Leipzig-Grünau wird im Juni 50

Am Montag war ich in der „Kleinen Kneipe“ in Leipzig-Grünau zu einer Veranstaltung anlässlich des 50. Geburtstages meines Wohngebietes. Eingeladen hatte das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig. Die Gaststätte war knackend voll. Viele kamen mit ihren Bildern vom Beginn und der Entwicklung unseres Stadtbezirkes und erzählten ihre Geschichte. Manche leben von Anfang an in Grünau, andere sind wiedergekommen, nach Hause quasi.

Wie sich doch die Geschichten ähneln! Da war zu Beginn das Leben auf einer Baustelle, in Schlammhausen, wie es bei den Leipzigern hieß. Für meine Kinder war es ein schöner und interessanter Spielplatz. Und genau davon erzählte eine junge Frau.
Für uns Erwachsene war es eine neue, trockene Wohnung, mit ständig warmen Wasser und bezahlbarer Heizung ohne Kohlenschlepperei. Und das Klo war nicht mehr auf der Treppe.

Für uns alle an diesem Abend war klar: Uns gefällt es hier und wir wollen hier bleiben. Warum? Weil wir inmitten von Grünem wohnen, eine gute Verkehrsanbindung haben und Ärzte und Einkaufsmöglichkeiten, Schule oder Kindergarten fußläufig erreichen können.

Der Zusammenhalt war damals in den Anfangsjahren größer, sagten viele. Es gab Hausfeste, Kinderfeste, Nachbarschaftshilfe… Es liegt doch aber auch an uns selbst, wie sich das Leben hier gestaltet. Netzwerke müssen wir schon selber bilden und da sind wir auch dabei.

Vor einigen Tagen haben die Eberts einen kleinen Bummel durch Grünau, durch die unmittelbare Wohngegend gemacht. Ach ja, es gibt es schon einige Lieblingsplätze und Lieblingsmenschen. Ich wohne gerne hier.

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