Ein Schnee-Beitrag für die Tochter am anderen Ende der Welt

und ein letzter von meinem Lieblingsschreibtisch aus geschrieben

der erste Schnee

„Ohhhh, Schnee!“, sagte die Tochter am anderen Ende der Welt. „Schickst du mir Bilder?“
Na klar, das mache ich. Herr E. war allerdings schneller mit seinem Handy und der Schwiegersohn, der in Deutschland sein Studium gemacht hatte, antwortete:
„Oh, es hat geschnitten!“
Wir fanden das so niedlich und mussten herzlich lachen.

Na klar, schicke ich auch Bilder. Viel Schnee ist es ja noch nicht, aber immerhin hatte es schon etwas vom Puderzuckerzauber.

Das wird der letzte Beitrag, den ich am Lieblingsschreibtisch in meinem Zimmer verfasse. Ich heize da nicht und so langsam wird es empfindlich kalt.
Ich habe nach einer anderen Lösung gesucht und habe auch eine gefunden.

Früher stand mein Schreibtisch im Wohnzimmer. Jetzt gehört mir das Zimmer nicht mehr alleine und ich habe nicht mehr so viel Platz. Mein großer Schreibtisch, der mir so gute Dienste geleistet hat, wird mich verlassen. Bei mir zieht ein Computertisch ein, auf dem auch alles Platz hat, was ich brauche, also auch das Grafiktablett. Wenn also Computerarbeiten anstehen, rollere ich den ganzen Kram ins Wohnzimmer. Bin ich fertig, rollert alles wieder zurück an seinen Platz in meinem Zimmer. Egal, ob ich am Computer sitze, am Spinnrad oder am Webrahmen, ich werde es immer nicht kalt haben, muss allerdings die Werkzeuge austauschen.

für die Tochter und den Schwiegersohn am anderen Ende der Welt

Wenn Schnee fällt ist es fast so, als ob es ganz still wird draußen. Sogar die Spatzen hören auf, lauthals zu zanken im Bäumchen vor dem Wohnzimmerfenster. Schon als Kind habe ich immer andächtig zugesehen, wenn die Flocken langsam zur Erde trudelten.

So, und jetzt verziehe mich wieder an mein Spinnrad. Wolliges ist gerade genau richtig im Moment.

21 Gedanken zu „Ein Schnee-Beitrag für die Tochter am anderen Ende der Welt“

    1. Ich schätze, er wird nicht lange bleiben. Gerne mag ich ihn auch nicht, aber meine Tochter hatte sich Bilder gewünscht. Ach piri, im Winter friere ich immer wie ein Schneider und mit dem Rolli draußen ist es gar nicht mehr schön. Aber da muss ich wohl nun durch. Es ist ordentlich kalt geworden.

  1. Oooooh! Schnee! 🙂 Ich hoffe sehr, dass es hier im Süden über Nacht auch ein wenig schneien wird…
    Noch heize ich das Wohnzimmer nur abends für ein paar Stunden, das Badezimmer nur für die halbe Stunde Körperpflege, Schlafzimmer und Küche so gut wie gar nicht. Mal schauen, wie lange ich olle Frostbeule das noch durchhalten werde. 😉
    Liebe Grüße!

    1. Ich kämpfe auch arg gegen die Kälte. Heute hatte ich mal ganz kurz die Heitung im Wohnzimmer an, zum ersten Mal nach dem Sommer. Draußen haben wir jetzt Minusgrade und mein Rheuma reibt sich gerade die Hände. So lange es geht möchte ich die Heizung auslassen. Ich habe Angst vor saftigen Nachzahlungen.
      Liebe Grüße an dich.
      Ich hoffe, du kannst es dir schön gemütlich machen.

  2. Hier im Erzgebirge fing es nach dem Dunkelwerden an zu schneien. Mittlerweile sind es so um die 4 cm, die liegengeblieben sind. Ich bin in meiner Lieblingsjahreszeit und in meiner Lieblingsslandschft (Schneelandschaft) …

    1. Ich finde es so gut, dass du in deine Lieblingslandschaft fährst. Winter und Schnee verbinde ich immer mit dem Erzgebirge, Tannen, Rachermannln… So weit war es nicht weg von meinem Heimatort. Wir sind zum Pyramiden anschieben gefahren, ins Schaubergwerk, zu Bergparaden und zu den Spielzeugmachern. Winter gehört dazu, aber ich mag nicht seine Kälte.
      Vier Zentimeter Schnee, das ist eine ganze Menge. So viel wird es hier nicht geben, glaube ich.

  3. Liebe Gudrun,
    ich bin immer begeistert vom Wetter und insbesondere Wetteranalysen.
    Schnee um den 21 November in Ostdeutschland war früher eigentlich mehr die Regel als die Ausnahme. Grund ist, dass die arktische Kälte sich verschiebt und über Osteuropa das erste Mal nach Westeuropa dringt. Vom Westen kommen atlantische Tiefausläufer mit viel Regen, die sich dann über Ostdeutschland treffen und als Schneeprodukt sichtbar machen.
    Bei uns gibt es eine Regel, die in den Jahren wo ich hier bin stimmt: Snowflakes in November, winter will be wet and muddy. Snowflakes in December, winter will be cold and snowy.
    Ich hatte gehofft, dass wir auch heute morgen snowflakes haben, weil es auch bei uns mit 1C heute Nacht kalt ist. Was nicht ist, kann ja noch werden.
    Wenn wir keine Snowflakes im November haben und der Winter bei uns kalt wird, dann wird er in Ostdeutschland nicht nur kalt sondern auch kälter. Nicht umsonst ist Sachsen die Kältekammer im Winter. Ich habe ein Screenshot vor ein paar Jahren genommen, wo Sachsen minus 27 Grad hatte, und alle anderen hatten max. minus 9 Grad. Und wenn sich die Kälte festsetzt, dann bleibt sie 3 Wochen. Das wäre schlimm bei den Energiepreisen.

    1. Ach, liebe Simone, so viele atlantische Tiefausläufer gibt es leider nicht mehr. Früher bewegte sich alles zwischen Islandtief und Azorenhoch. Die Tiefdruckgebiete mit Niderschlägen treffen und aber kaum noch. Und so ist es eben viel zu trocken.
      Kaltwar es hier im Winter immer. „sibirische Kälte“ nannten es meine Eltern immer. Und ja, das wird sich verstärken. Manchmal klingt es schon paradox, aber Schuld daran ist die Klimaerwärmung.
      Energiepreise hin oder her, wir überlegen schon lange, wie wir Energie einsparen können. Meine Oma hatte noch lange gestrickte Strümpfe und einen wollenen Unterrock. Ich dagegen hatte es auch im Winter bullig warm und saß im Trägerhemdchen oder Seidenblüschen da. Da hat sich schon viel geändert bei mir. Wir organisieren die Wohnung um, so dass wir nicht in allen Zimmern Tropenwärme haben müsssen. Ansonsten fallen mir jetzt wieder viele Erzählungen meiner Eltern und Großeltern ein über Vorratshaltung, Konservierung von Obst und Gemüse für den Winter, Überstehen der kalten Jahreszeit. Sie hatten darüber hinaus einige schlimme Zeiten zu überstehen gehabt. Sie haben sie überstanden, weil sie zusammengehalten und klug „gewirtschaftet“ haben.
      Verrätst du mir, wo du wohnst? Ich lese nämlich gerade ein Buch über einen Schäfer im Norden von GB. Die Winter sind dort ganz ordentlich hart.

      1. Liebe Gudrun
        Letzten Winter sah es auch schlecht aus bei uns mit Sturm und Regen, aber nach dem furchtbaren Sommer erholen sich die Wasserbestaende langsam. Mein Glashausdach mit 2 x 1,5m hat schon 400 l in den letzten 4 Wochen gesammelt.
        Ich wohne in Wiltshire, nahe Avebury, bekannt als the county of the rolling hills. Wir haben hier Schafe ueber Schafe. Viele seltene ancient Sorten.

        1. Danke.
          Hach, da hätte es ja keine Not, Wolle zu bekommen. 😀
          Gut, dass du das Wasser auffangen kannst. Das hilft im Sommer. Wir sammeln im Sommer alles Leitungswasser für das öffentliche Grün draußen vor dem Haus. Wenn man einen Apfel abwäscht, ist das Wasser zum Gießen immer noch gut. Speichern kann ich leider nichts.

  4. Liebe Gudrun,
    wir sind bis jetzt noch vom Schnee verschont geblieben. Aber der kommt schon noch.
    Bei diesem Wetter sitze ich abends gern in meinem bequemen Sessel mit gehäkelter Wolldecke auf den Beinen. Zurzeit häkle ich an einem Dreiecktuch.

    Ich schicke dir liebe Wochenendgrüße.
    Traudi

    1. Hallo, liebe Traudi,
      ich möchte gerne bald weben, warte aber noch bis nach meiner Reise zu meiner Tochter über den großen Teich.Aber dann geht es los. Decken und dicke Teppiche sind geplant. Da ich die Wolle direkt vom Schaf verarbeite, ist die Materialbeschaffung nicht ganz so aufwändig. Gestern habe ich meine Beinstulpen aus Schafwolle getestet. Ich hatte schon lange nicht mehr so warme Beine und Füße.
      Ein Dreiecktuch ist Klasse. Da sind die Schultern immer schön geschützt und warm.
      Ganz liebe Grüße an dich

      Zeigst du das Dreiecktuch auf deinem Blog?

  5. Oh ist das schön. Hier war Schnee angekündigt, doch es wurde nur Regen. Sehr schade. Aber ordentlich kalt ist es auch hier. Ich heize ja auch nur in meinem Wohn-Ess-Arbeitszimmer, im Schlafzimmer bleibt es kühl. In meinem Falle bedeutet es längere Abend im Sessel mit Beine hoch, statt gemütlich im Bett zu lesen. Aber so ist es ja bei mir jeden Winter, weil ich nur einen Ofen habe. Sicher ich könnte im Schlafzimmer den Radiator anmachen, aber ich will mal lieber ein wenig sparsamer sein, zwar haben wir bis dato keine Erhöhung erhalten, aber wer weiß was noch kommt. Alles Liebe mit dem frisch geschnittenen

    1. Liebe Karin, der Schnee liegt sogar noch auf den Büschen und auf der Wiese. In einer Nacht waren die Büsche vor meinem Balkon kahl. Die Kälte und der Schnee haben die letzten Blätter von den Ästen gefegt.
      Ich habe zwar in allen Räumen Heizkörper und anliegende Warmwasserheizung, aber ich möchte nicht so tun, als ob ich im Hochsommer bin. Nur bin ich nun gerade dabei, mein Zimmer zweckmäßiger zu gestalten. Der große Schreibtisch kommt weg und dafür zieht so ein mobiles Teil ein, was ich immer gerade dahin karre, wo es am zweckmäßigsten ist. Schnell weg ist es dann auch wieder.
      Stoff habe ich bestellt und Füllzeuchs. Wir werden Zugluftstopper nähen. Wenn es klappt, werde ich berichten. Irgendwie freue ich mich darauf.
      Liebe Grüße in den Norden.

  6. Wie schön, liebe Gudrun, der erste Schnee wieder einmal. Von unserer Tochter aus Bayern haben wir heute auch ein Schneebild bekommen. Hier bei uns an der Küste lagen nur am frühen Morgen einige wenige Schneegriesel auf den Dächern – eigentlich kaum der Rede wert. Es war auch alles schnell wieder weggetaut.
    Fein sind nicht nur Deine Schneebilder, auch das kleine Video gefällt mir. Schnee ist auch für mich immer noch etwas Besonderes. Er macht die Welt wirklich leise und irgendwie auch gemütlich.
    Einen lieben Gruß von der Silberdistel

  7. Viel ist es nicht geworden, aber es blieb liegen. Grimmig kalt war es allerdings und die letzten Herbstblätter lösen sich nun auch langsam von den Bäumen und Büschen. Es ist gerade eine seltsame Mischung zu sehen, draußen: bunte Blätter, grünes Gras und weißer Puderzucker-Schnee. Mal sehen, ob ich das heute mal auf ein Bild bekomme.
    Meine Tochter am anderen Ende der Welt berichtet gerade von den Santa Anna Winden, auch Teufelswinden, die gerade in Südkalifornien toben. Und während unseres Videogesprächs höre ich den Sturm an ihrem Haus zerren. Es klingt so, als ob ich da wäre. Eine gute Sache ist es, dass wir trotz Entfernung unseren Kindern so nah sein können.
    Liebe Silberdistel, ich grüße dich herzlich.

  8. Liebe Gudrun,
    auch ich bin dieses Jahr hin- und hergerissen, was Kälte und Schnee anbelangt.
    Als Kind des Erzgebirges steckt immer noch diese Erwartung auf den ersten Schnee in mir. Klingt paradox, aber der brannte immer lichterloh in mir als Kind. Meistens fielen die ersten Flocken am Geburtstag meiner Omi, am 16. 11.. Wenn wir dann am Abend zu Fuß zurück nach Hause liefen und ich die Flocken in den Straßenlaternen tanzen sah, war ich so beseelt.
    Diese Erinnerungen werden nie verblassen.

    Ich wünsche dir einen gemütlichen Sonntag
    mit lieben Grüßen,
    Andrea

    1. Liebe Andrea, ich glaube, als Kind sieht man das alles noch mit anderen Augen und nie als Gefahr. Ich sollte im Winter immer nach Hause kommen, wenn mir kalt war. Mir war nie kalt, aber zu Hause gab es dann immer eine Menge Ärger, und Fußbad, Tee und Stillesitzen unter der Decke.
      Da haben hier nun schon zwei Erzgebirgskinder kommentiert! Das ist schön zu lesen. Ja, ihr seid in einer schönen und besonderen Gegend aufgewachsen.
      Liebe Grüße an dich, liebe Andrea.

  9. Ich finde den Schnee schon schön. Aber brauchen tue ich ihn nicht,
    So um Weihnachten, aber dann ist genug.
    Man gut das wir das nicht selbst bestimmen können.
    Ein paar Flöckchen kommen hier gerade runter.

    Dir noch einen schönen Sonntag.
    Liebe Grüße Marion

    1. Nee, tiefen Schnee brauche ich auch nicht. Das macht Probleme bei meiner Mobilität. Meine Nachbarn haben mich schon gewarnt, dass ich nicht stecken bleibe. Nicht überall wird Winterdienst gemacht.
      Der Schnee liegt hier noch. Es ist arg grimmig kalt.
      Liebe Grüße an dich.

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