Am dem besonderen Tag besondere Geschenke

Es war viel zu tun in der letzten Zeit und es steht auch noch eine Menge an. Ich werde in Zukunft wichten müssen, was ich übernehme und was nicht. Druck muß ich mir nicht wieder aufladen. Aus den Zeiten bin ich raus und ich werde auf mehr Ruhe achten müssen. Heute aber, an dem besonderen Tag für mich, mache ich mir keine schweren Gedanken.

Irgendwie war es ja ganz gut, dass es Tage gab mit nicht so tollem Wetter. Da war es nicht schlimm, drinnen zu sein. 
Ein Rheumaschub beutelt mich gerade sehr. Ich wage es nicht, Schmerzmittel zu nehmen. Anfang nächsten Monats muss ich wieder zur Endoskopie. Dann zeigt sich, ob alles wieder in Ordnung ist. Solche Blutungen will ich nicht noch einmal haben. Bald aber, das sieht man jetzt schon, kann ich wieder draußen sein.

Die Wolle meines Patenschafes ist versponnen und dreifach verzwirnt. Es hat zwar etwas mehr Arbeit gemacht, aber es hat sich gelohnt. Ein schönes gleichmäßiges Garn ist es geworden. Ich habe es mottensicher eingelagert und werde es mit in den Garten nehmen, wenn die Temperaturen so sind, dass ich dort wieder länger sitzen kann. Dann fange ich an, die Hüttenschuhe zu stricken.

681 Gramm habe ich übrigens zusammen bekommen. Wenn die Wolle auf einem Berg vor mir liegt, sieht es immer nach viel mehr aus, aber wenn alles sortiert ist und wenn die „Luft raus“ ist, dann ist das Ergebnis viel bescheidener. Ich bin richtig stolz auf das Garn. Schön ist es, wenn man selber etwas geschaffen hat. Es macht mich sehr zufrieden.

Jetzt am Wochenende und am Montag war unser Gasthund Max zu Besuch. Sein Frauchen darf nicht laufen und da hatten wir ihn mal einige Tage in Pflege genommen. Max gefällt es bei uns. Er ist ganz lieb und sorgt für gute Laune. Richtig wohltuend ist das. Neben all den Nachrichten, die so reinpoltern, ist das ein guter Gegenpol.
Max folgt Herrn E. auf Schritt und Tritt. Das Traumpaar war öfter draußen und drehte immer eine etwas größere Runde. Gut so für Mensch und Hund. Ich habe dem Max das Fell gekämmt. Nicht, dass er in seinem Zuhause ankommen muss wie ein Strauchdieb. 

Ab Freitag werde ich anfangen, Tagebuch zu schreiben. Da kann dann alles rein, was ich nicht mehr so öffentlich machen will. Meine Schrift ist nicht schön, aber sie gehört nun mal zu mir, so wie auch meine Gedanken, die ich unverfälscht auf das Papier bringen kann. An dem besonderen Tag heute hat mir Herr E. ein Tagebuch und meine Tochter Astrid Lindgrens geschenkt. Unter dem Titel: „Die Menschheit hat den Verstand verloren“ sind die Einträge bei Ullstein erschienen. Erschreckend aktuell finde ich alles, was da aufgeschrieben wurde. Astrid Lindgren ist eines meiner großen Vorbilder und so freue ich mich über das Geschenk ganz besonders.

Und jetzt decke ich mal die Kaffeetafel.

Ein Gedanke zu „Am dem besonderen Tag besondere Geschenke“

  1. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag liebe Gudrun.
    Ach wie schön, da würde ich mich jetzt gerne mit dazu setzen. Und zu deinen Füßen mein Hundemädel. Sicherlich würde sie Dich umgarnen und um den Finger wickeln, so wie du die Wolle auf die Spulen wickelst.
    Ja, dieses Buch von Astrid Lindgren fehlt auch noch in meinem Bücherregal. Aktueller den je, die Themen.
    Hast du eine neue Telefonnummer? Wollte Dich kürzlich anrufen und bekomme die Ansage, dass es deine Nummer nicht gibt.

    Die Idee mit dem Tagebuch zu schreiben, finde ich eine gute Sache. Was die Handschrift anbelangt, darf diese sein wie sie nunmal ist. Unverstellt, wie die Einträge.
    Ja, es wird Frühling. Auch im Schwabenländle treiben die Bäume ihre Knospen aus. Die Vögel im Garten sind mächtig aktiv und wenn ich’s recht gesehen habe, ist eben der Osterhase an meiner Terrasse vorbeigehuscht.

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