Regenfahrt mir Fridolin. Es wird ungemütlich draußen.

Warm eingepackt kann einem doch der olle Regen gar nix.

Regenfahrt

Heute musste ich mir eine Regenfahrt mit Fridolin gönnen. Eigentlich ist es die Zweite schon, aber die weniger Schlimme. Ich muss mich anders anziehen, wenn ich bei solchem Wetter mit Fridolin unterwegs bin. Ein dünnes Jäckchen und darüber ein Cape wärmt nicht und lässt die ganze Sache unangenehm werden. Ich sitze ja die meiste Zeit still auf dem Poppes.

Ich musste zum Bürgeramt und konnte mir die Zeiten nicht heraussuchen. Es ist verdammt anstrengend, sich einen Termin zu besorgen. Ohne kommt man nicht mehr rein.
Also habe ich mich warm angezogen, eine Mütze aufgesetzt und los ging die Regenfahrt mit Fridolin.

entdeckt auf meiner Regenfahrt
Es wird immer mehr etwas herbstlich.

Einen feinen Weg hatte ich mir herausgesucht, immer und in aller Ruhe an der S-Bahn entlang und dann noch ein kleines Stücke auf dem Radweg bis zum Bürgenamt. Unterwegs traf ich junge Leute, die anfingen zu lachen, als sie mich mit Fridolin sahen. „Hehe, das ist ja mal eine coole Oma!“, riefen sie sich zu. Naja, Oma höre ich nicht so gern, obwohl es ja stimmt, aber ihnen zugewunken und gelacht habe ich.

Meinen Kram auf dem Bürgeramt habe ich erledigt und auf dem Rückweg ging mir ständig die Frage durch den Kopf, was ich mit meinen vielen Regenschirmen mache. Die nützen mir nun wirklich nichts mehr. Herrenschirme sind dabei, Knirpse, verschiedene Stockschirme mit Rüschen. Ich hatte schon mal übelegt, ob ich den großen Stockschirm aus Pisa über mein Bett hänge, so wie bei Spitzwegs armen Poeten. 😀

Pilz im Herbstregen
Er sah so schön glänzend aus in der Nässe.

Fridolin hat mich gut wieder nach Hause gebracht. Ich fand es sogar ganz gut, draußen gewesen zu sein. Seit ich nicht mehr hadere, dass es bei mir etwas anders ist als bei anderen, geht es mir gut und ich entdecke auch wieder spaßige Momente.
Meine Tochter hat mich eingeladen, im nächsten Jahr zu ihr ans andere Ende der Welt zu kommen. Ich bin noch sehr unsicher, ob ich das schaffe, aber eine feine und interessante Reise wäre es schon.

So, jetzt gehe ich an mein Spinnrad. Und es gibt Hagebuttentee, gesammelt und gebrüht von G.E.

9 Gedanken zu „Regenfahrt mir Fridolin. Es wird ungemütlich draußen.“

  1. Besser ne coole Oma, als ne merkwürdige alte Schachtel. Würde ich so sehen. Ich freue mich sehr für dich, dass du wieder beweglicher bist und dich sehr viel glücklicher anhörst. Ich habe zwar einen Schirm, der mir aber wenig nützt, weil es hier auch oft gleich sehr windig wird, so wie es regnet. Aber eine gute Regenjacke tut es auch. Alles Liebe

    1. Ach, das klappt schon ganz gut mit uns. Ich muss mir nur immer auch andere Ziele suchen als Bürgeramt und so. Es wird auch eine Lösung für drinnen und zum Reisen geben. Bis jetzt habe ich mich da immer zurückgehalten. Ich hoffe, dass ich den Mut finde, das auch zu nutzen.
      Die Schirme werde ich verschenken, immer wenn jemand zu Besuch ist und keinen mithat bei Sauwetter. Mir nützen sie schon lange nichts mehr. Du hast Recht: ordentliche Regenbekleidung ist da viel besser.
      Ich bin auch glücklicher. Einfach, weil ich bestimmte Sachen mit mir selber ausfechten konnte.
      Grüße in den Norden.
      (Bei euch wird es kalt, gell?)

  2. Liebe Gudrun,

    das liest sich ja sehr positiv, auch wenn der Regen nicht unbedingt hätte sein müssen.
    Gestatte mir bitte eine Frage: musst du deinen Fridolin draußen stehen lassen, wenn du solche Dinge wie das Bürgeramt erledigst oder kannst/darfst du den mit nach drinnen nehmen? Falls er draußen stehen bleiben muss, wie ist er dann gesichert? Ich hätte mir ja auch schon längst so ein Fahrzeug zugelegt, wenn ich wüsste, wo ich ihn lassen soll, wenn ich Zuhause bin. Im Freien hätte ich am nächsten Tag bestimmt zwei da stehen ;), im Fahrradkeller sind mir zu viele Vandalen am Werk und in die Wohnung geht ja wohl nicht 😉
    Alles nicht so einfach.

    Weiter viel Spaß mit Fridolin und gutes Wetter dazu 🙂 wünscht mit herzlichen Grüßen
    Maksi

    1. Ich könnte auch rein liebe Maksi, lasse ihn aber auch mal draußen. Er hat eine Wegfahrsperre und ein Alarmsystem. Das hilft schon. So oft lasse ich ihn nicht draußen.
      Zu Hause kann ich über die Rampe am Haus in den Rollstuhlraum fahren. Nur mein Nachbar, der auch seinen Elektrorollstuhl dort stehen hat, und ich haben Zugang. Alles ist barrierefrei.
      Ich kenne einige, die juchteln damit durch jeden Laden. Das getraue ich mich nicht, noch nicht.
      Ganz liebe Grüße an dich.

      1. Moin, liebe Gudrun,

        vielen lieben Dank für deine Auskunft. Anscheinend darf man mit seinem „Fridolin“ so gut wie überall hin und rein. Tja, leider wohne ich nicht so günstig, wie du. Bei mir gibt es nur diesen einen Fahrradkeller und mein Kellerabteil ist proppevoll. Außerdem wäre das Fahrzeug dort auch nicht sicher, sondern ein potenzieller Dieb oder Vandale hätte viel eher seine Ruhe bei seiner Untat.

        Ich werde also noch warten müssen, bis ich in ein oder zwei Jahren umgezogen bin und mir meinen „Fridolin“ kaufen kann.

        Ein schönes Wochenende wünscht dir
        Maksi

        1. Wenn du damit Bahn fahren willst, dann nimm den Vierrädrigen. Der darf mit.
          (Ich habe da noch eine andere Lösung in Arbeit.)
          Ein Umzug. Oh je, mir ist das von Mal zu Mal schwerer gefallen.

          1. Leicht wird mir ein Umzug auch nicht fallen. Aber zu allererst muss eine passende Wohnung gefunden werden, was leider alles andere als einfach ist. Sie muss einfach zu viele Kriterien erfüllen.

            Ich würde mich freuen, wenn du mich in Bezug eines jeden „Fridolins“ auf dem Laufenden halten würdest. Ich bin ja für jeden Tipp dankbar, auch wenn ich ihn nicht sofort umsetzen kann. Aber ich kann mir alles notieren und muss später nicht bei Null anfangen.

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