Da wollte ich vor Tagen einen Blogbeitrag schreiben, setzte mich an den Rechner. Mit einem lauten „Gong!“ (ich vergesse immer, das mal leiser zu stellen) begann der mit seiner Arbeit und wartete auf das, was ich von ihm wollte.

Das Bloggen fiel aus, denn es kam eine Meldung rein über die Lücke in der php-Programmierung. Also: Blogbeitrag verschoben und Rechner wieder aus. So lange Pausen wie in diesem Jahr wollte ich eigentlich nicht haben. Langweilig war es mir allerdings nicht:
- Mein Sohn war zu Besuch.
- Wir waren mit dem Gasthund unterwegs
- Ich stricke Socken für die Weihnchtskiste. (Ich muss in der letzten Zeit oft an meine Mutter denken, die in der Jahreszeit jetzt sowohl mich als auch meine Puppen einstrickte.)

Im Newsletter meiner Krankenkasse fand ich einen Beitrag über die Wichtigkeit von sozialen Kontakten und dass Einsamkeit krank machen kann. Dem konnte ich nur zustimmen. Das ist auch ein Grund, warum ich mich auf den Weg mache, wenn immer es geht und warum mir das einen Blogbeitrag wert ist. Raus aus der Hütte, andere treffen, mit ihnen lachen, auch mal streiten und sich gut aufgehoben fühlen.
Dienstag war ich wieder beim Literaturtreff. Drei Autorinnen aus Leipzig-Grünau stellten ihre neusten Arbeiten vor. Sie waren alle drei gut, aber auch grundverschieden. Gedichte gab es zu hören, Geschichten und eine berichtete über ihre Arbeit als Bürger-Reporterin.
Es gibt im Literaturtreff aber nicht nur Interessantes zu hören. Über die Zeit sind auch richtige Freundschaften entstanden. Wir kennen uns und begegnen uns mit Respekt. Dieser Umgang miteinander und das Wirken in einer Gemeinschaft tun gut, in den unruhigen Zeiten wie jetzt, ganz besonders. Es berührt schon, wenn jemand sagt: „Mensch, wo warst du denn das letzte Mal? Ich habe mir Sorgen gemacht.“ So eine Gemeinschaft kann darüber hinaus eine gute Basis sein für so allerlei kreative Ideen.
So, jetzt ist es geschafft für heute.
Ein Blick aus dem Fenster zeigt mir, dass mein liebster Lieblingsbaum so langsam seine Blätter verliert. Bald kann ich den Leuten gegenüber wieder winken. Morgen mache ich meine Rosskastaniensalbe und wenn ihr wollt nehme ich euch mal mit an den Herd.

Ich dachte mir schon, dass ich Dich auf Deinem Blog vermisse, liebe Gudrun. Alles klar, die Technik.
Ans Stricken denke ich oft, auch freue ich mich über viele schöne Wollknäuel, die ich schon begutachtet habe – aber eine leidenschaftliche innere Bereitschaft, Nadeln und Wolle in die Hände zu nehmen, kann ich leider derzeit nicht erkennen. Bin mit anderen Dingen schwer beschäftigt 🙂 Auch das Lesen ist ein bissl ins Stocken geraten. Dabei liegen zwei sehr gute Bücher auf meinem Tischchen und warten auf mich. Aber sie sind geduldig 😉
Von einer Tante bekam ich übrigens mal ein Strickkleid, darunter hatte sie es sogar gefüttert. Ich war ein kleines Mädchen und ich erinnere mich daran, wie beeindruckend ich das vornehme altrosa Kleid empfand.
Freundschaften sind unverzichtbar, mir ist Freundschaftspflege ebenfalls sehr wichtig. Gerade gestern habe ich wieder sehr schöne Stunden mit einem Herzensmenschen erlebt.
Viel Freude bei der Zubereitung von kostbarer Rosskastaniensalbe.
Liebe Grüße in den Norden, Chris