Neue Projekte und viel zu werkeln

Seit meinem letzten Blogbeitrag ist wieder viel (zuviel) Zeit vergangen. Ich habe neue Projekte am Wickel. Hüttenschuhe und „Latschen“ (Pantoffeln) wird es auch in diesem Jahr wieder geben, d.h. ich bin fleißig am Stricken. Das geht inzwischen etwas langsamer als früher, weil mir die Hände arg weh tun, aber ich muss sie bewegen, wenn ich gegen das Rheuma ankämpfen will. Außerdem gibt es mittlerweile Studien darüber, wie das Stricken dem Hirn gut tut. Einerseits sorgt das Stricken für Entspannung und andererseits fordert es vom Hirn ordentlich Aufmerksamkeit und Konzentration. Für beides will ich in Übung bleiben..

Winter-Set aus der Wolle der Leineschafe

Eines meiner letzten Projekte war, Mütze, Socken und Fausthandschuhe für mich zu stricken aus der Wolle der Leineschafe. (Ich will aber nicht schon wieder über die wunderbare Wolle meines Patenschafes schwärmen.) Der Winter kann kommen und auch die Weihnachts-Sammelkiste steht schon bereit, auch wenn man bei der Hitze der letzten Tage noch gar nicht an solches denken mag. Über meine Mütze freue ich mich besonders. Die Haare bleiben auch bei Nieselregen oder Schnee schön trocken. Sie sitzt locker und rutscht trotzdem nicht und sie ist genau für meinen Bollerkopp passend gemacht.

Der Modellkopf hat schon arg gelitten. Er steht auf meinen Schrank und wenn ich ihn brauche, nehme ich die Krücke und fummele ihn vom Schrank herunter. Manchmal gelingt es mir nicht, ihn aufzufangen und so poltert er öfter auf die Nase. Die Schmisse werden immer mehr und mir tut es jedes Mal etwas mehr leid.

Es ärgert mich immer wieder, wenn ich Anleitungen finde, die auf ein ganz bestimmtes Garn zugeschnitten sind. Mein handgesponnenes Garn ist sehr unterschiedlich und ich wünsche mir Anleitungen, die man einfach anpassen kann. Wenn sie auch noch verständlich geschrieben sind, um so besser.

Für das Projekt „Fausthandschuhe“ habe ich das versucht und werde sie in meine Rubrik Anleitungen demnächst einfügen. Wenn ich dann noch Lust habe, folgt auch noch die Mütze.

Rosen und Wermut – sie vertragen sich prima und schlagen so manchen Schädling in die Flucht

Morgen gehe ich mit in den Garten. Ich werde mir die rechte Hand bandagieren müssen, aber egal. Im Garten muss ich noch ein bisschen Wolle zupfen und dann geht es ans Kardieren. Ich muss unbedingt Kettgarn spinnen, damit es endlich im Spätherbst mit dem Weben losgehen kann. Bis dahin fechte ich noch ein bisschen mit Nadeln.

16 Kommentare zu „Neue Projekte und viel zu werkeln“

  1. Liebe Gudrun, ich wünsche dir flotte bewegliche Hände für deine wunderbaren Projekte. Die Beschenkten können sich glücklich schätzen, solch schöne handwerklichen Kunstwerke zu bekommen.

    1. Ach, Petra, man neigt dazu, stille zuhalten, wenn jede Bewegung weh tut. Dasist aber gerade gar nicht gut. Meine Hände müssen beweglich bleiben.
      Ich arbeite sehr gerne mit Wolle, spinne gerne und stricke dicke Socken, Hüttenschuhe, Schals und Mützen. Die mit ihrem Hund raus müssen haben auch nach der Hunderunde im Regen noch trockene Haare. Die Eigenschaften der Wolle sind einzigartig.
      Liebe Grüße zu dir in den Süden.

  2. Liebe Gudrun,
    wie schön, dass Du neue Projekte und viel zu werkeln hast. Beschäftigung tut immer gut. Dein wolliges Winterset sieht richtig kuschelig aus. Damit hast Du es wirklich warm im Winter. Ja, so langsam kann man sich beim Stricken schon wieder den Winterprojekten widmen. Ich habe zwar noch etwas Sommerliches auf den Nadeln, aber demnächst sind auch schon wieder Socken für meinen Herrn Silberdistel dran.
    Dein Rosen-Wermut-Bild gefällt mir sehr. Dann wünsche ich Dir morgen einen schönen und erfolgreichen Gartentag.
    Liebe Grüße schickt Dir die Silberdistel

    1. Liebe Silberdistel, diesmal habe ich mir erstmal Socken gestrickt, denn meine alten fielen nun wirklich auseinander. Wolle habe ich ja genug. Nun sind die anderen dran. Sie sollen auch warme Füße haben. Freunde und Bekannte helfen mir auch und so kann ich mal etwas zurück geben.
      Wermut und Rose vertragen sich hervorragend. Seit der Wermut da wächst, ist die Rose frei von Krankheiten. Ich verschenke jetzt schon immer Wermutsenker.
      Herzliche Grüße zu dir.

  3. Hallo, ich kann mir Gedanken an den Winter sehr gut vorstellen, das kühlt so schön ab – nur Stricken muss bei dem Gedanken nach meinem Geschmack nicht dabei sein. – Dass du das mit so einer Vehemenz machst, obwohl dir die Hände weh tun, finde ich bewundernswert – ich weiß nicht, ob ich mich zu so viel Disziplin durchringen könnte.
    Na dann morgen einen schönen Gartentag wünscht dir Clara

    1. Die Disziplin hat mir mein Orthopäde nahe gelegt. „Sie können etwas gegen die Schmerzen tun, indem sie sich erstmal welchen aussetzen.“ Wenn ich mich nicht bewegen würde, werde ich steif. Und das wäre gar nicht gut.
      Mit dem Spinnrad war ich mal zu einer Veranstaltung an einem naturwissenschaftlichen Gymnasium in Leipzig. Ich hatte schon erwartet, dass keiner von den Schülern kommt, aber ich hatte mich geirrt. Viele brachten ihr Strickzeug mit. Ich fragte, warum sie stricken und sie meinten, dass sie damit gut ihre Gedanken sortieren und entspannen können. Und etwas Nützliches entsteht auch noch. Diese Meinung hat mich dann doch überrascht.
      Grüße an dich, liebe Clara.

  4. Bei dir klappern also auch die Nadeln wie wild. Bei mir auch. Die Mütze ist fein geworden und über ein Rezept für die Handschuhe und die Mütze würde ich mich freuen.
    Du hast recht die Finger beschäftigt zu halten und dabei das Hirn fördern.
    Liebe Grüße

    1. Ja, bei mir klappert es! Die Anleitung für die Handschuhe stelle ich heute ein, die Mütze ist demnächst dran. Es ist kein Hexenwerk.
      Die Fäustlinge haben sich bewährt, im Winter mit dem E-Rolli draußen zu sein. Es ist einfach wärmer, die Finger beieinander zu haben. Eine Anleitung für Fingerhandschuhe muss ich aber auch mal noch schreiben.
      Das Stricken erdet mich immer. Ich habe mich so daran gewöhnt, dass ich abends nicht mehr einfach so rumsitzen kann.
      Grüße zu dir in den Norden.

      PS.: Herr E. hatte vor einigen Tagen unsere Tochter in Eckernförde besucht, war aber in den falschen Wagen des Zuges eingestiegen und in Kiel gelandet. Er hätte aber die Wagen nach Flensburg nutzen müssen. (Der Zug wurde unterwegs geteilt.) Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich ihm was für dich mitgegeben.

      1. Ein paar Handschuhe und eine Mütze sind genug was ich noch brauche für den Winter. Stricken ist wirklich eine faszinierende Sache. Ja, es erdet und während man es macht, befindet man sich praktisch in einem eigenen Raum.
        Ach man, der arme Herr E. Auch wenn er nichts mitgehabt hätte, hätte er gerne auf eine Tässchen reingucken können. Alles Liebe Dir

        1. Ich stelle die Anleitung heute wirklich ein. Auf dem Papier habe ich sie ja schon erfasst. Ich muss sie jetzt nur mal abschreiben. Gesten hat die Hitze mich wieder so geplagt, dass ich zu nichts Lust hatte.
          Meine Tochter meinte, Herr E. solle zurück fahren bis dahin, wo die den Zug aufteilen, aber er meinte, dass er nun er nun erstmal nach Kiel fahren müsse. So kommt man halt viel rum.

  5. So schöne Sachen strickst Du wieder, liebe Gudrun! Es tut mir nur so so leid, dass du dieses schöne Hobby nicht unbeschwert ausüben kannst.
    Warum bekommt man nur solche fiesen Sachen? Und warum gibt es gegen manches einfach kein Mittel.
    Leider kann ich davon auch ein Lied singen. Je älter man wird, umso mehr hat man damit zu kämpfen. Und es liegt nicht immer an falscher Bewegung oder Ernährung, manchmal ist es einfach Schicksal. Wenn einen jungen Jahren etwas weh getan oder man sich verletzt hat, ging man zum Arzt und der konnte einem helfen. Meistens jedenfalls. Aber irgendwann ist es nicht mehr so einfach. Obwohl es auch Menschen gibt, die wirklich Glück haben. Wie heißt es so schön, die haben gute Gene mitbekommen.
    Wenn ich bei dir lese, mache ich mir halt immer viele Gedanken. Ich weiß, wie tapfer du bist und dass du alles tust, dass sich die Schmerzen in Grenzen halten. Trotzdem möchte ich dich jedes Mal am liebsten in den Arm nehmen.

    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass du ganz viele gute Tage hast, wo sich die Schmerzen zurückhalten und dir das Stricken leichter fällt. Dann werde ich mich wieder über deine neuen Projekte freuen. Weihnachten ist schneller da als wir denken.

    Alles alles Gute für dich, liebe Gudrun und viele liebe Grüße,
    Andrea

  6. Wunderbar, was du trotz deiner Schmerzen und rheumatischen Beeinträchtigungen immer wieder zustande bringst, liebe Gudrun.
    Das „Trio“ aus der Leinewolle ist wunderschön!
    Ich wünsche dir weiterhin den Willen und die Kraft, gegen die Misslichkeiten anzugehen. Es lohnt sich ganz offensichtlich. Vor allem, wenn dabei solche wertvollen Sachen entstehen.
    Alles Liebe und Gute für dich,
    Brigitte

  7. Ich empfinde es auch so, liebe Gudrun, das Stricken entspannt und gleichzeitig ist Mitdenken gefordert.
    Es gäbe einiges an Garn und Wolle für mich zu verstricken, aber diese Leidenschaft ruht seit längerem. Zu viel anderes, das mich beschäftigt. Und wenn mich die Stricklust doch wieder einholt, kann ich sofort losstarten.
    Ich schließe mich den guten Wünschen an, ich wünsche Dir möglichst viele gute Tage, damit Dir das Stricken leichter fällt – denn ja, man kann schon wieder in Richtung Weihnachten schielen. Unfassbar, wie die Zeit vergeht.
    Ich grüße Dich herzlich, Chris

  8. Hach – einiges an schönen Projekten für die Hirnregion wartet auf kühleres Wetter. Mit schwitzigen Händen macht das Stricken im Moment einfach keine Freude.

    Wieder hast du etwas Feines gezaubert und von Grund auf selbst gefertigt. Aufgeben liegt dir nicht – du gehst einfach hindurch und findest dabei sogar noch das Positive.

    Lieben Gruß!

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