Der erste Tag wieder zu Hause

Danke für eure guten Wünsche. Sie haben mir die ganze Zeit geholfen.

Jetzt bin ich wieder zu Hause.
Irgendwie endete das alte Jahr nicht gut für mich und das Neue begann auch nicht gut. Am 2. Dezember nahm mich der Notarzt mit in die Notaufnahme der Uniklinik Leipzig. Verdacht auf Magenblutungen stand im Raum, der sich dann auch bestätigte. Ich musste bleiben.

Ich war so schwach, dass ich nicht mehr laufen konnte. Der Blutdruck war so im Keller, dass ich bei der Magenspiegelung und dem Stillen der Blutung keine Narkose erhalten konnte. Wieder auf Station bekam man kaum noch einen Tropfen Blut zur Untersuchung aus mir raus. 

Gut, dachte ich mir, noch zwei Tage, dann geht es eben gegen Null. Da setzte sich eine Krähe auf mein Fensterbrett. Ach, kucke, der Todesvogel ist auch schon da. Was einen doch so alles durch das betüdelte Gehirn  schießen kann? 

Herr E. hatte mich jeden Tag im Krankenhaus besucht und kümmert sich auch jetzt liebevoll um mich. Ich huste mir immer noch die Seele aus dem Laib, aber Vieren, Bakterien und anderes sind nicht in mir. Das hat man dreimal getestet. Biologika und Cortison haben sämtliche Schleimhäute zur Minna gemacht. Es muss langsam heilen. 

Zu Hause! Schön, wenn man eines hat und eine Familie und Freunde, die einem beistehen. Ich bin aber auch allen Pflegekräften in der Klinik sehr dankbar, den Ärztinnen und Ärzten, dem Rettungsdienst. Ohne sie und ihre Fürsorge wäre es böse ausgegangen. 

Danke für eure guten Wünsche. Ich habe euch auch nicht vergessen. Ich bin nur noch ziemlich schwächlich und werde noch ein bissel pausieren müssen mit dem Bloggen und Kommentieren. Ich schaffe es einfach noch nicht.

Wenigstens habe ich den Zeichengriffel aufgeladen und angefangen zu kritzeln.

27 Gedanken zu „Der erste Tag wieder zu Hause“

  1. Gudrun, nach so viel Krankheit und Ungemach kann es jetzt nur noch aufwärtsgehen. Und mit deiner Gesundung wirst du für das ganze Land Vorbild, wo es auch mal wieder richtig aufwärts gehen könnte.
    Also toitoitoi – da bin ich ja im wahrsten Sinne strunz-gesund.
    Lieben Gruß von mir

    1. Liebe Clara, im Liegen schreibt es sich nicht gut, aber ich probiere es jetzt einfach.
      Ich gebe mir alle Mühe, dass es wieder aufwärts geht. Das Ende soll es nicht sein. Ich bin froh, auf die Freundin und Nachbarin gehört zu haben. Auf ihr Drängen hin haben wir den Notarzt gerufen.
      Die Sonne scheint. Jetzt wird alles besser.
      Liebe Grüße zu dir.

  2. Oh Gudrun, da hast Du was mitgemacht.
    Ich wünsche Dir von Herzen Alles Gute und Gute Besserung.
    Der Rabe steht auch für Weisheit, Klugheit, Offenheit, Ehrlichkeit, Wahrheit. Das weißt Du gell?
    Gut, dass Du liebevoll umsorgt bist ❤️
    Mia mit dem Hundemädel, die „Xenia“ gerade von Dir erzählt hat. Sie hat mir ihr Bäuchlein hingestreckt ich habe sie schonmal für Dich gekrault.

    1. Liebe Mia, ich liebe die Raben sehr, ihre Klugheit und ihre Verbundenheit untereinander. Du solltest sie mal erleben, wenn der Gastkater auf den Baum rennst . Dann gehen sie ihn im Verbund an, obwohl auf dem Baum kein Nest ist. Er hat halt auf den Bäumen nichts zu suchen.
      Ich werde wirklich gutumsorgt, besonders halt von Herrn E. Ein Freund hat für mich ein Süppchen gekocht und eine Freundin aus der Nachbarschaft macht Winterbilder für mich, denn ich kann ja nicht. Und das macht sie richtig gut.
      Liebe Grüße an dich und Streichele das Hundemädchen von mir.

  3. Poah, das tut mir total leid!
    Ich bin sehr froh, dass Du so viele gute Menschen um Dich hast, liebe Gudrun. Du kannst Dich auf ihre Fürsorge verlassen, das ist kostbar. So wirst Du ganz in Deinem Tempo wieder zu Kräften kommen.
    Ich denke an Dich und schicke Dir Herzensgrüße, Chris

    1. Liebe Chris, du hast so Recht: Ich muss mein Tempo leben und keines im Dauerlauf. Ich denke, es geht wieder aufwärts, auch wenn ich noch arg zittrig bin.
      Für deine Herzensgrüße danke ich dir sehr, weil sie ankommen und helfen.
      Herzliche Grüße an dich.

  4. Es tut mir so leid, liebe Gudrun. Hoffentlich hast du nun aber wirklich mal das Schlimmste überstanden und bist stetig auf dem Weg der Besserung. Wenn ich das so lese, ähnelt es sehr meiner Odysee vor nun bald zwei Jahren, als ich zum Glück auch nochmal dem Tod von der Schippe gesprungen bin. Unterm Strich hatte damals wohl auch alles seinen Ursprung bei zu viel starken Medikamenten. Es ist oft ein Teufelskreis, denn es geht nicht ohne, aber eben auch nicht immer mit. Den Husten bin ich übrigens nie los geworden. Sobald ich viel rede oder lachen muss, keuche ich los wie ein alter Starkraucher. Wichtig ist, dass du wieder zu Kräften kommst, liebe Gudrun. Bei der lieben Fürsorge wird dir das auch gelingen. Viel viel Kraft wünsche ich dir! Dass du den Zeichengriffel wieder in die Hand genommen hast, ist ein gutes Zeichen.
    Ganz liebe Grüße,
    Andrea

    1. Meine liebe Andrea,
      ich bin der Uniklinik sehr dankbar, dass sie mir wieder ins Leben geholfen haben. Wie schlimm es war, habe ich gemerkt, als sie kein Röhrchen Blut mehr aus mir heraus bekommen haben. Jetzt bin ich noch klapperig wie ein uralter Ackergaul, aber ich merke, dass es wieder besser wird. Ich gebe mir alle Mühe, denn ich will leben.
      Dass der Husten besser wird, hoffe ich, denn im Moment fällt mir das Sprechen sehr schwer. Ich bekomme Hustenanfälle.
      Liebe Andrea, danke, dass du da warst. Ich grüße dich herzlich.

      1. Es wird wieder besser, liebe Gudrun, glaube mir! Auch an mir scheiterten die Versuche, Blut abzuzapfen. Selbst an Stellen, die man nicht für möglich hielt, tat sich nichts. Einem Pfleger wurde sogar schlecht. Ich würde zu wenig trinken, hieß es damals.
        Man macht schon einiges mit im Leben. Aber du hast soviel eisernen Willen und eine so liebe Familie, Freunde und Menschen, die dich brauchen und dir helfen, das muss wieder werden.
        Es tut mir so leid, du arme. Viel trinken ist wichtig, auch für die Schleimhäute. Aber nicht alles ist gut, Thymian z.B. hat bei mir alles noch schlimmer gemacht, sie noch mehr gereizt. Richtigen Honig in mildem Tee, Kräuterbonbons und dann diese GeloRevoice, die haben mir auch gut getan.
        Von Herzen alles Gute. Fühl dich ganz lieb gedrückt!!!

        1. Naja, mit meinem Willen ist es gerade nicht weit her. Ich hoffe, dass ich meine Kraft wiederfinde. Da stimmt auch was an meinem Herzen nicht. Ich habe eine Überweisung zum Kardiologen, finde aber keinen, der mich als Patient annimmt. Tja.
          Thymiantee hat mir auch nicht geholfen gegen den Husten. Es war halt keine Erkältung. Der Husten ist hartnäckig, aber es ist schon besser geworden.
          Ich drücke dich auch, liebe Andrea.

          1. Es ist klar, dass auch das Herz leidet, wenn man so Schlimmes durchmacht, liebe Gudrun. Ist zwar blöd, wenn ich immer wieder von mir erzähle, aber vielleicht hilft es dir ja auch ein wenig. Mir ging es nämlich damals auch so, bin dann auch in die kardiologische Abteilung – also innermedizinische in dem Krankenhaus verlegt worden, wo einiges untersucht wurde. Aber zum Glück war damals alles okay. Und das wünsche ich auch Dir von ganzem Herzen!!!!

  5. Es tut mir so leid für dich, was du alles durchmachen musstest!
    Und überaus froh bin ich, dass du das Gröbste überstanden hast und jetzt langsam wieder „Boden unter die Füsse“ bekommst.
    Von Herzen wünsche ich dir gute Genesung!
    Lass es langsam angehen, liebe Gudrun, mit viel Geduld und Zuversicht!
    Ich drücke fest die Daumen,
    Brigitte

    1. Liebe Brigitte, Geduld ist, was meinen eigenen Körper betrifft, nicht meine Stärke. Diesmal gebe ich mir alle Mühe, sie zu haben. In aller Ruhe, wieder gesund zu werden, das ist mein Ziel.
      Ich freue mich, dass du da warst, liebe Brigitte. Das tut gut und gibt Kraft.
      Liebe Grüße an dich.

  6. Mensch Gudrun, Du machst aber Sachen. Ach man. Ich hoffe, dass Du ganz schnell wieder auf die Beine kommst, aber auch, dass du dir alle Zeit nimmst, die du dazu brauchst. Wie fein das Herr E. sich so gut kümmert. Alles Liebe

    1. So schnell kann es gehen. Wenn ich nicht Hilfe bekommen hätte in der Klinik, wäre es böse ausgegangen. In drei Wochen muss ich zu Untersuchungen wieder hin und ich hoffe, dass alles wieder gut ist.
      Liebe Grüße in den Norden.

  7. grad von karin gelesen und gleich hier reingeschaut
    ganz viele liebe gutebesserungs grüße und wünsche
    birgit

    1. Herzlich willkommen bei mir, liebe Birgit, und vielen, vielen Dank für deine guten Wünsche. Das ist immer eine Anregung, sich am Schopfe zu nehmen und aufwärts zu schauen.
      Herzliche Grüße an dich.

  8. Ohje, du Arme! Es bleibt doch immer eine Gradwanderung, wenn man auf Medis angewiesen ist. Es tut mir so leid, dass du das durchmachen musstest. Mit oder auch ohne Immunsuppressiva und Schmerzmittel, mutet man sich viel zu. Ich wünschte es gäbe eine bessere Lösung um autoimmune Prozesse zu mäßigen. Erhole dich gut und komm bald wieder zu Kräften <3

    1. Liebe Isa, wie es mit dem Rheuma weitergeht, weiß ich noch gar nicht. Noch hat das Kortison es eingedämmt gehabt. Aber nun? Ich will eigentlich kein starken Rheumamittel mehr haben, aber ob ich das schaffe? Auf alle Fälle lasse ich mich nicht mehr auf „probieren wir mal“ ein. Eine Lösung sehe ich darin, wie in der Krebstherapie, ganz individuell zu bestimmen, wo genau es hackt und wo man eingreifen kann.
      Jetzt wünsche ich mir erstmal ein gutes Ergebnis bei der nächsten Untersuchung in drei Wochen. Noch sind nicht alle Befunde da.
      Liebe Grüße

  9. Liebe Gudrun, da hast Du aber wirklich was hinter Dir. Wie schön, dass Du so gut umsorgt wurdest und wirst. Ich hoffe sehr, dass es nun stetig wieder bergauf geht mit Deinem Befinden. Es ist sicher gar nicht so leicht, den goldenen Mittelweg zu finden, wenn man auf Medikamente angewiesen ist. Ich wünsche Dir aber sehr, dass es ihn irgendwie für Dich gibt, damit es Dir bald wieder besser geht.
    Einen lieben Drücker schickt Dir die Silberdistel mit lieben Heilschnurrern von meinen beiden Pelznasen

    1. Liebe Silberdistel, mein Heilschnurrer ist gerade arg übellaunig. Er will ja raus, aber das ist gerade gar nicht katzenfreundlich. Und dann macht die Gudrun draußen einfach nicht die Heizung an.
      Ganz, ganz langsam merke ich Verbesserungen. Das macht mir große Hoffnung, dass alles wieder gut wird. Morgen muss ich zu meinem Arzt. Mal sehen, was er noch für Ideen hat.
      Danke für das Drücken. Es tat sehr gut.
      Ganz liebe Grüße an dich, Liebe Silberdistel Marianne.

  10. Oh je, liebe Gudrun,
    bisher hatte ich bei deinen Einträgen immer ein Stehaufmännchen vor Augen.
    Nun hat es dich richtig erwischt – mach langsam.
    Bei aller Fürsorge und Zuwendung, zu Hause ist es doch am schönsten!
    Gute Besserung und liebe Grüße!

    1. Danke für deine guten Wünsche, liebe Kelly. Ein Stehaufmännchen war ich auch immer, aber diesmal hat es mir echt den Wind aus den Segeln genommen. Ich habe aber noch einiges vor, also muss es einfach wieder werden.
      Ich frage mich, was die Menschen machen, die sich alleine durchschlagen müssen, die niemand haben, der sich kümmert.
      Ich schicke dir ganz liebe Grüße.

  11. Liebe Gudrun,
    Es tut mir aufrichtig leid.
    Was ich hier gelesen habe, hat mich sehr traurig gemacht, schockiert. Was DU, durchmachen musstest und DEINE LIEBEN, DIE ENGEN FREUNDE. Die Angst um DICH.
    Mir fehlen die Worte. Du wurdest vermisst. Von uns, auch von Mieze.
    Wie gut, dass liebe Menschen ihr Bestes gaben und DU im geliebten zu Hause bist. Weiterhin schnelle Genesung.

    1. Hallo, liebe Christine, danke für deine guten Wünsche. Ich denke, es gibt viel Schlimmeres. Klar, es war ein Schreck, aber der lässt mich bestimmt auch mal wieder los. Ich finde es schade, dass ich nicht zum Treff kommen konnte, aber ich bin noch klapprig wie ein alter Ackergaul. Es wird schon wieder und dann bin ich wieder da.
      Liebe Grüße an dich und auch an deine Tochter.

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