Meine jüngste Tochter hatte mir unter anderem ein mit Textilfarbe selbst bemaltes Säckchen geschenkt. Darin befand sich ein Zettelchen, auf dem stand: „Ich bin ein Sorgenstein. Steck mich in Deine Tasche und spiel mit mir, wenn du nervös bist.“
Den Sorgenstein hat meine Tochter aus Ton gefertigt und bemalt. Er ist klein, flach und liegt gut in der Hand. Er stellt ein Schaf dar. Klar, was soll denn sonst bei mir einziehen?
Ich staune jedesmal wieder, wie kreativ meine Tochter ist. Die beiden anderen Geschwister sind es auch und vielleicht liegt es daran, dass wir vieles ausprobiert haben, als sie noch klein waren. Ich freue mich, dass die Zeit immer gut angelegt war. Für alle Kinder auf dieser Welt wünsche ich mir, dass sie in Ruhe leben, lernen, spielen und sich beschäftigen dürfen.

Nun trauert der Lieblingsmensch vom Gastkater immer noch ganz stark um seinen Findus. Das tut mir immer richtig weh, ihn so zu sehen. Ich habe meine Tochter gefragt, ob sie ihm auch einen Sorgenstein machen kann, diesmal allerdings eine Katze. Ja, klar, sie konnte. Und nun kommt in den nächsten Tagen mit der Post ein kleiner Findus. Ich denke, er kann viel Trost spenden.
Der zweite Sorgenstein ist noch viel schöner geworden.

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die Freude schenken oder trösten können.
Bevor ich mir deinen Artikel ansehe, genieße ich immer erst den wunderschönen Header. –
Die Idee mit dem Sorgenstein gefällt mir sehr. – Ich bin wie ein Trüffelschwein durch meine Wohnung gegangen und habe gesucht, was ich mir in die Tasche stecken könnte. – Mein Sohn ist Fisch als Tierkreiszeichen, aber beide Fischmodelle, die ich zur Verfügung habe, sind zu sperrig, kommen also für die Hosentasche nicht infrage. Zur Wahl standen noch einige andere Sachen – jetzt habe ich mich erst einmal für zwei verschiedene Dinge entschieden und werde mich später festlegen, was wirklich in der Hosentasche bleibt.
Danke für diese Idee!
Och, ist das süss und liebevoll gestaltet und gefertigt!
Beide Tontiere sind allerliebst und werden ihre Aufgabe als Trösterchen sicher bravourös meistern. :–)
Danke für die tollen Bilder und die Geschichte dazu.
Lieben Sonntagsgruss, Brigitte
Ich nehme mir im Herbst immer drei Kastanien aus meinem Innenhof mit. Mit ihnen kann ich meine Finger locker halten. Im Frühjahr, wenn sie langsam anfangen zu vertrocknen, gebe ich sie dem Baum wieder. Das ist gleich mal ein guter Grund rauszugehen. Rituale halte ich für wichtig. Die haben einen größeren Einfluss auf unsere Psyche als wir denken. Allerdings kann man auch Schindluder damit treiben.
Ich freue mich über das Geschick einer Tochter und dass sie nicht nur für sich werkelt.
Liebe Grüße an dich, liebe Clara.
Wir können uns der Gegenwart mit all ihren Mühen, Gedanken und Schmerzen nicht entziehen, möchten aber gerne Trost spenden. Eine liebevolle Idee sind diese Troststeine – Segenswünsche, die Kraft schenken und das Gefühl vermitteln, mit all den Sorgen nicht allein zu sein.
Herzlichst, Kelly
Was für eine feine Idee. 🙂 Die Steine sind sehr fein geworden. Ich habe immer einen meiner Fundsteine in der Tasche, zum erden. Und wenn ich früher Vorträge gehalten habe, hatte ich immer schon beim Erstellen des Skripts einen dabei auf dem Schreibtisch. Wenn es denn so weit war und ich Gefahr lief, den Faden zu verlieren, habe ich ihn in die Hand genommen und sofort wusste ich wieder wie es weiterging. Alles Liebe
Ja, liebe Gudrun, diese kleinen Dinge, die zeigen, dass jemand an dich denkt, mit dir fühlt, das ist so wunderbar und wertvoller als große Aktionen.
Ich mag auch diese kleinen gestrickten Trostpüppchen oder -tiere.
Sorgensteine kannte ich bisher noch nicht. Die sind aber auch super niedlich und bestimmt genauso wunderbar tröstend und aufbauend.
Ein lieber Sonntagsgruß zu dir,
Andrea
Liebe Gudrun,
wie schön diese kleinen Sorgensteine geworden sind. Ich kann mir gut vorstellen, wie angenehm sie in der Hand liegen und wie beruhigend sie wirken können.
Die Gefühle des Lieblingsmenschen von Deinem Gastkater kann ich auch nachvollziehen. Aber wem sage ich das? Dir geht es nicht anders, liebe Gudrun, sonst wärst Du gar nicht auf die Idee gekommen, Deine Tochter um einen weiteren Sorgenstein, dieses Mal für den Lieblingsmenschen Deines Gastkaters, zu bitten. Ich fand es auch lieb von Dir, dass Du ihm mein Buch gegen seinen Kummer geschenkt hast. Es wäre schön, wenn es die gewünschte Wirkung entfalten würde. Aber wir wissen beide, dass auch die Trauer um unsere tierischen Mitbewohner ihre Zeit braucht.
Ganz liebe Grüße schickt Dir die Silberdistel
Liebe Gudrun,
ich finde diese Idee mit den so individuell gearbeiteten Sorgensteinen entzückend!
Andrea schreibt von den Trostpüppchen. Solche haben wir auch vor Jahren für unsere damaligen Hortkinder gemacht, mit der Geschichte dazu in kleine Säckchen verpackt, die sie unter ihre Kopfpolster legen konnten.
Neben meinem Schreibplatz liegt ein wunderschön bemaltes Schneckenhaus, ich kann es zwar nicht einstecken, aber der Blick darauf erfreut mich.
Ich glaube, es ist die Liebe, mit der diese Geschenke hergestellt sind, die wir so sehr spüren können …
Herzliche Grüße, Chris