Ein Filmchen über die Nordseeinseln sehen und Stuten backen.

Noch viermal schlafen und dann bin ich in der neuen Wohnung. Ich komme ganz gut vorwärts mit Packen. Es wird aber nun auch Zeit, dass das Leben mit den Kisten ein Ende findet.

Stuten

Stuten backen, kaum zu glauben, dass mir das heute einfiel.
Viel habe ich schon verpackt. Ich versuche, noch alles zu verbrauchen, was geht. Eingekauft wird eh schon nichts mehr. Dann muss ich nicht so viel verpacken. Der Kühlschrank muss in der neuen Wohnung einen Tag ruhen. Erst dann muss er wieder rackern. Dann muss er gleich mal Eis machen. Ich will es selber machen, ohne Eismaschine, mit wenig Inhaltsstoffen aber dafür regionalen Früchten und Zutaten. Ich hatte einen Bericht gesehen, in dem verschiedene Eissorten einen Lebensmittelchemiker zum Test übergeben wurden. Der las die Zutatenliste vor und meinte nur trocken: „Nee, das will ich nicht essen.“

Neue Pflanzen wachsen schon wieder.

Das ist mein letztes Glas Paprika. Ich hatte im vergangenem Jahr die Pflanzen gezogen, Paprikas geerntet und konserviert. Die Aktion hat mich gut über den Winter gebracht. Und draußen, im Garten und auf dem Balkon wachsen schon wieder neue Pflanzen und freuen sich über Sonne.
Ich möchte viel selber machen, viel selber anbauen. Dann interessieren mich auch die Preise nicht so sehr und nachhaltig ist es auch. Kürzer kann der Weg ins Glas nicht sein und im Winter brauche ich keine frischen Erdbeeren.

Berretsch blüht
Liebes Töchterchen, das Bild von den Blüten der Härchenpflanze ist für dich.

Manchmal ist es schon putzig. Ich hatte Samen vom Borretsch, auch Gurkenkraut genannt, abgenommen und in diesem Jahr ausgesät. Die stärksten Pflanzen sind schon in einen großen Topf umgezogen. Einige andere habe ich in der Pflanzschale belassen. Und was soll ich sagen? Die in der Pflanzschale, mit wenig Erde, die blühen zuerst. Eiverbibbsch! Da hätte ich aber meinen Kopf beim Wetten verloren.

Blüten schauen vor dem Stuten backen
Die Insekten haben sie schon entdeckt.

Ich hatte es meiner Tochter versprochen, dass ich ihr die Blüten der „Härchenpflanze“, also vom Borretsch, zeige. Also bin ich schnell noch vor dem Stuten backen auf den Balkon gehippelt und habe sie fotografiert. Ich mag die Pflanzen sowieso mehr wegen ihrer Blüten. Die Insekten auf dem Balkon auch.
Danach habe ich die Kamera verpackt. Das Bild vom Gebackenen musste schon das Mobildingens machen.

Stuten backen, man könnte meinen, ich habe nichts anderes zu tun.
Heute Morgen habe ich einen Bericht über die Nordseeinseln gesehen. Hach, meine Nordsee! Auf einer Insel gab es in einer Gaststätte warme, frisch gebackene Stuten und mir tropfte der Zahn. Da fiel mir ein, dass ich noch Hefe hatte. Ohne Kühlschrank lebt die nicht lange, also habe ich gebacken.
Inzwischen habe ich erfahren, dass man Hefe auch einfrieren kann. Das mache ich, wenn der Kühli wieder steht. Aber heute habe ich mir erstmal das Stutenbrot schmecken lassen. Ein Traum.

Nachtrag:
Ich weiß nicht, ob ich vor dem Umzug nochmal zum Bloggen komme. Eher mehr nicht. Morgen bekomme ich Telefon und Internet in der neuen Wohnung. Ich denke, da ist hier eh erst einmal Schluss.
Wir lesen uns bald wieder und drückt mir mal die Daumen, dass alles gut geht.

21 Gedanken zu „Ein Filmchen über die Nordseeinseln sehen und Stuten backen.“

  1. Den Film im WDR haben wir auch gesehen 🙂 War ja auch ein bisschen Helgoland dabei. Stuten mag ich allerdings gar nicht.
    Ich habe gerade Mangold auf dem Balkon geerntet. Ich mache das ja mehr aus Jux, nicht, um mich autark ernähren zu können. Da setze ich doch auf Ulli, unseren Lieblingsbauern mit seinem tollen Hofladen. Aber es macht schon Spaß, einfach rauszugehen, Mangold zu schneiden, Kräuter zu ernten. Borretsch habe ich auch.
    Toi toi für den Endspurt! Du schaffst das und irgendwann ist die Plackerei auch wieder vergessen.

    1. Ja, genau der Film war es. Ich habe an euch denken müssen.
      Stuten backe ich mal ganz gerne. Als meine Kinder klein waren, gab es Stutenkerle. In der Schule wares es dann die Renner. Ich brauche manchmal Süßes. Und da ist mir das ganz lieb.
      Ich glaube, an Mangold habe ich mich immvergangenem Jahr überfressen. Der wucherte unglUblich heftig im Garten und ich bin die einzige, die so etwas mag.
      Der Endspurt läuft gerade und ehrlich gesagt: Jetzt schlaucht es mächtig, weil man nichts mehr verschieben kann.

  2. Ich drücke die Daumen und auf deine Eisexperimente bin ich sehr gespannt. Habe gerade eine sehr leckere Schokocashewcreme mit Tonkabohne gebastelt. Ein Knaller. Selbstmachen ist fein. Brotaufstriche gibt es bei uns kaum noch gekaufte. Hab es fein.

    1. Ich bin da auch gespannt. Und wenn das klappt, mache ich das immer so, mit dem, was der Garten her gibt. Im Moment habe ich richtigen Ekel vor Fertigzeugs. Wurst esse ich schon lange nicht mehr und Fleisch bin ich auch geneigt wegzulassen.
      Mit den Brotaufstrichen will ich mich auch wieder beschäftigen. Es soll nichts Besonderes werden, ganz Einfaches, Unkompliziertes, aber ich weiß dann, was drin ist. Und das ist gut so.
      Liebe Grüße in den Norden.

  3. Ganz kurz nur: Alles Gute und etwas mehr als ausreichend Kräfte für den Umzug! Genieß den Zauber des Anfangs (das Gedicht wollte ich Dir auch schicken, aber Frau Momo war schneller!). Es wird alles klappen – und für jedes auftretende Problemchen wird es eine Lösung geben!
    Liebe Grüße!

    1. Ich kann dir sagen, es schlaucht ganz ordentlich. Nochmal möchte ich nicht umziehen. Ich freue mich aber schon sehr, wenn alles wieder in Ordnung ist. Dann setze ich mich auf den Balkon, lege die Füße hoch und schaue mir den Himmel an.
      Liebe Grüße an dich.

  4. Ach liebe Gudrun ich finde so toll an Dir, dass Du Dich einfach nicht beirren lässt. Andere wären inmitten all der Kartons und des bevorstehenden Umzugs der Verzweiflung nahe. Du backst Stuten, machst schnell noch Fotos und schreibst einen Blogbeitrag! Ich finde Dich toll. Gutes Gelingen für Deinen Umzug

    1. Ich muss immer mal Pause machen. Tragen, Heben, Bücken ist manchmal nicht so toll. Stille sitzen kann ich aber gerade auch nicht. Mein Spinnrad ist schon in der neuen Wohnung. Vielleicht ist es bald geschafft. Und dann beeile ich mich mit Auspacken, denn ich kann keine Kisten mehr sehen.
      Liebe Grüße an dich und viele Streichler an deine Hundegang.

  5. Nach der Karte auch auf diesem Weg: Alles Gute in den neuen vier Wänden. Übrigens habe ich jetzt auch schon vermehrt Haferkekse gebacken (im Netz habe ich ein Rezept mit Cranberries gefunden, sehr lecker!).
    Liebe Grüße,
    Elvira

    1. Liebe Elvira, die Karte ist sngekommen. Vielen, vielen Dank. Das war so ein Mutmach-Moment und ich schreibe noch darüber. Nur jetzt kann ich nicht, denn die Endphase und das Chaos beginnt. Heute wird die Küche montiert. Morgen mache ich Waschmaschine und Kühlschrank versandfertig und packe den Rest. Tja und am Donnerstag geht es los. Dann nehme ich hier Abschied.
      Ich bin ganz schön müde und mein Mann, auf dem die Hauptlast aller Buckelei liegt auch.

    1. Ich sitze gerade in der neuen Wohnung und warte auf „die Fuhre“ Wenn nur schon alles wieder an seinem Platz wäre. Bis gestern spät in die Nacht, habe ich Kisten gepackt und ganz viel entsorgt. Was so alles in eine Wohnung passt! Alles stand in Kisten und ich hatte einen Laufgang zum Bett. Oh, so schnell ziehe ich hoffentlich nicht wieder um.

  6. Ich drücke ganz doll die Daumen, liebe Gudrun, dass alles gut geht. Wie ich eben in Deiner Antwort auf Lottes Kommentar lese, bist Du schon in der neuen Wohnung. Ja, ich glaube Dir gern, so ein Umzug ist nicht ohne. Ich hoffe, Du fühlst Dich in Deinem neuen Heim so wohl, dass Du wirklich nicht mehr umziehen musst.
    Alles Gute für Dich und Deine vierbeinige Mitbewohnerin im neuen Heim und liebe Grüße von der Silberdistel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.