Für gute Laune sorgen und alles dafür einsammeln.

Gute Laune? Mmmm.
Es ist schon eine etwas traurige Zeit. Dunkel ist es abends bei Zeiten, den Tagesablauf muss man anders planen. So wie es nun mal ist im Herbst.
In meiner Stadt sind mal wieder die „Querdenker“ unterwegs und das geht mir mächtig auf den Geist. Corona sorgt doch schon genug für Wirbel.
Naja, und dann gibt es noch so die eine oder andere Widrigkeit. Da fällt mir eine Tasse runter und ich fange an zu heulen. Und wie! Wahrscheinlich war das Schlimme nicht mal der Verlust der Tasse. Das war der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.
Da muss jetzt etwas her, was aufheitert, für gute Laune sorgt, beruhigt und Halt gibt.

gute Laune am Herbstfenster
das Herbstfenster mit Pennys Spatzenkino-Platz

Fast kahl sind die Bäume jetzt. Und trotzdem ist es schön hier zu sitzen. Einige Farbtupfer gibt es ja noch.
Mein Bader, der Spatz, hopst immer noch in seiner Wanne herum und der Rest zankt sich um die besten Plätze im Futterhaus. Meine Meisen sind da ganz helle. Sie drängen sich am Fenster zum Futterhaus durch und klauen den Spatzen die Körner unter dem Arsch weg. Einige der Vögel erkenne ich indessen an ihren Gesichtern. Sie haben schon Namen bekommen. Da sind zum Beispiel Herr und Frau Spitzkopf, der Pütscherer, König Drosselbart …

Ansonsten ist es kalt geworden. Heute sind nicht mal die Fußballjungs draußen auf dem Wäscheplatz.

stricken für gute Laune
nun auch noch Armstulpen

Dass Wolliges, Spinnen und Stricken bei mir für gute Laune sorgt, das habe ich ja schon oft genug erzählt. Die Wolle fasst sich gut an, ist weich und warm. Und so stricke ich zu den bereits fertigen Socken die passenden Armstulpen. Farbe und Muster passen nun. Das Loch für den Daumen habe ich inzwischen umhäkelt. Ich denke zufrieden, dass alles gut geworden ist.

Eigentlich müsste ich mal etwas für mich stricken, aber das wird wohl nichts.

ein Geschenk
der Kalender wird mich durch das Jahr begleiten

Ein Geschenk für mich kam gestern an. Ich habe mich riesig gefreut. Herzlichen Dank, liebe Beate Neufeld. Dein schön gestalteter Kalender wird mich wieder durch das Jahr begleiten, wie es schon in den Jahren zuvor welche getan haben. So viel Mühe hast du dir gemacht! Wort und Bild zu genießen ist eine Freude. Der Kalender hat seinen Platz schon gefunden, ebenso wie das Engelchen aus Wolle. (In dem Falle, dass ich mal in ein Krankenhaus muss, kommt das Engelchen mit.)

Wenn ich abends aus meinen Fenstern schaue, dann sehe ich, dass sowohl die Fenster als auch die Balkone gegenüber schon geschmückt sind. Um einiges eher als sonst um diese Jahreszeit ist das, aber völlig in Ordnung. Wenn es düster und kühl wird, dann kann wiewohl auch Licht für gute Laune sorgen. Und ich habe meine gute Laune jetzt wieder.

9 Gedanken zu „Für gute Laune sorgen und alles dafür einsammeln.“

  1. Gudrun, habe ich vielleicht schon gesagt, mir geht es wie den Fenstern dir gegenüber – ich habe sie dieses Jahr richtig gebraucht, die schummernde Beleuchtung im Zimmer, die nicht durch Lampen kommt. Und zum Glück habe ich mir voriges Jahr eine größere Menge an Teelichtern ohne Aluhülle besorgt, da kann ich ganz getrost viele Kerzen zum Wärmen und Leuchten anzünden.
    Stricken kann und will ich nicht – mich bringt alles mit Fotos wieder zum Lächeln. Ich war vorgestern auf Fototour durch den Flughafen – Fotos bearbeitet und bald kommt der Bericht darüber.
    Aber jetzt will ich doch mal etwas früher ins Bett.
    Gute Nacht sagt Clara

    1. Ach, Clara, zum Stricken bin ich gekommen, weil irgentwas aus der Wolle werden musste und damit die Hände beschäftigt sind. Letztere kann ich eh nicht ruhig halten. Als wir im Unterricht noch Kreidetafeln hatten, sah ich immer aus wie eine „Sau“, weil ich die Kreide immer in den Händen gedreht habe.
      Auf deinen Flughafenrundgang freue ich mich schon.
      Grüße an dich.

  2. Liebe Gudrun, wenn was runterfällt, dann ist es meistens nicht der Kummer um das Teil, was kaputtgegangen ist. Oft ist das nur ein Auslöser für ganz großen anderen Kummer, den man manchmal gar nicht benennen kann. Bei mir ist es oft das Gefühl der Endlich- und Unzulässigkeit, vielleicht auch Hilflosigkeit…. Dann ist ein kleines Geschenk – und ein Kalender begleitet ja durchs ganze Jahr – ein schöner Ausblick auf etwas Trost.
    Herzliche Grüße aus dem Dorf im wilden Süden

    1. Wir haben jetzt wahrscheinlich gerade überkreuz kommentiert. Eigentlich müssten wir jetzt beide einen „Hicks“ haben.
      Ja, du hast Recht. Genau so ist es. Ich habe mir übrigens nicht alle Bilder angesehen und Texte durchgelesen. Ich werde das beim Umblättern tun und für den Monat mitnehmen.
      Liebe Grüße ins wilde Dorf.

        1. Beate hat die Texte selbst verfasst. Ich kenne sie ganz gut und wir verstehen uns. Ich lasse mich auch überraschen.
          (Ich müsste meine Schaferlebnisse weiter schreiben, komme aber nicht in Fluss. Alles scheint mir so unwichtig.)

    1. Ich muss mir vor allem selber mal welche machen, in den Farben, dass sie gut zu meinen Kleidern passen. Irgendwie komme ich nicht dazu.
      Rester habe ich auch noch. Die sammele ich jetzt in einer Extrakiste. Ringelsocken geben sie immer noch her.
      Im Winter habe ich schon immer für Licht gesorgt. Ich mag die dunkle Jahreszeit nicht. Bisher hatte ich gerade in den beiden letzten Monaten einige Veranstaltungen. Das ist jetzt weggefallen, wäre aber auch
      anders geworden, weil ich nicht mehr so mobil bin und den ganzen Krempel schlecht transportieren kann. Ich werde mir Neues einfallen lassen müssen. Es gärt da schon was im Oberstübchen.
      Liebe Grüße

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