Affinity Designer hat mich gepackt.

Eigenlich wollte ich nur mal schauen und dann bin ich doch am Schreibtisch hocken geblieben und habe probiert, alles, was mir so spontan in den Sinn kam. Affinity Designer hatte mich „gepackt“ und erstmal nicht wieder losgelassen.

Die Werkzeuge arbeiten präzise, tun genau das, was ich von ihnen will, ohne Schnickschnack. Das Menü ändert sich, je nachdem welches Werkzeug man ausgewählt hat. Das sorgt für große Übersichtlichkeit.

Das Werkzeug (der Zeichenstift) war als erstes dran. Schön ist, dass sich die Kurve automatisch schließt, wenn Anfangspunkt und Endpunkt sich berühren. So kenne ich das.

ein Klick macht es größer

Alles andere, wie die Kontur sein soll, ob Pinsel zum Einsatz kommen sollen, welche Farbe, Stärke u.a. sie haben sollte und vieles andere mehr, kann man in der Statuszeile auswählen.

Beim Rumprobieren fiel mir ein, dass ich 1990 zum ersten Mal an einem Mac saß. Immer, wenn in der Druckerei mal gerade anderes zu tun war, hockte ich mich an den Rechner. Damals war es eine große Inovation, dass man auf einer grafischen Oberfläche arbeiten konnte, also sah, wie sich die Kurve entwickelte, die man zog.
Das ist nun über 30 Jahre her und ich bin mit den Grafikprogrammen „gewachsen“. Ich hatte mein absolutes Lieblingsprogramm, unterrichtete das dann auch und war tieftraurig, als es in der Versenkung verschwinden musste.

Es war nur ein Versuch

Jetzt, mit Affinity Designer habe ich das Gefühl, nach Hause gekommen zu sein. Einiges erinnert mich an mein damaliges Programm und ich kam auch sogleich mit der Bedienoberfläche zurecht.

Essen hatte ich mir gekocht. Es wurde kalt, so wie der Kaffee auf dem Schreibtisch. Das Programm ließ mich nicht mehr los. Am Rande entstand das da unten. Es war nur eine Probiererei, eine Randkritzelei, aber ich packe es dennoch in meinen Beitrag, weil es zeigt, wie sehr ich mich heute gefreut habe. Geplant war das Gekritzele so nicht. Es ist von ganz alleine entstanden. Und ich habe meine Lust wieder gefunden zum Zeichnen. Na dann!

eine Randkritzelei in Affinity Designer
Kritzelei am Rande, wie früher im Matheheft

12 Gedanken zu „Affinity Designer hat mich gepackt.“

  1. Du hast es gut, Gudrun. Bei Dir füllt sich das Blatt in Designer. Bei mir ist es immer leer.
    Du kannst fast alles mit Affinity Designer machen wie beim Platzhirsch, und da Du keine Farbverwaltung brauchst, ist das Programm vollkommen ausreichend.

    1. Stimmt, um Farbprofile muss ich mich gerade gar nicht mehr kümmern, da ich nicht für den Druck oder sonstwas arbeite. Es ist lange her, dass ich mich damit befassen musste. Und manche Aufgeregtheiten jetzt kann ich nicht nachvollziehen.
      Naja, ganz leer ist das Blatt nicht mehr. Ich will meine Käfergeschichten weiterzeichnen, menschliche Spleene einfach Insekten andichten.

    1. Ich war schon am Basteln, aber dann hatte mir das Weltgeschehen erstmal die Suppe verhagelt. HimmelArschundZwirn, … Ach ich wollte mich doch nicht mehr aufregen.
      Im Moment bastele ich an einer Arbeitsplatzlösung. In meinem Zimmer wird es langsam kalt und dort will ich nicht heizen. Also muss ich immer mal umziehen mit Rechner, Grafiktablett und Monitor, möglichst so, dass ich alles wieder wegrollen kann, wenn ich es nicht brauche. Im Wege rumstehen will ich es aber auch nicht und finanzielle Möglichkeiten sind natürlich auch noch zu bedenken. Es ist wie die Quadratur des Kreises.
      Grüße zu dir.

    1. Ich turne ständig hin und her zwischen meinem Wollkram und dem Rechner. Den richtigen Rhytmus habe ich noch nicht gefunden, Nachdenken am Spinnrad und dann machen am Rechner. Ich weiß auch nicht, wieso ich dieses Durcheinander immer brauche.
      Herzliche Grüße an dich, liebe Elvira.

  2. Re: Ich hatte mein absolutes Lieblingsprogramm, unterrichtete das dann auch und war tieftraurig, als es in der Versenkung verschwinden musste.

    Wie hieß Dein Lieblingsprogramm, Gudrun, was dann in der Versenkung verschwand?

      1. Da musste ich auch erstmal nachsehen, was Freehand ist. Immerhin hat man mal eine Zahl auf Wikipedia: On April 18, 2005, Adobe Systems announced an agreement to acquire Macromedia in a stock swap valued at about $3.4 billion
        Wenn man bedenkt, dass Apple und die gesamte Webentwicklung nur 2 Jahre spaeter alle Macromedia Produkte obsolet machten, dann hatte Macromedia gerade noch rechtzeitig gut verkauft und Adobe wirklich falsch investiert

  3. Das klingt ja richtig toll, liebe Gudrun. Es ist herrlich, wenn einem das Fieber packt, gell? Du weißt schon, wie ich es meine … hihi.
    Dann freue ich mich jetzt schon auf die Ergebnisse deiner „Reunion“ und wünsche ich dir ganz viel Freude und gutes Gelingen dabei …
    mit lieben Grüßen,
    Andrea

    1. Ja, das stimmt. Ich brauche es immer, dass es mich packt und dass ich in Projekten gefangen bin. Es ist kein Zwang da. Das ist das Gute. Und so kommt man auch über manche „Durststrecke“. Ich würde gerne so etwas in den Schulen ansiedeln. Es ist egal, ob jemand ein Blumenbeet anlegt, Vogelhäuser und Nistkästen baut, malt, tanzt, singt… Hauptsache er tut etwas, was ihm gefällt und Freude macht.
      Heute ist so ein Tag, wo man nur drinnen sein kann.
      Liebe Grüße an dich, liebe Andrea.

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