Gestern war ich zum ersten Mal wieder im Garten, einen ganzen Nachmittag lang. Die Sonne schien und es war wohltuend warm. Weil es dort immer viel zu entdecken gibt, bin ich auch mit zwei Krücken gelaufen. Es ist ein arges Gehutsche, mit vielen Pausen, aber im Garten sieht es ja niemand. Ich will versuchen, mich so lange es geht, mal auf meine Beine zu stellen.

Die Obstbäume blühen, d.h. unsere Pflaume hat es schon fast überstanden. Die Kirschblüten duften. Es waren auch Insekten da, mehr als im vorigen Jahr.
Ich habe die Ruhe sehr genossen. Außer dem Gezwitschern und Gesang der Vögel oder dem fordernden Gepiepse der neu Geschlüpften war nichts zu hören.


Ich muss nicht sonstwohin fahren, um das Gefühl zu haben, jetzt etwas erleben zu müssen. So ein Gartentag wie gestern macht mich durchaus glücklich.
Die Hacke schwingen im Sitzen klappt noch nicht gut. Ich kommme mir manchmal vor wie Don Quichotte mit den Windmühlenflügeln. Ständig bleibe ich an etwas hängen, an der Nachbarpflanze, an der Rasenkante, an meinem Stuhl. Ich muss also noch an der Technologie arbeiten.

Der Kirschbaum bricht bald zusammen an seinen Blüten. In diesem Jahr scheint er optimale Bedingungen zu haben.
Unsere kleine Birne hat sich auch prächtig entwickelt. Als wir sie gesetzt hatten, glich sie einer Wünschelrute. Mal sehen, ob sie diesmal einige Birnen schafft. Auch das Holunderbäumchen entwickelt sich. Bis ich aber da reichlich ernten kann, wird wohl noch einige Zeit ins Land gehen. Ich weiß nicht, wo ich in diesem Jahr Holunderblüten herbekommen kann.

Mein Sohn war zwei Tage da und gestern auch mit im Garten. Er war mit seinem Gepäck mit der Straßenbahn gefahren, ich mit dem Friddolin und Herr E. mit dem Fahrrad. Wir haben das schöne Wetter genutzt und das war gut so.
Ich habe gestern wieder gemerkt, dass ich nicht viel brauche, um glücklich zu sein. Ich kann mich über jeden Marienkäfer und jedes Insekt freuen, welches sich im Kirschbaum und auf den ersten Frühlingsblumen tummelt. Das hat mich schon als Kind immer begeistert. Gänseblümchen habe ich gestern gepflückt und jetzt gibt es einen Ganseblümchen-Tee. Vielleicht bekommt das Gänseblümchen mal einen eigenen Blogbeitrag.
Ein wunderbares Refugium, Euer Garten, liebe Gudrun. Dieser hält viele Glücksmomente bereit und ich empfinde diese auch wie Du, liebe Gudrun! Die Natur genießen, mit all unseren Sinnen, es braucht kein Wegfahren, um so ein stilles Glück empfinden zu können. Hier ist die Welt noch in Ordnung.
Herzliche Morgengrüße & viele schöne Momente, Chris
Als wir den Garten übernommen haben, war alles nur ein halbzerfallenes Durcheinander. Und so nach und nach haben wir es verändert, gebaut und gepflanzt. Igelhäuser gibt es und Nistkästen und jetzt bauen wir an einer Trockenmauer. Ich freue mich, dass ich mich auf mein Elektromobil setzen und in den Garten fahren kann, in mein Stücke Natur. Sie tut mir einfach gut.
Dort habe ich ken Handy an und das ganze Internet bleibt außen vor.
Herzliche Grüße, liebe Chris
Da bin ich ganz bei dir, Gudrun. Ein Garten ist eine Welt für sich und bietet unglaublich viel für alle Sinne und auch für die Seele. Da braucht man in der Tat nicht „in die Ferne schweifen“.
Danke für deine so positive Sicht auf die Frühlingswelt im Garten.
Die Fotos unterstreichen das aufs Schönste.
Lieben Sonntagmorgengruss,
Brigitte
Danke für deinen Sonntagsgruß, liebe Brigitte.
Als ich im Garten auf meiner Bank saß, dachte ich mir, wie schön es ist, nur die Vögel zu hören. Sonst war Stille. Eine angenehme Ruhe überkam mich. Endlich, nach all den Aufregungen der letzten Zeit. Es tat so gut. Und es bedarf fast nichts.
Liebe Grüße zu dir.
Der Garten hält viele Seelenschmeichler für dich bereit und, nicht zu vergessen, zahlreiche wunderbare Gedanken über Hoffnungen und Verwandlung.
Manche haben einen Garten – andere einen Therapeuten ;).
Lieben Gruß!
Wenn ich mal keinen Garten mehr habe, setze ich mich unter meinen Kirschbaum vor dem Haus. Es wird immer wieder einen Platz der Ruhe und des Wohlbefinden geben, und mit Kontakte zu den Menschen um mich herum. Der Garten oder andere Lieblingsplätze ersetzen bei mir wirklich den Therapeuten. Man kann das lernen.
Gruß an dich, liebe Kelly.
Da kann ich dir wieder einmal nur beipflichten, liebe Gudrun. Es braucht wirklich nicht viel, um glücklich zu sein, sofern man die Gabe hat, das Schöne zu sehen und wahrzunehmen. Gerade jetzt im Frühling bin ich manchmal regelrecht überfordert, so viele wohlige Gefühle stürmen auf mich ein. Es ist herrlich. Genießen wir jeden Augenblick!
In diesem Sinne wünsche ich dir einen schönen Sonntag!
Liebe Grüße, Andrea
Da hat mein Sohn einen großen Anteil daran, das Schöne zu sehen. Er hat mir eine Kamera geschenkt, gesagt, es sein seine alte und er braucht sie nicht mehr. Das war gelogen, sie war neu. Ich sollte losgehen und fotografieren. Ja was denn in dem Dorf, in dem ich wohnte? Na, den ersten Schmetterling in Frühling oder die Spuren der Rehe im Winter, sagte er. Und das habe ich dan. gemacht. Und gelernt.
Liebe Andrea, ich danke dir sehr, dass du da warst und ich grüße dich herzlich.
Das ist so lieb von deinem Sohn, liebe Gudrun. Er hat sich Gedanken gemacht, was dir wirklich gut tun könnte. Da könnte ich schon wieder losheulen. Du schreibst immer so Emotionales …
Ich bin immer da, liebe Gudrun. Ob hier oder an anderer Stelle, du kannst dich immer an mich wenden, wenn dir mal danach ist.
Komme gut in die neue Woche!
Danke, du Liebe. Ich werde mir das hinter die Ohren schreiben.
🙂
Wie schön es grünt und blühet. Ja, mir geht es wie dir, viel brauche ich nicht. Schon gar keine langen Reisen. Was für ein feines Fleckchen ihr euch dort geschaffen habt. Alles Liebe
Ich wusste gar nicht, dass unser Kirschbaum so duftet. Vielleicht lag es daran, dass er fast zusammenbricht vor Blüten. Ich habe da einfach nur gesessen und geschnuppert. Allse Sinne, ja diesmal war das so.
Gruß in den Norden.
Liebe Gudrun, ich schicke Dir einen herzlichen Sonntagsgruß.
Mein Garten ist der Balkon. Vorgestern bepflanzte ich meine Balkonkästen und konnte mich auch noch gestern in der warmen Sonne, 24 Grad, dran erfreuen.
Unsere Hof-Liguster-Hecke zwitschert kräftig. Darin sitzen die Spatzen und man sieht sie nicht.
Heute ist es kühler und so wird es wohl kein Balkontag werden.
Ich kann mich auch über kleine Dinge im Leben riesig freuen. Bin ein lebensfroher Mensch.
Das hilft einen auch in manchen schwierigen Situationen.
4 Tage Köln zu Ostern mit Sohnemann sind schon wieder Geschichte. Aber war toll und kühles Wetter und kein Regen, oft sonnig, war für die Unternehmungen recht angenehm.
Dir alles Gute und tschüssi sagt Brigitte.
Liebe Brigitte, da muss ich doch morgen gleich mal lesen bei dir.
Einen Balkon habe ich auch und ich bereite ihn schon vor auf die Zeit, wenn ich keinen Garten mehr habe, aus Altersgründen. Im Moment hätschele ich Kräuter, später wird es mehr geben, auch Radieschen und Salat.
Herzliche Grüße, bis bald.
Liebe Gudrun, dass so ein Naturmensch wie du dringend einen Garten braucht, ist fast selbstverständlich – und wie schön – du hast tatsächlich einen, in dem du dich so richtig, richtig wohlfühlst. Ich freue mich wirklich mit dir, denn du hast es mit deinen Schmerzen und Einschränkungen für meine Meinung mehr als verdient, dass du Freude geschenkt bekommst.
Große Reisen in die Ferne – ja, noch nicht einmal in die Nähe (aus Gründen) mache ich schon lange nicht mehr, sondern suche meine Freude auch in unmittelbarer Nähe – das ist für mich sehr oft die Gestaltung am Computer. Für meine Zahnarztfreundin Renate habe ich schon ein Fotobuch für Weihnachten vorbereitet und meine Enkelin, die im Mai 20 wird – und zu der der Kontakt mehr als mäßig ist – bekommt eine selbst gestaltete sehr umfangreiche Fotomappe von mir. Mal sehen, ob sie reagiert und ob der Kontakt wieder verbessert werden kann.
Dicken lieben Gruß zu dir
Zur Liebe zur Natur haben mich Schafe und zwei Hütehunde erzogen, und das in einer Situation, wo es mir alles andere als gut ging. Diese gutmütigen Tiere haben mir mit ihrer Liebe so viel Lebenskraft gegeben. Ich habe angefangen, mich mit Wolle und Kräutern zu beschäftigen. Ich konnte Schafen und Ziegen melken, wenn es nötig war und Klauen schneiden. Nur zu dem Schafscher-Kurs in Island bin ich nicht mehr gekommen. Da hatte meine Krankheit mit Macht zugeschlagen.
Ich finde all deine Computerarbeiten toll. Du hast da ja schon viel gemacht. Und für den Umgang mit der Enkelin drücke ich dir die Daumen. Meine Güte, wie die Zeit vergeht. Zwanzig Jahre!
Ganz liebe Grüße zu dir.
Heute war ich im Copyshop und musste mich da mit Technik rumschlagen, die nicht so meins war, aber überwiegend hat es geklappt. Zu Hause hatte ich auch noch 6 Seiten, die ich dort unterbringen wollte – so sind es insgesamt 65 Seiten geworden. – Als ich Seite für Seite mit dem Stick verglich, bemerkte ich, dass 5 fehlten – die habe ich dann einfach zu Hause gedruckt (nicht so schön wie die anderen Laserkopien) und zum Thema passend auf die Rückseite eines anderen Fotos geklebt. – Wenn ich darauf nichts, absolut nichts höre, dann war es das dann wirklich für immer – von meiner Seite.
Liebe Gudrun,
ich weiß unser kleines Gartenreich auch sehr zu schätzen, kann Deine Begeisterung für Deinen Garten also durchaus nachvollziehen. Es ist richtig schön, dass Du mit Deinem Fridolin so mobil sein kannst. Und die Hacke wirst Du sicher im Laufe des Gartenjahres auch noch bändigen.
Ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Freude an Deinem kleinen grünen Paradies und schicke Dir viele liebe Grüße, die Silberdistel Marianne
Ja, ich weiß. Deinen schönen Garten habe ich so oft bewundert, deine Vogelhilfe und das Katzenparadies So etwas nehme ich mir immer als Vorbild.
Haha, mit der Hacke solltest du mich mal fuchteln sehen. Ich gebe aber nicht auf.
Mein Fridolin ist ein Schatz. Er bringt mich schnell und sicher von einem Ort zum anderen. Das ist ein ganz großes Stück Freiheit.
Liebe Grüße an dich, liebe Silberdistel Marianne.