Dorf seinen Idealen treu. Das Erbe, was für die nicht gerade reiche Region unglaublich viel Geld bedeutet, wird sozialen Projekten zugeführt, denn auch jetzt kümmert man sich um Flüchtlinge und sozial Benachteiligte.

Zwei Bemerkungen möchte ich noch machen.

Erstens:
Mich beeindruckt die Dorf-Geschichte sehr. Wisst ihr, manchmal entwickeln sich Dinge so, wie man sie gar nicht haben will. Und dann muss man sich entscheiden. Wird man zum großen Schweiger oder gar zum Mitläufer oder oder sieht man zu, wie man trotz widriger Umstände seine Werte lebt? Großer Worte bedarf es da nicht, aber für das, was sich hier im Lande so entwickelt, sind solche Überlegungen vielleicht mal nötig.

Und Zweitens:
Den „Alfons“ mag ich sehr. Seine Auftritte genieße ich. Ich finde sie witzig und finde, dass er inhaltlich doch ganz viel zu sagen hat.
Alfons nimmt vor allem die Deutschen in Ihrer Art, aber auch die Franzosen auf den Arm und bedient alle Klischees. Oh, ich weiß noch, wie die männlichen Teilnehmer einer Jugendgruppe, die wir betreuen sollten, aus dem Bus stiegen, uns ansahen und mit langen Gesichtern seufzten: „Oooooch!“ Wir waren stocksauer. Und später erzählten sie uns, dass sie geglaubt hatten, alle Deutschen sind blond.
Wir haben uns übrigens hervorragend verstanden, auch wenn wir mit Blond nicht dienen konnten.

Neue Programme, neue Ziele, neues Arbeiten und Zeichnen.

Anstrengend aber schön. Ich habe zu tun.

Es ist ein Anfang mit dem Zeichnen.
Jetzt würden die Feinarbeiten anfangen müssen, aber ich habe erstmal keine Lust mehr. Mir brummt der Kopf.

Heute habe ich mich an das neue Grafikprogramm gesetzt.
Wie alles Neue, will es erst erarbeitet sein. Beim Zeichnen habe ich geflucht, immer mal den Stift auf den Schreibtisch gepfeffert und ihn dann doch wieder genommen.

Durch die Grundlagen beim Zeichnen im neuen Programm habe ich mich heute durchgewurstelt. Viele Werkzeuge und Einstellungen ähneln wirklich denen in FreeHand, meinem damaligen Lieblingsprogramm. Und doch ist alles anders.
Irgendwo musste ich anfangen und das ist nun heute passiert.

zum ersten Mal: das neue Zeichnen mit Affinity Designer
Ich mag diese Tiere und ich mag das Symbol.

Corona habe ich mal ausgeblendet. Ich halte mich fern von Kontakten, habe meine Meinung im Umgang mit Hygiene-Maßnahmen und Impfung. Sorgen machen mir die steigenden Zahlen und auch die Mutationen schon, aber ändern kann ich es nicht. Ich hoffe, dass wir das alles gut überstehen.

Das Wetter wird ja nicht so toll zu Ostern. Mal sehen, ob ich nochmal rauskomme. Ansonsten werde ich mich meinen neuen Programmen zuwenden, auch wieder dem Zeichnen. Das muss wieder lockerer aus dem Handgelenk kommen.

Vorgestern bekam ich eine Mail, ein der ich gefragt wurde, ob ich wieder als Dozent arbeiten möchte? Nein und nochmals nein. Wenn ich mich noch etwas besser eingearbeitet habe und dann jemand Fragen hat, dann versuche ich sie zu beantworten oder zu helfen. Da will ich kein Solaire. Anders aber bin ich nicht mehr zu haben.
Was ist denn passiert? Sind die Lehrer knapp oder die Stundensätze zu sehr im Keller?

An einem Ostersonntag bin ich geboren worden und in diesem Jahr habe ich mal wieder zu Ostern Geburtstag. Wieder wird es ganz still sein, ohne meine Kinder und ohne Freunde. So war es vor einem Jahr auch schon. Ich schätze, es wird noch nicht schnell anders werden. Trotzdem habe ich Hoffnung. Das neue Werk in Marburg gibt mir die und einiges andere auch.

Ich wünsche allen ruhige und doch frohe Tage.

Eine letzte Datei. Und Tschüss zum bisherigen Programm.

Manchmal müssen Abschiede einfach sein.

Ich steige um.
Das heißt, ich habe heute die letzte Datei in dem Grafikprogramm erstellt, welches ich bisher genutzt habe. Auch die Bildbearbeitung und die Layouts werden ab jetzt mit neuer Software gemacht.

Wenn ich eins gar nicht leiden kann, dann sind das Monopolstellungen und das damit verbundene Machtgehabe und die maßlose Profitgier. Ich hatte anno dunnemals mein Lieblings-Grafikprogramm, habe das auch unterrichtet. Dann wurde es aufgekauft und kurze Zeit später alle Arbeiten daran eingestellt. Jaja, man verkauft es dennoch immer noch. Das zum Beispiel hat mich sehr geärgert.

Mit dem Grafikprogramm von dem Monopolisten bin ich nie so recht warm geworden. Ich fand es immer einerseits mit zu viel Kokolores vollgepackt und andererseits zu umständlich. Oh ja, man muss alles irgendwie wollen und ich gebe zu: Ich wollte nicht. Nun ist das also die letzte Datei.

letzte Datei in einem Grafikprogramm
Lungenkraut. Die letzte Datei im „alten“ Grafikprogramm.

Auf die neuen Programme freue ich mich sehr. Ab jetzt nutze ich Affinity Photo und Affinity Designer. Herr E. und mein Jan haben mir beide Programme zum Geburtstag geschenkt und per Fernwartung auf meinem neuen Rechner eingerichtet. (Herzlichen Dank euch beiden.) Ein Programm kostet so viel dauerhaft wie der Monopolist im monatlichen Abo für seines haben möchte. Ach nee, nicht mit mir.

Die Affinity-Programme haben einen Apple Design-Preis bekommen und zuerst gab es sie auch nur für den Mac. Inzwischen ist das anders.

Ich sitze gerade am Rechner, habe rote Bäckchen und glänzende Augen. Warum ist das so?
Meine Welt ist gerade etwas kleiner geworden. Ich habe mehr Zeit für meinen Rechner und werde das auch voll auskosten. Zu mir hat mal in einem Telekommunikations-Laden so ein reichlich überhebliches Bübchen gesagt: „Junge Frau (schon dafür hätte er eine Ohrfeige verdient gehabt), ich werde Ihnen jetzt mal das Internet erklären.“ An der Stelle ist mir dann der Kragen geplatzt. Ach, Gottchen! Ich arbeite schon so lange mit Rechnern und auch im Netz.

Jetzt werde jetzt wieder öfter am Rechner zu finden sein. Mich hat es wieder gepackt. Die Denke ist beschäftigt und hat keine Zeit darüber zu grübeln, was gerade nicht gut ist. Es wird dauern, bis ich meine letzte Datei, die allerletzte, erstelle.
Sowohl mit Apples „Pages“ will ich ab jetzt arbeiten, als auch meine Kräuterzeichnungen vervollständigen und darüber hinaus will ich hier das eine oder andere zeigen.

So, ich bin dann mal nicht weg, aber freudestrahlend am Wuseln.

Norweger-Muster stricken gegen einen traurigen Rekord.

Nein, ich mag mich keinen trüben Gedanken hingeben. Degegen setze ich Stricknadeln und Zeichenstifte.

Norweger-Muster beim Stricken haben mir es gerade angetan. Mit einer echten Verbissenheit arbeite ich daran. Warum?
Ich beschäftige mich nicht den ganzen Tag mit Meldungen über Corona. Das macht nur mürbe. Früh und Abends Nachrichten reinziehen und gut.
Heute war gar nichts gut. Fast tausend Tote gab es in unserem Lande innerhalb von 24 Stunden. Sachsen ist nach wie vor das „Epizentrum“.
Wenn ich mich ordentlich ablenke, dann habe ich solche Meldungen nicht wie einen Sandsack auf den Schultern.

„Norweger-Muster stricken gegen einen traurigen Rekord.“ weiterlesen

Der Merseburger Rabe und der Bischof Thilo von Trotha

Sagen und Legenden haben mich schon immer interessiert. Ich erzähle sie auch gerne weiter. Heute erzähle ich mal vom Merseburger Rabe.

Der Merseburger Rabe – an ihm kommt man wahrlich nicht vorbei, wenn man das Schloss in Merseburg besucht. Die älteste Überlieferung der Sage stammt vom Merseburger Stadtschreiber Georg Möbius (1668). Sie lebt fort bis in die Gegenwart und ich erzähle heute davon.

„Der Merseburger Rabe und der Bischof Thilo von Trotha“ weiterlesen

Freunde machen das Leben schön und manches ganz leicht.

Manchmal denke ich: „Ach zieh dich doch von allem einfach zurück“, aber das wäre so was von falsch. Ich freue mich, dass ich Freunde habe, denn sie sorgen dafür, dass es mir gut geht.

Gerade jetzt ist mir mal wieder aufgefallen, wie wichtig Freunde sind, die, die ich kenne und die mir oft mit ihrer Anwesenheit helfen und die, die ich noch nie gesehen habe und die mir trotzdem ans Herz gewachsen sind. Bei Letzteren ist es gut, dass es das Internet gibt, denn sonst hätte ich nie von ihnen erfahren.

„Freunde machen das Leben schön und manches ganz leicht.“ weiterlesen