Damals nur Brotesser und heute auch mal Brotbäcker.

Wenn der Duft von frischem Brot durch die Wohnung zieht, ist auch ein grauer Himmel nicht mehr schlimm. Es war gut, dass ich mich entschlossen habe, mal wieder Brot zu backen.

Regen? Naja, ein bisschen, aber mit der Zeit wird man bescheiden. Der Himmel aber war auch heute erstmal so richtig grau. Den Platanen vor dem Haus wird der Regen gut getan haben. Hehe, wie lustig das aussieht, die alten Samenstände vom letzten Jahr im frischen Grün von diesem!
Irgendwie musste ich etwas für mich tun. Und so band ich mir meine weiße Schürze um und wurde zum Brotbäcker. Ich hatte noch eine Backmischung von „Laibes Wohl“ im Hause, die mir meine Tochter aus dem Norden geschickt hatte. Die muss nun nicht mit mir umziehen und ich habe ein gutschmeckendes Wikingerbrot, ein deftiges Körnerbrot.

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Der Duft von frischem Brot – Musik für die Sinne.

Wenn ich Brot backe oder Kekse, dann ist die Welt fast in Ordnung für mich. Ich habe gebacken und am meisten habe ich mich über den Duft gefreut.

Brot gebacken hab ich lange nicht. Mir war einfach nicht danach. Dabei hatte mir das Töchterchen zwei Brotmischungen von „Laibes Wohl“ in mein Geburtstagspäckchen getan.
Heute war mir plötzlich frischem Brot, danach mit den Händen etwas aus Teig zu formen, nach Backen. Ich entschied mich für das Brot „Störtebecker“, einem Brot aus Dinkelmehl, Dinkelvollkorn, Roggenmehl, Gersteflocken, Emmervollkorn. „Stürz den Becher Bier in dieses Brot und es entsteht ein würziges saftiges Freibeuter-Bier-Brot.“ steht auf der Webseite von „Laibes Wohl“. Und genau das habe ich getan.

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Kurzer nachdenklicher Post aus dem Stubenarrest.

Ja, ich habe mir Stubenarrest verordnet. Es wäre für mich eh nicht leicht, nach Draußen zu gehen. Meist war immer jemand dabei. Meine Freundin z.B. Jetzt möchte ich niemand bemühen, denn jeder hat mit sich zu tun. Vielleicht ist es besser, mal zu Hause zu bleiben. Ungeduld würde mir bestimmt eher schaden.

Es ist schon spät, verdammt spät. Und trotzdem habe ich den Rechner nochmal angemacht, um zu schreiben aus meinem Stubenarrest. Leicht ist das in der Stadt gerade für keinen. Wir sind so viele, aber mit Abstand getrennt, manchmal allein. Und dabei haben wir gerade eine Woche weg. Ich weiß nicht, was alles noch werden wird, will es nicht wissen.

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Selbst gebackene Waffeln mit warmen Sauerkirschen und Sahne.

Waffeln habe ich heute gebacken und so gerne würde ich sie teilen. Irgendwann mache ich das auch mal. Mein Waffeleisen, welches ich so sehr liebe und welches ich damals öfter mit in den Schulhort geschleppt hatte, hat wieder ganze Arbeit geliefert.

Waffeln habe ich heute gebacken. Eigentlich zeige ich nicht gern, was ich so esse. Ich finde das nicht gerade interessant und es gibt jede Menge Kochportale, die können das eh viel besser als ich. 
Heute aber habe ich mein Waffeleisen hervorgekramt. Zu dem Eisen habe ich eine besondere Beziehung, denn das hatte ich bei einem großen Versandhaus nach der Wende gekauft und mit DDR-Mark bezahlt. Ich fand das damals gut, weil es nun mal so ist, dass die starke Währung die schwächere zwar verdrängt, aber langsam. Nun gut, es kam alles anders. Zu ändern ist es eh nicht mehr. Aber das Waffeleisen hat einen Ehrenplatz bei mir.

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Spinnen und sinnieren, z.B. über den Neoliberalismus.

Ich war mal wieder am Spinnrad. Lange genug hat es gedauert. Mein Projekt „Farbe zur Kleidung“ wächst. Die Wolle war im Entspannungsbad und trocknet gerade. Ist sie trocken, wird sie verstrickt.

Endlich habe ich wieder gesponnen. Ach, wie gut das getan hat. Man kann so herrlich schön vor sich hin tüdeln, spinnen und sinnieren, kann Gedanken ordnen und manchmal auch Lösungen finden. Über mein Leben habe ich nachgedacht, über Dinge, die mir ständig sauer aufstoßen, über Neoliberalismus als Ideologie und politisches Modell.
Schwere Kost, aber mir geht es seitdem besser.

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Vom Spinnen, Stricken und Steckrüben-Suppe.

Ich reduziere ja gerade tierische Nahrungsmittel, nicht generell und konsequent, aber so weit wie möglich. Rheumatikern wird das empfohlen und einer „Tierindustrie“ wirkt es entgegen. Ich habe dieser Tage eine leckere Steckrüben-Suppe gekocht. In Altenburg hat deshalb bestimmt die Erde gebebt.

Meine Mutter hat mir viel aus ihrem Leben erzählt. Geboren 1016 in einer typischen Arbeiterfamilie, die auch in den Jahren der Kriege und der Weltwirtschaftskrise Armut und Hunger erlebt hat. Das hat sie geprägt und somit auch ihr Essverhalten. Mit bestimmten Gerichten wollte sie nie wieder etwas zu tun haben. Sie wurden bei uns nicht gekocht oder gegessen. Dazu gehörte auch Steckrüben-Suppe.

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Was isst man anderswo? Eine kulinarische Reise in die Ferne.

Meine Essgewohnheiten änders sich gerade. Nicht neu aber ist die ist Neugierde, wie und was isst man anderswo in der Welt.

Was isst man anderswo? Das hat mich schon immer umgetrieben. Ich war immer sehr froh, wenn ich auf früheren Reisen das essen durfte, was traditionell in der Gegend gegessen wird. Oder anders herum: Es ärgert mich immer noch, als ich in einem Hotel in Rumänien nach „traditionell deutscher Küche“ bekocht wurde. Es gab Hähnchenflügel, gekocht. Oh je!

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Aus meiner ganz privaten Brotbäckerei. Der Clara versprochen.

Seit einiger Zeit habe ich meine eigene Brotbäckerei. Das Rezept hatte ich der Clara Himmelhoch versprochen – und vergessen. Jetzt aber!

Seit einiger Zeit betreibe ich meine ganz private Brotbäckerei. Zuerst bin ich wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Brotrezepte gestürzt und dann dachte ich mir, es doch mal langsam und systematisch anzugehen. Das war eine gute Entscheidung. Was als Experiment begann, ist jetzt im fortgeschrittenen Stadium. Ein Hexenwerk ist es nicht und darüber hinaus bekommt es mir sehr gut.

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Sommersocken stricken. Der nächste Sommer kommt bestimmt.

Am besten besiege ich Ängste, wenn ich mich auf etwas anderes konzentrieren muss. Deshalb stricke ich, Sommersocken mit Muster.

Ich weiß nicht, wie oft ich wieder von Vorne angefangen habe mit meinen Sommersocken. Dauernd habe ich mich verfranzt. Einfach zu korrigieren ging nicht, also habe ich einige Male neu begonnen.
Naja, mir ging es nicht besonders. Mich plagten Ängste. „Nun konzentrier dich doch mal, Gudrun“. Tja, und dann ging es.

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Brot und Spiele. Wie ich mich bei Laune halten muss.

Der Januar begann nicht so, wie ich es mir gewünscht hatte, aber ich versuche, das beste daraus zu machen. „Brot und Spiele“ ging mir sofort durch den Kopf. Aber das war ja mal anders gemeint. Oder?

Brot und Spiele – was habe ich damit zu tun?
Das neue Jahr begann bei mir mit einem Infekt. „Na und?“, könnte man sagen. Aber, wenn ich mir zweimal in der Woche mein Immunsystem weg ballere, kann das zum Problem werden. Ich hing durch, so richtig dolle. Ich neige nun mal dazu, in solchen Situationen immer stiller zu werden. Das war dann eben auch auf dem Blog so.

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