Gartenarbeit zu Hause. Die Sehnsucht nach der Wiese der Kindheit.

Nichts ist gerade aufregend, aber schön ist’s. Einschließlich der Dreckhände vom Buddeln in frischer Erde.

Eilig hatte ich es, viel zu eilig. Voriges Jahr war nicht viel los auf meinem Balkon, denn zur besten Pflanzzeit zog ich um. Und auch dann gab es erstmal anderes zu tun.
In diesem Jahr sollte es anders werden. Also habe ich mir etwas vorgenommen für die Gartenarbeit zu Hause.

erstes Produkt der Gartenarbeit zu Hause: Gurkenpflanze.

Herrn E. muss ich alles zu Hause vorziehen. Er meint, dass er nicht unterscheiden kann, was Wildkraut ist und was die Nutzpflanze. Und wenn er die Hacke nimmt, dann ist alles klinisch rein.

Ich mache das ja auch gerne, säe, pikiere, verpasse den Pflanzen größere Töpfe. Aber in diesem Jahr hatte ich es verdammt eilig mit der Gartenarbeit zu Hause. Lag es daran, dass ich wärmetechnisch verwöhnt war oder weil mir in diesem Jahr jegliches Zeitgefühl fehlt? Jedenfalls blühen die Gurkenpflanzen auf Herrn E.s Fensterbrett. Meine Freundin Karin aus der Elsteraue meinte: „Na und? Da musst du nun eben selber Bienchen spielen.“

viele Kräftige Tomatenpflanze aus der Gartenarbeit zu Hause

Die Tomatenpflanzen warten genauso auf ihren Außeneinsatz. Ich brauche sie nicht alle, konnte aber auch keine wegwerfen. Drei habe ich schon verschenkt, die anderen Übrigen werden folgen. Meine kommen in den Garten. Mal sehen, ob es eine gute Ernte gibt.
Mittags trage ich die Pflanzen in ihren Kisten raus, abends hole ich sie wieder rein.

Waldmeister

Hier trocknet Waldmeister aus dem Garten. Wie das duftet! Ich werde Waldmeistergelee mit Apfel kochen und freue mich schon darauf. Eine Waldmeisterpflanze werde ich nach Hause holen und im Töpfchen wachsen lassen.

Edelpflanzen gibt es bei mir nicht. Und so konzentriert sich meine Gartenarbeit auf das Säen von Pflanzen, die mich an die Wiesen meiner Kindheit erinnern. Es wird auch Katzenpfötchen, Kriechgünsel, Quendel, Lungenkraut, Schafgarbe und anderes geben. Ich freue mich sehr, wenn aus einem kleinen Samenkörnchen eine Pflanze wächst.

So und jetzt mache ich mich wieder über meine Socken her. Habt einen guten Wochenanfang, wenig Kummer, aber viel Lächeln.

neben der Gartenarbeit: Socken stricken

10 Gedanken zu „Gartenarbeit zu Hause. Die Sehnsucht nach der Wiese der Kindheit.“

  1. Wow du warst ja richtig fleißig.
    Ich muss gestehen das meine gekauften Kräuter noch nicht in größere Töpfe umgezogen sind. Tomaten bekomme ich geschenkt, drei alte Sorten. Schreib dir dann, wenn ich weiß wie sie heißen.
    Komm auch nicht dazu meine Blumen auszusäen.
    Bin auf deine weitern Photos gespannt.
    LG nach Leipzig

    1. Haha, meine Tomaten verschenke ich auch. Ja, schreib mir mal, wenn du die Namen von deunen weißt. Ich muss noch einiges säen, aber es muss noch ein bisschen wärmer werden. Mal sehen, was wird. Am meisten freue ich mich auf die Feuerbohnen.
      Herzliche Grüße an dich, liebe Marion.

  2. Wahnsinn, was Du da vorgezogen hast. Ich habe da irgendwie kein glückliches Händchen. Aber Tomate und Gurke habe ich jetzt auch, allerdings habe ich die vom Biohof vorziehen lassen 🙂

    1. Ich habe einfach mehr Zeit, liebe Frau Momo, habe mich gerade heute mit meinem Jan darüber unterhalten. Wenn man nicht mehr arbeitet, muss man sehen, wie man seinen Tag strukturiert, sich Aufgaben stellt. Sonst wird man ningelich und ungehalten. Ich kümmere mich halt u.a. um Pflanzen. Wenn etwas aus dem Korn wächst, dann freue ich mich. Dann ist der Tag in Ordnung und gut. Die Art der Pflanzen, die im Kasten oder Kübel wachsen sollen, hat sich allerdings bei mir in den letzten Jahren geändert. Ich bin gespannt, ob mein großer Pflanzkasten so schön aussehen wird, wie ich es mir vorgenommen habe.

      1. Ein bisschen kenne ich das ja auch aus meinen Zeiten der Arbeitslosigkeit. Aber es stimmt schon, bei mir muss so was eher nebenher laufen. Vielleicht wird meine Litschi-Tomate ja noch was. Auf die bin ich einfach neugierig. Die Samen stammen aus Leipzig 😉

        1. Du wirst bestimmt davon erzählen. Ich bin gespannt, was aus den Tomaten wird.
          Ich bin froh, dass mich so vieles interessiert. Sonst wäre ich bestimmt schon verzweifelt. So ist alles gut.

  3. Ich habe es nicht so mit dem Selberziehen, dem Säen, dem Auspflanzen. Meine Schwester dagegen zieht jedes Jahr Tomaten und Paprika mit einer Hingabe, die ich bewundere. Dazu Gurken, Kohlrabe, Möhren – ach alles mögliche.
    Da fällt mir wieder ein, dass wir als Kinder gern Sauerlump gegessen habe. Heute würde ich den gar nicht mehr erkennen. Und Klappergras haben wir gesucht und die kleine Täschen gezupft und damit geklappert. Wilder Meerrettich wuchs vorm Haus, den haben wir ausgebuddelt und so voll Sand gegessen. Heut macht das wohl keiner mehr 🙂
    Liebe Grüße zu dir Gudrun.

    1. Das haben wir auch gegessen, eigentlich vieles, was auf den Wiesen zu finden war. Sauerampfer und Hirtentäschel gehörten dazu, aber auch Tomaten, Erbsen, Kohlrabi vom Feld nebenan. 😀
      Meerrettich haben wir auch ausgegraben. Weißt du, Liebe Kerstin, eigentlich war das eine Schöne Zeit. Es gab immer etwas. Kirschen, Äpfel, Birnen waren auch unser.
      Ich kümmere mich gerne um die Pflanzen und verschenke alles, was übrig ist. Ich habe aber auch Zeit dafür.
      Herzliche Grüße in die Aue.

  4. Da staune ich aber was bei dir schon alles vorgrünt. Ich hätte nun eigentlich auch Zeit mich um den Balkon zu kümmern, aber das Amt hält mich auf Trab. Es ist trotz allem erstaunlich was sich hier noch vom letzten Jahr zeigt. Vieles treibt ganz von allein neu aus und viele Samen sind aufgegangen. Und im meinem Salat findet sich bereits Löwenzahn, Giersch, Erdbeerblätter und der erste Schnittlauch. 🙂

    1. Ach Isa, hast du immer noch zu kämpfen? Es ist so traurig, dass einen das so ausbremsen kann. Ich wünsche mir ein Bürgergeld, Grundeinkommen oder wie man es nennen mag.
      Liebe Isa, halte durch. Ich drücke dich aus der Ferne.

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