Warm anziehen und warm einrichten. Ein Sonntagsgruß …

… ehe meine Augen ganz viereckig werden.

Heute bekomme ich wirklich gleich viereckige Augen. In meinem Zimmer ist es hundekalt. Ich heize da nicht und kann nicht mehr dort am Rechner arbeiten. Warm anziehen hilft da auch nur bedingt.
Bei mir ist ein mobiler Computertisch eingezogen und wenn ich an den Rechner will, dann zieht mein Kram mit mir um in das Wohnzimmer. Bin ich fertig, geht die ganze Fuhre zurück.

Gestern war ich arg knatschig. Zwei Computertische brauche ich nun wahrlich nicht und Platz dafür habe ich eigentlich auch nicht. Mein heiß geliebter Schreibtisch, den ich mir mal vom Munde abgespart hatte, wird also weiterziehen. Es verändert sich gerade mal wieder viel; ich muss mich an neue Bedingungen anpassen. Dass ich mich von meinem Schreibtisch trennen muss, empfand ich gestern als Einschränkung und da gab es auch Tränen.
Heute sah die Welt schon wieder ganz anders aus und ich testete den neuen Arbeitsplatz, der im Sommer in meinem Zimmer bleiben wird.

Käferwelt - das Heupferdrennen

Das ist eine Arbeitsdatei. Nichts ist da fertig, aber ich musste mich ein wenig warm laufen. An den neuen Arbeitsplatz gewöhnen, das Grafiktablett wieder einrichten, die neue Software annehmen – es war schon etwas viel. Aber nun ist der Anfang gemacht. Es kann los gehen. Das Heupferd zerrt schon an den Seilen und Käferchens Fühler müssen ob der Geschwindigkeit nach hinten fliegen.

Was war noch so?

Auch das Ei im Eierbecher muss sich warm anziehen
Auch das Ei im Eierbecher muss sich warm anziehen.

Meine Tochter am anderen Ende der Welt hat sich Eierbecher gewünscht. Die haben wir schon besorgt und weil ich noch viele Wollreste habe (selbstgesponnen aus Schafwolle), habe ich kleine Mützen gestrickt, damit das Ei warm bleibt. Jaja, auch das Ei im Eierbecher muss sich warm anziehen.

So, der Computer wird jetzt an seinen Schlafplatz geschickt und das Spinnrad kann kommen. Mich hat jetzt ein Ohrwurm (Achtung: Link geht zu You*ube) heimgesucht und ich habe mir ganz fest vorgenommen, das Lied mit meinem Enkel zu singen im nächsten Jahr. Hach, was ist das Lied gelaufen im Kinderzimmer, damals, als meine Kinder noch klein waren! Solche Erinnerungen sind doch etwas Schönes und sie dürfen immer bleiben. 🙂

Affinity Designer hat mich gepackt.

Eigenlich wollte ich nur mal schauen und dann bin ich doch am Schreibtisch hocken geblieben und habe probiert, alles, was mir so spontan in den Sinn kam. Affinity Designer hatte mich „gepackt“ und erstmal nicht wieder losgelassen.

Die Werkzeuge arbeiten präzise, tun genau das, was ich von ihnen will, ohne Schnickschnack. Das Menü ändert sich, je nachdem welches Werkzeug man ausgewählt hat. Das sorgt für große Übersichtlichkeit.

Das Werkzeug (der Zeichenstift) war als erstes dran. Schön ist, dass sich die Kurve automatisch schließt, wenn Anfangspunkt und Endpunkt sich berühren. So kenne ich das.

ein Klick macht es größer

Alles andere, wie die Kontur sein soll, ob Pinsel zum Einsatz kommen sollen, welche Farbe, Stärke u.a. sie haben sollte und vieles andere mehr, kann man in der Statuszeile auswählen.

Beim Rumprobieren fiel mir ein, dass ich 1990 zum ersten Mal an einem Mac saß. Immer, wenn in der Druckerei mal gerade anderes zu tun war, hockte ich mich an den Rechner. Damals war es eine große Inovation, dass man auf einer grafischen Oberfläche arbeiten konnte, also sah, wie sich die Kurve entwickelte, die man zog.
Das ist nun über 30 Jahre her und ich bin mit den Grafikprogrammen „gewachsen“. Ich hatte mein absolutes Lieblingsprogramm, unterrichtete das dann auch und war tieftraurig, als es in der Versenkung verschwinden musste.

Es war nur ein Versuch

Jetzt, mit Affinity Designer habe ich das Gefühl, nach Hause gekommen zu sein. Einiges erinnert mich an mein damaliges Programm und ich kam auch sogleich mit der Bedienoberfläche zurecht.

Essen hatte ich mir gekocht. Es wurde kalt, so wie der Kaffee auf dem Schreibtisch. Das Programm ließ mich nicht mehr los. Am Rande entstand das da unten. Es war nur eine Probiererei, eine Randkritzelei, aber ich packe es dennoch in meinen Beitrag, weil es zeigt, wie sehr ich mich heute gefreut habe. Geplant war das Gekritzele so nicht. Es ist von ganz alleine entstanden. Und ich habe meine Lust wieder gefunden zum Zeichnen. Na dann!

eine Randkritzelei in Affinity Designer
Kritzelei am Rande, wie früher im Matheheft

Ein Stück Normalität

Ich brauchte heute ein Stück Normalität. Und da ich noch viel üben muss in meinem Grafikprogramm, habe ich das eben getan.
Weit bin ich nicht gekommen.

Nach der Wärme der Sonne sehne ich mich sehr und auch nach dem Garten und „meinem“ Staudenbeet. Auf dem Balkon werde ich keine Pflanzen mehr überwintern lassen. Alles Mehrjährige muss also in den Garten.
Ich hatte die Pflanzen fein eingepackt, Stroh und Heu aus dem Heimtierbedarf dazwischen und drumherum gepackt. Als ich jetzt mal in meine Verpackung schaute, roch es streng nach Maus. Denen habe ich wahrscheinlich einen großen Gefallen getan. Ganz vorsichtig habe ich mal dann mal ausgepackt und entsorgt, immer auf der Hut, dass ich kein Mäusenest in den Müll werfe. Das hätte ich nun nicht fertig gebracht.

Auch das ist ein Stücke Normalität. Mein Balkon ist ebenerdig.
In Zukunft wird da draußen also nur noch Einjähriges wachsen.

zeichnen für ein Stück Normalität
es ist nur ein Versuch

Eine meiner neuen Pflanzen wollte ich zeichnen. Ich habe dann erstmal aufgehört, denn mir zittern die Hände und alle Linien und Pinselstriche sitzen nicht so, wie ich es mir wünsche. So richtig will es einfach nicht klappen mit der Normalität. Und ich werde nun erstmal nacharbeiten müssen.

Stricken - ein Stück Normalität.
Er könnte schon längst fertig sein.

Mein zweiter Schal könnte schön längst das Wasserbad hinter sich gebracht haben. Ich musste aber öfter mal eine Reihe zurück stricken. Es ist schon erstaunlich, was man alles so zusammenwursteln kann, wenn man sich nicht konzentriert.
Heute aber bekomme ich ihn fertig. Und dann kann ich am Abend endlich mal wieder an mein Spinnrad.

Eine tierische Begegnung.

eine tierische Begegnung

Ich habe eine alte Zeichnung über eine tierische Begegnung ausgekramt. Ans Grafiktablett habe ich mich in den letzten Tagen nicht gesetzt. Aber im Plan ist es wieder. Auf das und auch auf ein geplantes neues Spinnprojekt freue ich mich inzwischen.

So eine tierische Begegnung hatte ich tatsächlich mal als Kind. Mein alter Hausarzt hatte dafür gesorgt, dass ich zur Kur nach Bad Frankenhausen fahren durfte. Neben dem Kurheim war eine Försterei. Der Förster hatte ein verletztes kleines Reh gesund gepflegt. Als es wieder fit war, ließ er die Gattertüren alle offen. Das Rehlein aber ging nicht. Es blieb und bekam vortan sein Futter weiter vom Förster. Und wir Kinder durften es besuchen.

Mir tun Begegnungen mit Tieren sehr gut. Ich spüre ihre Wärme und wenn ich ihnen genug nahe bin, auch ihren Herzschlag. Die alte Hütehündin Asta hat mir im Winter immer die Beine gewärmt.
Nein, Raubtieren würde ich mich nicht nähern und den Held spielen möchte ich auch nicht. Aber interessant finde ich es, dass Tiere mich zu mögen scheinen. Ich mag sie ja auch.

Meine Filzseifen habe ich fertig, alle fünf. Meine Dorfansichten auf eine Seife gefilzt sind zum Verschenken bereit. Eine tierische Begegnungen ist nicht dabei. Die habe ich nicht in die Dorfansichten bekommen, so aus Wolle genadelt auf wenig Raum. Irgendwann wird es mich packen und dann mache ich das.

Jetzt warte ich auf das Tonpapier, damit die Verpackung auch noch hübsch wird. Plastikbändchen und so etwas gibt es bei mir schon lange nicht mehr.
Die Frauen aus der Nachbarschaft sollen sich freuen. Mir tut das so leid, dass jetzt die gemeinschaftlichen Aktivitäten fehlen. Alleine soll sich trotzdem niemand fühlen. Dagegen kann man etwas tun.

Nachtrag für Clara
Ich habe es mal noch ein bisschen winterlich werden lassen. Vielleicht arbeite ich das nochmal ordentlich nach. Und vielleicht „krümelt“ es dann auch.

eine kleine Skizze für vielleicht mal Besseres

Zeichnen mit dem Wacom Grafiktablett – allererster und erster Versuch.

Zeichnen ist die Kunst, Striche spazieren zu führen. (Paul Klee)

Ich möchte wieder mehr zeichnen. Gestern nun kam mein neues Grafiktablett von Wacom an. Darauf habe ich mich schon ein ganzes Weilchen gefreut.
Es gibt ja da welche mit eigenem Display und so vielen Möglichkeiten Fotos und auch Videos zu bearbeiten. Das brauche ich nicht. Ich bin es gewohnt zu zeichnen und auf dem Monitor zu sehen, was ich tue. Also habe ich eines nicht der allerneusten Genaration, aber eines, was mich gut arbeiten lasst. Den allerletzten Schrei brauche ich nicht und das tut auch meinem Geldbeutel gut.

zeichnen mit dem Grafiktablett
der allererste Versuch

Neue Funktionen, ein hochsensibler Stift und Ähnliches heißt aber auch mal wieder üben, üben, üben. Das Tablett lässt sich mit speziellen Stiften steiuern, aber auch durch gesten. Zack! Da war die Datei gedreht und ich fand nicht, wie ich es wieder „gerade“bekomme. Im neuen Grafikprogramm bin ich auch noch ein bisschen am Suchen. Mit cmd +z jedenfalls ging es nicht. Da sitze ich auch gleichmal am Schreibtisch und fluche wie ein Droschkenkutscher.

zeichnen mit dem neuen Wacom
Und das ist jetzt der erste Versuch.

Das „Pinselblümchen“ vom allerersten Versuch habe ich einfach behalten und jemand dazu gezeichnet, der sich genauso darüber freut, wie ich. Ich gleube, in den nächsten Tagen wird es etwas stille werden. Ich habe zu zeichnen, zu probieren bis ich meine Routine gefunden habe. Gut so, da muss ich nicht zu viel darüber nachdenken, was mich belastet. Und es gibt schon so einiges.

Da ist also heute der erste Advent. Vorweihnachtlich ist mir gar nicht zu Mute. Mal abgesehen davon, dass ich mein Weihnachtsgeschenk schon habe und quäle, scheint alles in weite Ferne gerückt. Nun geht mir das ja schon lange so, seit meine Kinder nicht mehr zu Hause wohnen, ich nicht mehr mit Kindern arbeite und nun auch nicht mehr mit dem Spinnrad unterwegs bin. In diesem Jahr fällt es mir besonders schwer, mich darauf einzustellen. Vielleicht sollte ich eine Weihnachtsgeschichte schreiben, oder eine zeichnen. Vielleicht gelingt es dann.

Rechnerarbeiten, ein verkorkstes Video und zwei Absagen.

Den Zahnarztbesuch habe ich heute gut überstanden. Ab morgen wird das Wetter bei uns mistig, so dass ich Zeit haben werde für geplante Rechnerarbeiten. Im Moment scheinen alle Software-Hersteller wie Kelle zu sein. Es gab eine Menge Updates und die wollen alle erledigt werden. Das habe ich geschafft, aber in den nächsten Tagen werde ich mich mit den Programmen beschäftigen, die schon lange auf meinem Plan stehen.

Rechnerarbeiten

Das Betriebssystem bringt wieder einige Neuerungen mit. Das muss ich mir ansehen und mit dem Videoschnitt will ich mich ja schon lange beschäftigen. Rechnerarbeiten stehen also weiter an. Mein Video, an dem ich üben wollte, habe ich heute erstmal versemmelt. Ich werde mir was Neues einfallen lassen müssen.

Ich filme meine Lieblingsmeise nochmal.

Zwei Absagen

Zwei Veranstaltungen musste ich absagen. Die erste wäre in meiner Bibliothek gewesen. Die ist allerdings nicht barrierefrei zu erreichen. Ich weiß nicht, wie ich die zwei Treppen hinaufkommen soll. Und selbst, wenn mich jemand da hochbugsieren würde, ich habe im Moment keine Lust, mich in Schulklassen zu setzen. In Sachsen ist die Impfquote niedrig, die Erkrankungen an Covid steigen und ich nehme ein Medikament, welches in mein Immunsystem eingreift.
Schade.

mit und für Kinder filzen
für und mit Kindern filzen

Die zweite Absage musste ich dem Geschichtenhof Wyhra geben. So heißt nach dem Umbau das ehemalige Volkskunstmuseum jetzt. Weihnachten ist nicht mehr weit und ich wurde gefragt, ob ich wieder mit den Kindern filzen möchte. Ich weiß nicht, wie ich hinkommen soll. Meine Freundin hat ganz schlimme Augenprobleme und kann nicht fahren. Ob ich es warm haben werde, bezweifle ich. In den vergangenen Jahren habe ich immer gefroren wie ein Schneider. Tja, und coronafrei ist der Landkreis eben auch nicht.

Im vorigem Jahr hatte ich noch die Hoffnung, dass wir weiter sein werden zum jetzigen Zeitpunkt, was die Bekämpfung der elenden Krankheit anbelangt. Ich habe mich geirrt. In Leipzig wollen mal wieder welche gegen die „Coronadiktatur“ demonstrieren. Nicht ihre Rechte werden eingeschränkt, Himmelnocheins, sondern meine. So wird das alles nichts. Ich bin geimpft, meine Kinder auch und ich habe Angst, dass ich sie wieder nicht sehen kann zu Weihnachten.

Was war noch?


Mein Dörrgerät dörrt vor sich hin. Ich trockene Obst, probiere viel aus. Fruchtleder will ich auch noch machen.
Apfel habe ich getrocknet und das ist gut gelungen. Eine feine Leckerei ist das, kann aber auch Müsli oder Tee verfeinern. Gekaufte sind weißer, aber da wird auch geschwefelt. Das brauch ich nicht. Im nächsten Jahr werde ich bestimmt wieder Äpfel von der Streuobstwiese bekommen. Dann trockne ich wieder, auch zum Verschenken. Im Moment schrumpfen Bananenscheiben vor sich hin.
Mein Schlehenfeuer wollte ich heute abgießen, aber der Likör ist noch gar nicht dran. Er muss noch ziehen. Ich möchte mal wissen, warum ich so hippelig und ungeduldig bin.

Der Golfstrom – die Wärmepumpe Nordeuropas wird schwach.

Wenn das Gleichgewicht kippt.

Nein, ich halte jetzt keine Vorlesung über den Golfstrom, die Wärmepunpe Nordeuropas. Das können andere viel besser und geheim sind ihre Puplikationen auch nicht.
Ich möchte über meine eigene, jahrelange Sorglosigkeit schreiben. Ich dachte nämlich, dass mehr Zeit ist, bestimmte Dinge wieder in Ordnung zu bringen. Da habe ich mich geirrt.

Vor Jahre, als ich noch in Freizeitpark arbeitete, erzählte mir meine Lieblingskollegin und Freundin, wie sich der Golfstrom verändert und was das für Folgen hätte. Sie wusste, wovon sie redete, denn sie war gerade in Potsdam mit ihrem „Umwelt“-Studium fertig geworden.

Sorge um den Golfstrom und ein alter Zeichenversuch
wenn die Ozeane sich erwärmen

‚Ach naja, wenn alle nicht zuhören, wenn Wissenschaftler gegen Mauern und taube Ohren reden, wenn das niemend interessiert – dich wird es mit deiner begranzten Lebenszeit nicht mehr treffen.‘ So dachte ich damals und fühle mich gar nicht wohl ob meiner Sorglosigkeit.

Wissenschaftler warnen schon lange und so hat mich die gestrige Meldung über das arge Schwächeln des Golfstroms nicht überrascht. Welche Auswirkungen das für uns haben kann, kann man nachlesen. Das muss ich hier nicht ausführen. Und die, denen das zu anstrengend ist und die es gar nicht hören wollen, lesen bei mir auch nicht. Ich war aber dennoch entsetzt, dass es nicht mehr 5 vor 12 ist, sondern vielleicht schon später.

wüste
zunehmende Trockenheit

Wo informiere ich mich denn? Ach, Quellen gibt es viele, Wissenschaftler, die über ihre Forschungen reden auch. Ich lese vor allem die Puplikationen des Klimaforschers Stefan Rahmstorf. Vielleicht bin ich durch die oben erwähnte Freundin dazu gekommen. Ich weiß es nicht mehr.

Nein mit den Leugnern von Klimakrise und anderem streite ich mich nicht mehr. Das raubt nur Kraft und Zeit. Ich will aber auch nichts mehr lesen von ihnen. Ihnen geht es nicht darum, die Wahrheit zu finden, nicht nur, wenn es um den Golfstrom geht. Ihnen geht es um das Rechthaben, um jeden Preis. Und weil es so ist, halte ich mich fern und konzentriere mich lieber darauf, was ich ganz persönlich, als kleine Gudrun, wirklich tun kann. Und da geht doch auch einiges.

Veränderungen im Klima und Schwächeln des Golfstromes
die Natur braucht uns nicht

Der Freundin bin ich sehr dankbar, dass sie mir zu einer Zeit davon erzählt hat, da war in den meisten Medien noch großen Schweigen. Lange Zeit. Wenn man jetzt davon berichtet, kann man sicher sein, dass die Kacke schon irgendwie gewaltig am Dampfen ist.


Ich freue mich, dass ich meine Zeichnungen aus meinem alten Blog wiedergefunden habe und nutzen konnte. Den Zeichengriffel werde ich wohl mal wieder „anspitzen“. Ich habe große Lust dazu.

Freitagabend – Ausruhen ist jetzt angesagt.

Ausruhen ist auch dringend nötig, denn ich habe, glaube ich, viereckige Augen. Ich mache den Rechner auch gleich aus.

Meinen neuen Mac und auch die neuen Programme liebe ich über alles. Sie gestatten es mir, meine Phantasie auszuleben. Ich möchte mich in den nächsten Tagen mal an die Videobearbeitung wagen. Der Mac bringt von Haus aus ein ganz ordentliches Programm mit. Und weil ich auch noch die Bearbeitung der Audiospuren wissen muss, werde ich mir wohl oder übel auch noch das Programm „GarageBand“ anschauen. Fremdmusik nehme ich nicht. Das wäre unfair. Dann lieber etwas, was nicht perfekt ist, aber meins.

Heute bin ich recht zufrieden. Ich habe meine Grafik im Groben fertig. Wolf und Gänse hatte ich schon. Sie hatte ich mal für meinen alten Blog gezeichnet. Es zeigte sich, dass ich sie problemlos im neuen Programm öffnen und weiterverarbeiten kann. Es ist schon noch einiges zu tun und anzupassen, aber ich musste das heute einfach probieren. (Und weil ich mich freue, auch schon mal zeigen.)
Die Frau und ihre Kleidung habe ich auch noch als Einzeldateien. Ich kann sie also immer wieder verwenden und ändern.

Zeichnung im Groben fertig - jetzt ausruhen
Rohentwurf für meine Geschichte vom Wolf

So, aber nun gebe ich wirklich Ruhe. Jetzt ist Ausruhen angesagt, raus auf den Balkon und alle Viere grade sein lassen.
Ich wünsche euch einen guten Abend und schöne, erholsame Tage am Wochenende.

Ich kann auch laut. Mir war mal danach, die Stones zu hören.

Laut sein und auch bunt.

Auf die Idee, mal wieder ganz laut die Stones zu hören, hatte mich Radio Bob gebracht. Mit einem Lieblingskumpel habe ich das in jungen Jahren oft gemacht, laut, die Luftgitarre in der Hand, die langen Haare nach vorne und natürlich singend und wild gestikulierend. Das tat verdammt gut.

Heute endlich habe ich meinen Impftermin bekommen. Feiern werde ich erst, wenn das Ding drin ist. Wer weiß, was sich Herr Spahn und Co. noch alles so einfallen lassen oder was noch passiert. Es ist noch einen Monat hin bis zur ersten Impfung. Aber immerhin ist die ganz große Ungewissheit vorbei. Die hat mich nämlich so langsam zerfressen.

Ich musste allerdings anrufen. Dass man Bescheid bekommt, wenn man auf einer Liste steht, war nicht so. Mir ist das immer blöd, Leuten auf den Geist zu gehen, aber offensichtlich musste das so sein.
(Bitte nicht schreiben „Herzlichen Glückwunsch“ und so. Ich habe keinerlei Leistung vollbracht.)

Passt nicht zum Stones hören, aber mir war mal nach ganz laut.
Heute muss ich soweit kommen, dass sie es bis auf ihren Hof schafft.

Gerstern hatte ich auch wieder Lust zu zeichnen. An den vergangenen Tagen konnte ich mich nicht richtig konzentrieren. Mir ging alles auf den Geist und es störte mich jede Fliege an der Wand. Ich brauche aber noch einigen Krimskrams für die Geschichte vom weißen Wolf.

Das da oben ist noch nicht fertig, aber ich konnte wieder einiges ausprobieren, Werkzeuge, Pinsel, Panele. Ich verwusele mich immer mal wieder, weil ich mich an den früheren Programmen orientiere. Ich glaube, das ist jetzt das fünfte Grafikprogramm, womit ich mich beschäftige, ernsthaft beschäftige. Einiges ist bekannt, ich weiß auch, nach was ich suchen muss, aber trotzdem ist vieles noch gewöhnungsbedürftig.
Mal sehen, was noch wird. Und A**be wird nicht müde, mich mit Werbung voll zu ballern. Na so was.

Für den vorigen Beitrag hatte ich eine Grafik gesucht. Ich weiß, dass ich sie mal für den Unterricht gemacht hatte und eigentlich nichts wegwerfe. Ich fand sie nicht, setzte mich noch mal ran und machte das neu. Und wie das so ist, als der Beitrag erschienen war, fand ich meine alte Grafik. Umpfff!
Ich muss aber sagen, die Neue gefällt mir besser und beim zweiten Mal ging es tatsächlich schneller.

Mein Anfall mit den Stones hören ist erstmal wieder vorbei. 😀

Den Zeichenstift hatte ich seit dem Kindergarten nicht mehr in der Hand.

Wie oft hab ich das schon gehört und immer für schade empfunden.

„Zeichnen kann ich nicht.“ „Einen Zeichenstift oder Pinsel hatte ich seit dem Kindergarten nicht mehr in der Hand.“ „Warum soll ich jetzt mit so was anfangen?“

Manchmal müssen Klimaanlage und Rechner gewartet werden. Und so musste ich mit den Mediengestaltern einst in einen Raum ohne Rechner umziehen. Oh, das gab zu Beginn großes Geschimpfe und eben genau die oben stehenden Sätze.
Und dann? Am Ende der Woche war es eine gute Woche geworden. Und gezeichnet haben sie alle, für’s Storyboard, als Skizzen für anstehende Illustrationen, um Blitzideen fest zu halten.

Wenn Kinder zum Zeichenstift greifen
So „aufgeklappt“ zeichnen Kinder einen Stadtplan, ihre Straße zum Beispiel. Schlecht ist das nicht, oder? Ich hab es mal aufgezeichnet.

Wenn Kinder zeichnen, gehen sie unbefangen an die Aufgabe heran. Ich war bei meinen immer ein Kopfmensch mit Rock, langen dürren Beinen, Riesenfüßen und Riesenhänden. Auf dem Kopf hatte ich wohl Haare, aber als Kringel. Die zeichneten sich besser als meine Stocklocken.
Dass Haare auf den Kopf gehören, hatte ihnen bestimmt ihre linke Hirnhälfte eingeflüstert. Und die rechte hat gezetert: „Das kann ich so nicht malen.“ Und die Linke wieder: „Ist doch Wurscht. Komm, mache die Haare jetzt!“
Heute habe ich aber den dringenden Verdacht, dass man Kindern das Kritzeln, das Malen nach dem Kindergarten abgewöhnt.

Die beiden Hirnhälften zanken sich oft, vor allem, wenn eine meint, etwas besser zu können. Sie arbeiten aber auch hervorragend zusammen, wenn man das trainiert und von ihnen verlangt.
Was eine Tasse ist, wissen beide. Und während die eine an eine eher technische Zeichnung denkt, darf die Tasse bei der anderen auch mal quietschebunt, krumm und mit verbogenem Henkel sein. Gebrauchen kann man beides, je nach Aufgabenstellung. Wunderbar ist es, wenn die beden Zankhähne sich ergänzen.

Und der Zeichenstift? Er hilft ihnen dabei.
Was bei Künstlern angeboren ist oder erworben, das weiß man noch nicht ganz genau. Üben kann man es und es hat sich gezeigt, dass Menschen, die ein Instrument spielen oder Zeichnen auch wunderbar mit abstrakter Logik zurechtkommen. (Meine jüngste Tochter zum Beispiel findet immer gute Worte und kann auch mit knochentrockener Grammatik von Berufs wegen umgehen).

Meine jüngste Tochter zeichnet wieder. Und ich finde es großartig, mit welcher Ausdauer sie das angeht. Schon alleine, dass es entspannt, Stress abbaut, ist guter Lohn für alle Mühe. Ich finde, es kann sich aber auch sehen lassen, was sie mit ihrem Zeichenstift entstehen lässt.

Die Zeichnungen meiner Tochter. Danke, dass ich sie zeigen durfte.

Übrigens, deshalb schenken wir uns öfter gerne was. Wir kennen uns gut, wissen, was dem anderen gut tut. Den Kommerz-Zeigefinger möchte ich jetzt nicht sehen. Es hat bei uns einfach was mit Achtung und Verstehen zu tun.

Lasst es euch gut gehen und kritzelt oder pinselt ruhig mal wieder.