Gegen ungute Gedanken

Wenn die Hände beschäftigt sind wird der Kopf frei.

Hier war es jetzt immer ein bissel still im Blog.
Mir geht es gut und ich bin auch gut beschäftigt. Herr E. und ich stellen gerade die Materialien (Bilder und Texte von Mitgliedern des Literaturtreff Grünau) zusammen für unser nächstes Heft. Um Kunst im öffentlichen Raum geht es, in dem Falle um die in Leipzig Grünau. Darauf wurde damals schon in der Bauplanung Wert gelegt. Und es geht darum, wie wir sie wahrnehmen und damit umgehen.
Mich plagen immer Mal wieder ungute Gedanken, dass ich nicht schreiben mag. Kluge Gedanken von anderen zu teilen ohne Ende mag ich nicht und die KI bemühen mag ich genau so wenig.

Ich bin dabei, die letzte Wolle meines Patenschafes zu verspinnen und das Garn zu verpacken, dass ich es dann mit in den Garten nehmen kann. Hüttenschuhe sollen daraus werden. Ich habe mir schon überlegt, wie die diesmal aussehen sollen. Bald gibt es wieder neue Wolle und darauf freue ich mich.

Schmierzettel Entwurf Hüttenschuhe und Zopfmuster

Tja, und dann habe ich meinen Kräuterhefter wieder hervorgekramt. Ich will im Frühling nicht verpassen, beizeiten anzufangen die Kräuter zu sammeln, die ich auch verarbeite und verwende. Mein Gartentee zum Beispiel hat allen Gästen geschmeckt. Leider ist er schon seit einiger Zeit alle. Mein Tee-Eimerchen muss ich also wieder auffüllen für die Teestunden im nächsten Winter.

Das letzte Rheumamittel hat den Schleimhäuten arg zugesetzt. Ich will eine Kräutertinktur ansetzen und mir den Gang zur Apotheke ersparen. Den Samen von Beinwell, Frauenmantel, Gänsefingerkraut und kleiner Wiesenknopf habe ich mir bestellt. Ich kann auf den Wiesen nicht mehr so herumkrauchen und baue mir die Kräuter an. Mit Tinkturen kenne ich mich schon gut aus. Die Tinktur aus Brennnesselwurzel hat in der Familie schon gut geholfen. 

Ich lese viel zu Kräutern. An verschiedenen Unis, in der Pharmazie, gibt es Untersuchungen, ob die Heilwirkung nur angenommen wird oder ob es sie tatsächlich gibt. Letzteres macht die Kräuter für mich interessant.

Ich bin also beschäftigt, nicht um mich einfach nur abzulenken, sondern weil es mir Spaß macht und schon oft sehr hilfreich war. Ungute Gedanken sollen mich nicht ausbremsen.
Apropos Zopfmuster: Mein Zopf ist ab. Ich trage jetzt einen kinnlangen Bob und fühle mich so wohl, dass ich gleich die Nase etwas höher trage. 🙂

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