Rechnerarbeiten. Jetzt zeichnet es zu meinem Glück wieder.

Rechnerarbeiten waren zu erledigen. Ab und zu ist das nötig und ganz ehrlich, so unangenehm war das gerade nicht.

Mein Teppich ist gleich fertig, die ersten Sockenbestellungen liegen vor und Rechnerarbeiten waren nötig. Ich habe also zu tun, Langeweile gibt es nicht.
Mein Rechner moserte mit dem Wacom-Grafiktablett. Das war sehr ärgerlich, weil ich mich an das Arbeiten mit dem Stift gewöhnt hatte. Mit der Maus in der Hand ist es eben doch etwas grob für manches.
Traurig war ich nicht, dass ich zu wuseln habe. Da bleibt doch einiges außen vor, was nur Zeit raubt und einen vielleicht noch ärgert.

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Beeren einkochen, Teppich knüpfen, Blumen umtopfen – feinste Normalität.

Eine WG ist schon eine feine Sache, wenn sie funktioniert. Ich fühle mich wohl und es sind Dinge erledigt, die ich alleine nicht geschafft hätte.

Beeren einkochen, eine ordentliche Piepelei, aber schön, wenn alles in Gläsern ist für den Winter. Johannisbeeren mussten verarbeitet werden. Es dauert bei mir immer etwas länger jetzt, aber ich habe mich nicht hetzen lassen von mir selbst und habe es auch alles geschafft. Die Gläser sind zu, im Winter werde ich die Johannisbeeren rausrücken. Wieder ist etwas fertig geworden im Projekt Selbermachen.

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Ein Filmchen über die Nordseeinseln sehen und Stuten backen.

Noch viermal schlafen und dann bin ich in der neuen Wohnung. Ich komme ganz gut vorwärts mit Packen. Es wird aber nun auch Zeit, dass das Leben mit den Kisten ein Ende findet.

Stuten backen, kaum zu glauben, dass mir das heute einfiel.
Viel habe ich schon verpackt. Ich versuche, noch alles zu verbrauchen, was geht. Eingekauft wird eh schon nichts mehr. Dann muss ich nicht so viel verpacken. Der Kühlschrank muss in der neuen Wohnung einen Tag ruhen. Erst dann muss er wieder rackern. Dann muss er gleich mal Eis machen. Ich will es selber machen, ohne Eismaschine, mit wenig Inhaltsstoffen aber dafür regionalen Früchten und Zutaten. Ich hatte einen Bericht gesehen, in dem verschiedene Eissorten einen Lebensmittelchemiker zum Test übergeben wurden. Der las die Zutatenliste vor und meinte nur trocken: „Nee, das will ich nicht essen.“

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Damals nur Brotesser und heute auch mal Brotbäcker.

Wenn der Duft von frischem Brot durch die Wohnung zieht, ist auch ein grauer Himmel nicht mehr schlimm. Es war gut, dass ich mich entschlossen habe, mal wieder Brot zu backen.

Regen? Naja, ein bisschen, aber mit der Zeit wird man bescheiden. Der Himmel aber war auch heute erstmal so richtig grau. Den Platanen vor dem Haus wird der Regen gut getan haben. Hehe, wie lustig das aussieht, die alten Samenstände vom letzten Jahr im frischen Grün von diesem!
Irgendwie musste ich etwas für mich tun. Und so band ich mir meine weiße Schürze um und wurde zum Brotbäcker. Ich hatte noch eine Backmischung von „Laibes Wohl“ im Hause, die mir meine Tochter aus dem Norden geschickt hatte. Die muss nun nicht mit mir umziehen und ich habe ein gutschmeckendes Wikingerbrot, ein deftiges Körnerbrot.

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Der Duft von frischem Brot – Musik für die Sinne.

Wenn ich Brot backe oder Kekse, dann ist die Welt fast in Ordnung für mich. Ich habe gebacken und am meisten habe ich mich über den Duft gefreut.

Brot gebacken hab ich lange nicht. Mir war einfach nicht danach. Dabei hatte mir das Töchterchen zwei Brotmischungen von „Laibes Wohl“ in mein Geburtstagspäckchen getan.
Heute war mir plötzlich frischem Brot, danach mit den Händen etwas aus Teig zu formen, nach Backen. Ich entschied mich für das Brot „Störtebecker“, einem Brot aus Dinkelmehl, Dinkelvollkorn, Roggenmehl, Gersteflocken, Emmervollkorn. „Stürz den Becher Bier in dieses Brot und es entsteht ein würziges saftiges Freibeuter-Bier-Brot.“ steht auf der Webseite von „Laibes Wohl“. Und genau das habe ich getan.

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Kurzer nachdenklicher Post aus dem Stubenarrest.

Ja, ich habe mir Stubenarrest verordnet. Es wäre für mich eh nicht leicht, nach Draußen zu gehen. Meist war immer jemand dabei. Meine Freundin z.B. Jetzt möchte ich niemand bemühen, denn jeder hat mit sich zu tun. Vielleicht ist es besser, mal zu Hause zu bleiben. Ungeduld würde mir bestimmt eher schaden.

Es ist schon spät, verdammt spät. Und trotzdem habe ich den Rechner nochmal angemacht, um zu schreiben aus meinem Stubenarrest. Leicht ist das in der Stadt gerade für keinen. Wir sind so viele, aber mit Abstand getrennt, manchmal allein. Und dabei haben wir gerade eine Woche weg. Ich weiß nicht, was alles noch werden wird, will es nicht wissen.

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Selbst gebackene Waffeln mit warmen Sauerkirschen und Sahne.

Waffeln habe ich heute gebacken und so gerne würde ich sie teilen. Irgendwann mache ich das auch mal. Mein Waffeleisen, welches ich so sehr liebe und welches ich damals öfter mit in den Schulhort geschleppt hatte, hat wieder ganze Arbeit geliefert.

Waffeln habe ich heute gebacken. Eigentlich zeige ich nicht gern, was ich so esse. Ich finde das nicht gerade interessant und es gibt jede Menge Kochportale, die können das eh viel besser als ich. 
Heute aber habe ich mein Waffeleisen hervorgekramt. Zu dem Eisen habe ich eine besondere Beziehung, denn das hatte ich bei einem großen Versandhaus nach der Wende gekauft und mit DDR-Mark bezahlt. Ich fand das damals gut, weil es nun mal so ist, dass die starke Währung die schwächere zwar verdrängt, aber langsam. Nun gut, es kam alles anders. Zu ändern ist es eh nicht mehr. Aber das Waffeleisen hat einen Ehrenplatz bei mir.

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Spinnen und sinnieren, z.B. über den Neoliberalismus.

Ich war mal wieder am Spinnrad. Lange genug hat es gedauert. Mein Projekt „Farbe zur Kleidung“ wächst. Die Wolle war im Entspannungsbad und trocknet gerade. Ist sie trocken, wird sie verstrickt.

Endlich habe ich wieder gesponnen. Ach, wie gut das getan hat. Man kann so herrlich schön vor sich hin tüdeln, spinnen und sinnieren, kann Gedanken ordnen und manchmal auch Lösungen finden. Über mein Leben habe ich nachgedacht, über Dinge, die mir ständig sauer aufstoßen, über Neoliberalismus als Ideologie und politisches Modell.
Schwere Kost, aber mir geht es seitdem besser.

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Vom Spinnen, Stricken und Steckrüben-Suppe.

Ich reduziere ja gerade tierische Nahrungsmittel, nicht generell und konsequent, aber so weit wie möglich. Rheumatikern wird das empfohlen und einer „Tierindustrie“ wirkt es entgegen. Ich habe dieser Tage eine leckere Steckrüben-Suppe gekocht. In Altenburg hat deshalb bestimmt die Erde gebebt.

Meine Mutter hat mir viel aus ihrem Leben erzählt. Geboren 1016 in einer typischen Arbeiterfamilie, die auch in den Jahren der Kriege und der Weltwirtschaftskrise Armut und Hunger erlebt hat. Das hat sie geprägt und somit auch ihr Essverhalten. Mit bestimmten Gerichten wollte sie nie wieder etwas zu tun haben. Sie wurden bei uns nicht gekocht oder gegessen. Dazu gehörte auch Steckrüben-Suppe.

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Was isst man anderswo? Eine kulinarische Reise in die Ferne.

Meine Essgewohnheiten änders sich gerade. Nicht neu aber ist die ist Neugierde, wie und was isst man anderswo in der Welt.

Was isst man anderswo? Das hat mich schon immer umgetrieben. Ich war immer sehr froh, wenn ich auf früheren Reisen das essen durfte, was traditionell in der Gegend gegessen wird. Oder anders herum: Es ärgert mich immer noch, als ich in einem Hotel in Rumänien nach „traditionell deutscher Küche“ bekocht wurde. Es gab Hähnchenflügel, gekocht. Oh je!

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