Auf den Magen geschlagen

Es war ein bissel viel, was mir in den letzten Jahren auf den Magen schlug, zum Beispiel gesellschaftliche Veränderungen und wie damit umgegangen wird und auch wie wir miteinander umgehen.
Morgen muss ich in die Uniklinik zur Nachkontrolle; also nochmal zu einer Magenspiegelung, um zu sehen, ob alles gut verheilt ist und nicht wieder für Blutungen sorgt. Ja, ich habe Angst, es ist auch nicht gerade angenehm. Es wird schon alles gut gehen. Am Mittwoch dann steht eine Untersuchung beim Kardiologen an, um abzuklären, was sich im EKG als Problem gezeigt hat. Davor habe ich auch Angst, aber diesmal nur davor, was ich zu hören bekomme.

Ich schreibe nicht gerne über Krankheiten, aber ich will nur erklären, warum hier so lange Pausen sind. Ich hatte arg mit mir zu tun, wieder auf die Beine zu kommen. Und ich musste eine Strategie entwickeln abzuwehren, dass es mir nicht wieder auf den Magen schlägt. Ich muss bestimmt mal mehr an meine Gesundheit denken.

Gelesen habe ich viel und das hat mir gut getan. Antworten habe ich gefunden und oft auch Bestätigung, einiges schon ganz richtig zu sehen und gedacht zu haben.

Das Buch lese ich gerade. Die Welt schrieb dazu: „ Ein Biologe, ein Archäologe und ein Historiker enthüllen die Evolution der menschlichen Gewalt und zeigen, dass Krieg nicht das Schicksal der Menschheit ist.“ Es ist ganz gut, sich gerade jetzt mal wieder damit zu beschäftigen, ganz unvoreingenommen und nicht gleich loswetternd.

Und dann habe ich viel gestrickt. Die gleichmäßigen Bewegungen der Hände sorgen bei mir für eine ausgeglichene innere Ruhe. Ganz nebenbei habe ich nun Socken in meinen Lieblingsfarben, die nicht nur atmungsaktiv und wärmend sind, sondern auch prima zu meinen Kleidern und anderen Sachen passen. Die erzwungene Pause war halt auch für einiges gut.

Lieblingssocken in den Lieblingsfarben

Das Wetter draußen ist bescheiden, grau, nass und kalt. Ich freue mich auf den Frühling wie schon lange nicht mehr. Dann ist es draußen mit dem Rolli oder mit Fridolin kein Problem mehr. An der  Gartenplanung arbeite ich auch schon.

Habt alle einen schönen Sonntagabend, bleibt gesund oder werdet es wieder und findet immer Lösungen, gut durch die Zeit zu kommen.

16 Gedanken zu „Auf den Magen geschlagen“

  1. Liebe Gudrun,
    ich habe lange nichts mehr vor mir hören lassen. Da geht es mir wie dir. Ich schreibe eigentlich auch nicht gerne über Krankheiten, aber manchmal kommt man nicht umhin. Da gab es ja bei mir in den letzten Monaten einige „Baustellen“. Und das Jahr fing auch nicht gut an, hatte viele Arzttermine.

    Auch ich muss morgen ins Klinikum, um eine Radiojodtherapie anzufangen. Ich sollte eigentlich an der Schilddrüse operiert werden, aber ich wählte diese Option. Voruntersuchungen sind angesagt, die Therapie beginnt dann am 19. Februar. Eine Woche Quarantäne werde ich dann haben, weil ich strahle. Wird schon gut gehen.

    Du hast schöne Socken gestrickt. Ich kann nun auch endlich wieder stricken. Das hat mir gefehlt. Wegen der Nervenschmerzen im linken Arm konnte ich das nicht. Da wurden beim Einsetzen des Herzschrittmachers im August Nerven verletzt, hatte 4 Monate starke Schmerzen.
    Fünf Paar Socken sind’s geworden; für mich und für Freunde, denen ich schon lange welche versprochen hatte.

    Ich wünsche dir für deine Untersuchungen, dass alles gut ist. Du schaffst das!
    Liebe Grüße
    Traudi

    1. Über sie Arzttermine haben wir uns hier auch schon amüsiert. Mein Kalender ist gut gefüllt mit Verabredungen und alle gehen in diese eine Richtung. Ich dachte, dass sich mit dem gestrigen Besuch in der Uniklinik nun alles erledigt, aber Pustekuchen. Ich werde das noch öfter über mich ergehen lassen müssen. Da ist noch nichts wirklich gut.

      Liebe Traudi, ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass die Behandlung deiner Schilddrüse gut anschlägt. Die eine Woche Quarantäne schaffst du dann auch noch. Alles, alles Gute wünsche ich dir.

      Ganz liebe Grüße an dich.

  2. Das hört sich trotz der unangenehmen und beängstigen Klinik- und Arztbesuche doch sehr positiv und tapfer an. Und es gibt immerhin auch schöne Aspekte zu berichten von guter Lektüre und prächtigen Handarbeiten.
    Ich halte ganz fest die Daumen für die Untersuchungen und wünsche dir alles Liebe und Gute!
    Sei herzlich und aufmunternd gegrüsst von
    Brigitte

    1. Danke, liebe Brigitte.
      Als das Schlimmste überstanden war, habe ich mich wieder mit angenehmen Dingen beschäftigt. Das war auch gut so. Und bei allem, was so gerade rein prasselt, übe ich mich in Gelassenheit. So lässt sich vieles, was ich nicht ändern kann, besser ertragen.
      Herzliche Grüße an dich.

  3. Eine gute Strategie!
    Mit Mut und Zuversicht geht es weiter, und so ein kleines Lebenszeichen beruhigt die Gemüter der Lesenden :)!
    Wäre der SuB nicht schon so umfangreich und die Wunschliste nicht ebenso lang, könnte die Buchempfehlung erneut verlocken.
    Liebe Grüße!

    1. Das Buch ist wirklich gut, weil es mal eine ganz andere, hilfreiche Sicht bietet auf Ursachen von Kriegen. Nein, es liegt nicht in unserer Natur. Und nein, man muss nicht denken, dass Aufrüstung Probleme löst.
      Ich habe all meine Beschäftigungen wieder gefunden. Das ist so besser als dauernd an all die Zipperleins zu denken.
      Ich schicke dir ganz liebe Grüße an den Deich.

  4. Liebe Gudrun, ich drücke die Daumen, dass die Untersuchungen alle gut ausgehen und du wieder fit wirst und dir nicht noch da Sorgen machen musst. Die Socken sind toll geworden. Alles Liebe

    1. Über meine Socken freue ich mich ganz besonders. Sie tragen sich sehr gut und passen zu mir. Sockenwolle ist gerade im Angebot bei der Buttinette. Ich habe für meine Männerbande welche geordert und kann dann im Garten auch mal stricken.
      Liebe Grüße an dich.

  5. Liebe Gudrun, ich kann verstehen, dass du nicht gern über Krankheiten schreibst. Aber bei dem, was du in letzter Zeit durchmachen musstet, war ich nun mal in Sorge, als ich so gar kein Lebenszeichen mehr von dir entdeckt habe. Da kann ich auch nicht aus meiner Haut.
    Aber jetzt weiß ich Bescheid und werde mich bemühen, nicht gleich das Schlimmste zu befürchten, wenn es hier auch mal länger ruhig bleibt.
    Für deine Termine drücke ich ganz fest die Daumen und wünsche dir alles Gute!!!!

    Liebe Grüße,
    Andrea

    1. Liebe Andrea, ich hatte wirklich zu kämpfen und es ist noch nicht vorbei. Es geht mir aber schon besser und ich versuche, wieder in mein normales Leben zu kommen. Ich bin nur sehr oft noch müde und da geht alles langsamer. Bloggen fällt schwer, mit meinen Schafgeschichten komme ich gut voran. Es tut gut, für ein Weilchen wieder auf der Schafweide zu sein.
      Wenn es langsam Frühling wird, will ich auch wieder mehr draußen und unterwegs sein. Ich freue mich darauf.
      Ganz liebe Grüße an dich.
      Ich muss viel nacharbeiten.

  6. Liebe Gudrun,
    Es ist gut, dass du dir das von der Seele schreibst. Es schafft doch etwas Erleichterung und sei Dir sicher, so manchen hier geht es mit den Gedanken ähnlich.
    Nun hast du hoffentlich diese unangenehme Untersuchung hinter dir. Ich hoffe sehr, dass es bei Dir jetzt besser geworden ist mit den Magenbeschwerden. Ja, die Redewendungen sind nicht von der Hand zu weisen. Auch das Herz. Wenn man sich etwas zu Herzen nimmt. Jeder Einzelne hat da so seine Strategien um mit Situationen besser zurecht zu kommen. Und manchmal geht es auch nicht. Die eigene Hilflosigkeit zu spüren ist dann manchmal einfach da.
    Vielleicht wäre es ganz interessant einmal zu erfahren, welche Strategien die einzelnen haben in solchen Situationen.
    Sei es Weinen, Schreiben, Stricken oder einfach nur Atmen. Jendenfalls gibt einem das ein Gefühl von Verbundenheit und des Nicht-Alleine-Seins. Und das sorgt auch schon für ein Aufatmen.
    Sei herzlichst gegrüßt von
    Mia mit dem Hundemädel, die gerade sehr verfressen ist. (Also das Hundemädel )

    1. Einfach nur atmen hat mich durch die unangenehme Untersuchung gebracht. Leider war es nicht die Letzte. Ich muss noch öfter dahin, bis vielleicht mal gesagt wird, dass einmal im Jahr reicht.
      Solche strategien zu suche und für sich zu entwickeln, sollte jedem vermittelt werden. Vielleicht sollte man damit in der Schule schon anfangen, in einem Kurs „Lebenskunde“ oder so. Wenn man erst auf der Kautsch liegt, wird es schwerer.
      Soso, das Hundemädchen ist also verfressen! Mein Gastkater verweigert gerade das Essen. Mal sehen, was der ausbrütet.
      Liebe Grüße an dich, liebe Mia.

  7. Liebe Gudrun,
    ich kenne diese Unsicherheit vor Untersuchungen bzw. die Angst vor Ergebnissen und erlebe gerade Selbiges. Ein Ergebnis steht aus, da bin ich durchaus nervös. Man hofft ja immer das Beste.
    Diese Magenspiegelungen sind nicht angenehm, ich habe sie mit einer leichten Sedierung vornehmen lassen, da habe ich nichts mitbekommen.
    Für beide Untersuchungen drücke ich ganz fest die Daumen, wie alle anderen es hier auch tun.
    Ich liebe Deine Sockenfarben, sie verbreiten soviel Zuversicht, weshalb ich solche auch für meine Socken gerne wähle.
    ALLES LIEBE, herzliche Grüße, Chris

    1. Bei der ersten Untersuchung habe ich keine Sedierung bekommen können, weil mein Kreislauf so runter war. Gestern wollte ich keine, weil ich mit dem Rolli unbenebelt wieder nach Hause musste. Einen Vorteil hatte es: Ich habe meinen Magen mal von Innen gesehen und auch alles, was da passierte.
      Einige Ergebnisse stehen noch aus, besonders die der Gewebeproben. Morgen muss ich zu. Kardiologen. Das tut zwar nicht weh, aber ich habe Angst, was mir da gesagt wird. Das EKG hat Auffälligkeiten gezeigt, sowohl beim Notarzt und auch in der Klinik.
      Dir, liebe Chris, wünsche ich, dass alles gut geht mit den Befunden. Ach, ich wünsche uns das beiden.
      Herzliche Grüße an dich.

  8. Liebe Gudrun,
    Arztbesuche sind nicht gerade das, worauf man sich freut. Ich bin schon immer aufgeregt, wenn es sich um normale Vorsorgetermine handelt. Wenn dann vielleicht einmal ein vorhandenes Problem abgeklärt werden muss, ist die Aufregung entsprechend schlimmer. Ich kann mir also gut vorstellen, wie Dir vor den Untersuchungen zumute war bzw. ist. Ich drücke Dir die Daumen, dass es weiter bergauf geht und Du bald wieder so gut hergestellt bist, wie es nur möglich ist.
    Deine Socken sind hübsch geworden und sie sehen sehr kuschelig warm aus. Ich habe gerade einen Pullover fertiggestrickt. Ich muss nur noch die Fäden vernähen, dann kann er sogar noch vor Winterende in den Einsatz kommen.
    Alles Gute für Dich, vor allem für die morgige Untersuchung und ganz liebe Grüße von der Silberdistel

  9. liebe Gudrun, da hast du ja einiges durchzustehen. Gut, dass du damit umzugehen weißt. Ich habe im Leben auch so meine Strategien gelernt, mit denen sich viel überbrücken lässt. Ganz fest drücke ich dir die Daumen, dass die Baustellen abnehmen und deine Lebensqualität, in jeder Hinsicht, zu. Den Frühling kann auch ich kaum erwarten, um endlich wieder draußen sein zu können. liebe Grüße dir <3

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