Vor langer, langer Zeit trug es sich zu, dass ich in meinen ersten Spinnversuchen ein Garn gesponnen hatte. Es war nicht schön, eher ungleichmäßig, mal dicker und mal dünner und schließlich mit unterschiedlichen Drall gezwirnt. Die Wolle stammte aber von einem Lieblingsschaf. Ich konnte es nicht wegwerfen. Auch war ich damals froh, dass es überhaupt ins Spinnrad „hinein lief“. Und so bunkerte ich es ein in meiner Wollkiste und hatte es fast vergessen.
Ich brauchte Hausschuhe. Sie sollten schön warm halten, den Füßen alle erdenkliche Freiheit bieten und keine Seenlandschaft um die Füße verursachen, wie so manche gekauften es getan hatten. Mir fiel mein uraltes Garn aus dem vergangenem Jahrhundert (Ha, wie das klingt 😀 ) in die Hände. Jetzt hatte ich eine Idee und es konnte etwas daraus werden.

Zuerst wollte ich wieder Fair Isle Muster stricken, aber ich hatte keine geigneten farbigen Garne. So strickte ich eben alles in Weiß und stickte die Farbe oben auf. Es war ganz schön fuddelig, aber ich glaube, die Mühe hat sich durchaus gelohnt.
Die Sohlen stelle ich inzwischen selber her, aus Filz und rauhem Reder. Es rutscht nicht und läuft sich dennoch wie auf einer Wolke.

Ich bin zufrieden und glücklich und meine Füße sind es auch.
Das Garn vom Lieblingsschaf hat nun endlich seine Bestimmung gefunden.
Sag ich es nicht immer? Man kann aus allem etwas machen.
So schön, gefällt mir sehr!
Danke, liebe piri.
Das ist ja schön, liebe Gudrun, dass du die Wolle aus dem 20. Jahrhundert von deinem Lieblingsschaf noch so wunderbar verwenden konntest! 🙂 Hach, bei solchen Geschichten geht mir das Herz auf. Und so schön sind sie geworden, deine Hausschuhe. Sie sind etwas ganz Besonderes!
Viele liebe Grüße zu dir,
Andrea
Wie das klingt „Garn aus dem vergangenem Jahrhundert“? Ich musste lachen als mir das durch den Kopf ging.
Das Schaf, dessen Wolle ich nun verarbeitet habe, kannte ich gut. Ich freue mich sehr, dass ich ihm nochmal nahe sein kann. (Ihm ist sogar richtig, denn es war ein Schafbock. 😀 )
Liebe Andrea, ich schicke dir ganz liebe Grüße.
Ich hoffte, bei dir mit dem vergangenen Jahrhundert einen Lacher erzeugen zu können … hihi. Und ich stelle es mir so schön vor, eben weil du den Schafbock gut kanntest.
Danke für die lieben Grüße, die ich dir gern zurückschicke, liebe Gudrun!
Das hast du! Es ist gelungen. Am 8. April habe ich ml wieder eine Veranstaltung mit dem Spinnrad. Ich nehme da auch immer mal etwas mit, was aus dem gesponnenem Garn letztendlich entstanden ist. Da werde ich vom Gaarn aus dem vergangenem Jahrhundert erzählen.
Danke, liebe Andrea.
Und was du daraus gezaubert hast, Gudrun: entzückend, um es in einem Wort auszudrücken.
Zum Glück hast du das alte Garn aufgehoben und nun seinem allerbesten Zweck zugeführt.
Ich bin begeistert.
Einen lieben Gruss, Brigitte
Danke, liebe Brigitte. Fast hätte ich das Garn vergessen. Nun ist doch noch etwas daraus geworden. Und ich plane die nächsten Hüttenschuhe zum Verschenken zu Weihnachten. Der Schwiegersohn bekommt keine Blümchen drauf gestrickt. Aber es gibt ja noch anderes. 🙂
Herzliche Grüße zu dir.
Dein Lieblingsschaf und Du, Gudrun, ihr seid ein supertolles Team. Auch wenn es bestimmt schon lange als Wolkenschaf am Himmel schwebt, so ist es nun verewigt in deiner Erinnerung und an deinen Füssen. Hach, so einen schönes verträumtes Wiesenleben! Da würde sich jedes Schaf darüber freuen und fröhlich darin herumhüpfen und mampfen. Nicht wahr?
Oh ja, Rudi ist schon lange als Wolkenschaf zu sehen. Etwas von ihm ist aber zurückgeblieben: die Erinnerung an ihn und seine Wolle. Der Schafbock hat mir viele Ideen beschert. Einige konnte ich nicht umsetzen, weil es immer mal wieder Steinchen gab, die in den Weg gekullert wurden. Vieles aber habe ich gemacht und das macht mich sehr zufrieden.
Liebe Grüße schicke ich dir, liebe Mia.
Die sind ja wunderschön geworden und wärmen sicher Füße und Seele. Das du die Sohlen selbst machst, finde ich klasse. Ich habe mal Hüttenschuhe mit gekauften gemacht und die waren extrem rutschig. Übrigens habe ich mir gerade Letti Lopi Wolle bestellt. Es soll ein Pullover werden. Alles Liebe
Ich denke, an dem Pullover wirst du viel Freude haben, liebe Karin. Berichte immer mal, wie es vorwärts geht. Schade, dass ich so weit weg bin. Ich wäre sofort zum Strickunterricht mit Hausaufgaben zu dir gekommen. Pullover stricken wage ich noch nicht.
Liebe Grüße und viel Freude beim Stricken.
PS: Ein ganz klein wenig schnuppert das Garn noch nach Schaf, gell?
Noch habe ich die Wolle nicht. Aber ich habe dir über Signal eine Nachricht geschickt, welche es ist und welchen Pullover ich machen will. Alles Liebe
Wir müssen uns nochmal neu „verknüpfen“. Ich hatte das Programm nochmal neu installiert , aber es übernimmt nicht mehr automatisch Telefonkontakte. Kuck mal, ob meine Einladung per Mail angekommen ist. Sonst mache ich das noch mal.
Einfach T.O.L.L. – und alles von Hand gemacht und selbst hergestellt.
Du bist mit vielen Talenten gesegnet, denn ich habe auch schon sehr schöne Zeichnungen hier von Dir gesehen. Und auch die Art, wie Du erzählst, erfreut mich sehr.
Herzliche Grüße in mein Nachbarland! Chris
Kaum zu glauben, dass das mal graue, angeschnuddelte Rohwolle war. Mir tut die Wolle so gut auf meinen Rheumaknochen und am Ende kommt sie auf den Kompost. Nichts verschmutzt die Weltmeere. Ich bin zufrieden.
Vielen Dank für dein Lob, liebe Chris. Das spornt mich an, mir weiter große Mühe zu geben.
Herzliche Grüße an dich.
Zu Hüttenschuhen reicht es bei mir nicht, doch diese entzückende Stickereien kenn ich noch sehr gut.
Wie du alles miteinander verbindest und darstellst – Klasse!
Frohes Schaffen weiterhin…
LG Kelly
Mit der Stickerei musste ich mich erst beschäftigen. In einer alten DDT-Strickzeitung hatte ich gesehen, dass die Strickjacken und Pullover bestrickt hatten. Das musste ich natürlich ausprobieren und es dauerte, bis ich den Bogen raus hatte. Die ersten Versuche waren nicht gut.
Ich finde das Klasse, dass du sticken kannst, liebe Kelly.
Ganz liebe Grüße in den Norden.
PS: Gestern habe ich einen Physiotherapeuten gefragt, ob er aus dem Norden kommt, weil er bisschen ausgesprochen hat wie „büschn“. Er kam aus dem Norden, aus deiner Nähe. 🙂